Oktober 27, 2009

Die 5 Js wieder auf Tour!

"Ist das nicht meine Mutter?". Hihi, diesen satz von Jule werden wir wohl so schnell nicht vergessen. Nun war es endlich soweit. Wir standen in Brisbane an der edwardstreet (in der sich uebrigens auch die blood bank befindet) neben unserem hostel und hielten aussschau nach dem van, den wir schon so lange erwartet hatten. besuch aus deutschland, familienzusammenkunft, informationen ueber unser heimatland und bekannte gesichter- das alles sollte sich nun, da der van suchend an uns vorbeirollte, endlich realisieren. jule rannte wie angestochen hinter dem auto hinterher waehrend ich auf unsere sachen aufpasste. dann war ich an der reihe, mama teubner schnell zu umarmen und ins auto zu springen, in dem hannes mit dem suessen schild: "Kea Camper sucht Julia und Jenni." auf uns wartete.

als wir einen parkplatz gefunden hatten, konnten wir uns dann richtig begruessen und endlich ein paar geschichten persoenlich austauschen. wieder im bus, wurden wir ausgehungerten backpacker dann mit einem eis willkommen geheissen und papa teubner trat mit uns die fahrt in richtig bundaberg an. so viel wie auf dieser fahrt hatte wohl lange keiner der beteiligten mehr geredet und wir erfuhren endlich, welche musik in deutschland so rauf und runter laeuft und wer nun (wieder) an unserer spitze steht. dann erreichten wir unseren ersten campingplatz. wir stellten das zelt auf, in dem sich jana und jens bereiterklaerten zu schlafen (wir drei schliefen im auto), wuschen dank mama teubner unsere ziemlich dreckige waesche und bekamen von den drei j teubners das abendessen zubereitet- und was fuer eins. ein kleiner schokokoala zierte unseren teller und daneben lag ein saftiges steak, kartoffelbrei, gemuese und so weiter. so gut hatten wir wohl seit unserer zeit iun deutschland nicht mehr gegessen! nach langem erzaehlen, viel essen und sehr viel gelaechter rollten wir uns schliesslich ins bett denn am naechsten tag sollte es frueh rausgehen. jens weckte uns mit "guten morgen sonnenschein" in der backpackerversion (was uebrigens auch von meinem papa haette kommen koennen) und wir machten uns nach dem wohl be sten fruehstueck in unserer australienzeit und ein paar fotos in der "weihnachtsbucht" auf den weg. unser naechstes ziel war ein campingplatz noerdlich von bundaberg, in der naehe von rockhampton und die krokodile. nach den ersten vorkehrungen gegen die dunkelheit (zelt, sachen sortieren..) machten wir uns auf den weg zum strand. es war ziemlich heiss und so entschlossen sich hannes und ich dazu, die fuesse ein wenig in das kuehle nass zu halten. zum glueck haben wir noch fuesse! denn kurze zeit spaeter als wir gemuetlich auf den felsen sassen und muscheltuerme bauten, erzaehlten uns jule und jana von dem warnschild fuer krokodile. glueck gehabt! am naechsten tag machten wir uns, da wir bei uns in der bucht keine gesehen hatten, also auf zur "crocorana"-krokodilfarm. dort sahen wir sie dann zum ersten mal in australien, zwar nicht in freier wildbahn (ich weiss nicht genau ob wir das gut oder schlecht finden) aber auch hinter den zaeunen waren sie ein wenig furchteinfloessend.


ein guide stellte uns die unterschiedlichen arten und tiere vor, von rocky dem frauenversteher bis zu spike, der diese regelmaessig auffrisst. auchbei der fuetterung konnten wir zusehe und am ende sogar ein babykroko auf den am nehmen und am baeuchlein streicheln. nach diesem beeindruckenden erlebnis machten wir uns auf den weg zum eungella nationlpark, in dem sich am broken river, schnabeltiere beobachten liessen. nachdem wir alles fuer die nacht vorbereitet und uns in entsprechende kleidung geworfen hatten, legten wir uns mit fotoapperaten und taschenlampen (denn es daemmerte bereits) auf die lauer. wir muessten auch gar nicht lange warten schon sah man unebenheiten auf der wasseroberflaeche. wir verfolgten eben diese und erblickten unser erstes schnabeltier. wir waren ganz hin und weg denn wir haetten diese kleinen, niedlichen wesen weitaus groesser eingeschaetzt. immer wieder kam eines an die oberflaeche und immerwieder hoerte man von uns drei frauen ein: "ooohhh...". dann fuhren wir zurueck auf den campingplatz, verdrueckten spaghetti mit wurst(!) tomatensauce und pumpernickelhaeppchen und gingen auch bald ins bett um uns erneut morgens auf die lauer zu legen. auch morgens konnten wir wieder einige schnabeltierchen entdecken und als wir spaeter noch einmal ein steuckchen weiter zu einem wunderschoenen abschnitt des fluesses liefen, gelang es jens sogar, mehrere gute fotos zu knipsen. weiter ging es fuer uns nach airlie beach. nachdem jule und ich auf der fahrt etwas getan hatten, was wir vorher sehr vermisst hatten (naemlich hoerspiele- genau genommen bibi blocksberg- gehoert hatten), erreichten wir die wunderschoene bucht und suchten uns den naechsten campingplatz. dort erwartete uns nicht nur ein pool und eine schoene anlage sondern auch eine sms von oma und opa bubi, die mich und hannes mit den neusten fussballergebnissen versorgten. dann erfrischten wir uns im pool, wahrend jens und jana alles vorbereiteten und uns wiedermal it einem koestlichen abendbrot (kaengurubouletten mit kartoffeln...) versorgten - schliesslich mussten wir uns alle fuer den naechsten tag staerken, an dem uns eine tour zum great barrier reef und den whitsundays bevorstand. frueh am morgen staerkten wir uns mit toast, cornflakes, nutella (ja hannes, sie musste unter uns leiden!) usw., zogen unsere badesachen an, packten alles restliche ein und liessen uns von dem busfahrer, der ein paar jahre in berlin gewohnt hatte nach airlie beach fahren. dort ging es los. wir trugen uns in einige listen ein, probierten unsere tauchanzuege an und setzten uns aufs aussendeck. diesen platz verliessen hannes,jue und ich (jana und jens sind da etws haerter im nehmen) jedoch kurze zeit aufrund von ziemlich hohem wellengang wieder. wahrend das boot auf und ab schaukelte, hatten wir einen ersten blick auf einige der 74 wundershoenen whitsunday islands. diesen blick konnten wir allerdings vertiefen als wir auf einer der inseln anlegten und nach einem kurzen marsch einen blick auf die inseln von oben erhielten. wie im katalog vermischten sich das tuerkisblaue wasser mit den gruenen inseln und den weissen straenden. leider hatten wir nicht lange zeit zum innehalten, da uns der whiteheavenbeach erwartete. an dem wunderschoenen strand, an dem uebrigens auch regelmaessig helikopter anlegten und die ganz reichen ausstiegen, erfrischten wir uns und doesten ein bisschen in der sonne (ja, ich habs auch geschafft, mir ein bisschen sonnenbrand zu holen aber nur ein bisschen). dann stand nach einem ueppigen bueffet an bord der tauch- bzw schnorchelgang an. wir quetschten uns in unsere anzuege, legten die brillen an und hannes, jule und ich (jens und jana wollten tauchen) liessen uns ins wasser gleiten. zunaechst konnten wir nicht viel erkennen doch dann erwartete uns unser erster blick auf das great barrier reef. kleine huebsche fische, bunte korallen (wobei man wohl sagen muss dass das riff an dieser ecke schon ein wenig unter dem tourismus gelitten hat) und zumindest mir etwas angsteinfloessende fische winkten un s zu. nach einer stunde, die irgendwie ziemlich schnell vergangen ist, schwammen wir zurueck zum boot und tauschten unsere erlebnisse mit den beiden tauchern aus. dann ging es leider wieder zurueck zum ufer..
am dienstag machten wir uns auf den weg zu den capricorncaves und uebernachteten in dem anliegenden campingpark. am mittwoch gewannen wir dann einen einblick in die beeindruckenden hoehlen. unser junger guide zeigte uns die unterschiedlichen hoehlen, manoevrierte uns durch enge gaenge und spielte uns schliesslich in der romantischen hochzeitshoehle "hallelujah" vor um uns die hervorrangende akustik zu demostrieren. anschliessend fuhren wir zum gebiet mon repos, in dem man im november schildkroeten beim ablegen der eier beobachten kann. leider ist aber noch kein november und so genossen wir den wunderschoenen strand ohne schildkroeten.


dann fuehrte uns der weg nach rainbow beach wo wir unter einem wunderschoenen sternenhimmel unser letztes barbecue mit teubners zu uns nahmen (so gut werde n wir jetzt wohl lange nicht mehr essen ;)) und einen schoenen letzten abend verbrachten.
am freitag, dem tag des abschieds, statten wir tin can bay, einer bucht in der sich wilde (naja, zumindest fast wilde delfine) aufhielten, einen besuch ab. mit einer kleinen faehre schipperten wir in die bucht wo uns zwei delfine, aber auch leider viele massen an touristen erwarteten. wir verzichteten darauf, die delfine fuer 2 dollar zu fuettern und damit den doofen damen die sich

als herrin nen der delfine auffuehrten und staendig ihre beine auf die fotos hielten, einen gefallen zu tun und beoabchteten lieber die tiere und ihr verhalten ein wenig. dann ging es wieder zurueck nach rainbow beach wo wir unsere sachen zusammenpackten (irgendwie hatte das doch vorher auch alles reingepasst!) und uns von teubners alles moegliche an lebensmitteln und sonstigen utensilien mitgeben liessen ;)
Ja, und schliesslich bogen wir dann in die Sanctuary Lane in Hervey Bay ein und.... naja, wie der ernst des lebens wieder losging erzaehlen wir euch ein anderes mal...
ich moechte mich hiermit noch einmal ganz herzlich bei den drei j teubners fuer eine wunderschoene woche bedanken. ich bin sehr dankbar, dass ihr mich mitgenommen, durchgefuettert und mir diese vielen erlebnisse ermoeglicht habt. im namen von uns beiden kann ich wohl sagen, dass dies eine unserer schoensten und erlebnissreichsten wochen hier war und wir sehr froh sind, dass ihr hier wart.

Oktober 24, 2009

So ihr Lieben, wir haben uns lange nicht mehr gemeldet und deswegen diesmal gleich in doppelter Formation (wir spielen ein lustiges Spiel weil uns langweilig ist und jeder schreibt einen Satz.)
Angefangen hat alles in Byron Bay. (jenni )
Der Ort an dem Handys verloren gehen und Grumpys wohnen! (Julia)
Hey, das mit den Handys war fies, das wollten wir keinem sagen. Und woher sollen sie denn wissen, wer Grumpy ist?
ALSO,Grumpy war eine unserer Zimmergenossinnen, die jede Nacht so um 4 uhr ins Bett ging (dabei noch schoen das Licht angemacht hat) und morgens immer furchtbar sauer war, wenn man sie um 9.30 uhr weckte, da grumpte sie immer so vor sich hin! (Jule)
Naja, aber Grumpy war immernoch harmlos gegen die Dame spaetmittleren Alters, die unter mir in unserem Neunerzimmer schlief und grunzte. Irgendwie haben wir es dann aber doch geschafft, unsere Naechte mit Schlafen zu verbringen so dass wir fit fuer die Tage waren.
Weiterhin teilten sich mit uns die schlaflosen Naechte: 3 Norwegerinnen oder Schwedinnen (wir wissen es nicht sooo genau), 1 Koreanerin, 1 Deutsche und die Australierinnen drueckten sich die Klinke in die Hand!
Hey, du hast meine gekonnte Ueberleitung auf die Tage vollkommen uebergangen! Also tagsueber wollten wir eigentlich mal am Strand relaxen, aber daraus wurde dank Regen und Organisationsschwierigkeiten leider nix...aber da war ja noch Wibke...
Ja ja die liebe Wibke, die einfach mal so mit einem Fallschirm aus dem Flugzeug huepft und sich dann mit uns abends an den Strand setzt und einen Smoothie/ Milchshake trinkt, dabei begegneten wir dem Dave aus Manchester, lustiger Kerl, der auch schon etwas angeheitert war, uns aber im Grunde ganz gut unterhielt!
Gut gerochen hat er auch, wenn man mal von der Fahne absieht. Ja, am naechsten Tag mussten wir leider frueh raus und so mussten wir Dave's Vorschlag, mit ihm feiern zu gehen leider abschlagen. Da gings naemlich nach Brisbane...


Ja so eine Busfahrt, die ist lustig, eine Busfahrt, die ist schoen, denn da kann man einmal durch die Zeitzone nach Queensland fahren, also man faehrt 3 Stunden, kommt aber nur 2 Stunden spaeter an...na begriffen? Ausserdem kann man auch noch in den Genuss von raeucherstaebchen kommen...ganz gratis!!! (Ist das eine Kakerlake da drueben?)
Ja, es gibt hier naemlich so nette Ureinwohner und wenn sie dann vor dir im Bus sitzen und ihr rauecherstaebchen irgendwo am koerper versteckt haben, dann ist da nix mit schlafen. (Jule, das ist keine Kakerlake!
Aber die hat so Fuehler!
Du bist schon so ein Fuehler!
Jaja ich sag nur schlangen und Spinnen...ist die da giftig guck mal...!!!)
Lenk nicht ab, wir sind gerade dabei, einen journalistisch hochwertigen bericht zu verfassen. Also nix gegen die ureinwohner, aber gegen Raeucherstaebchen. Also, in Brisbane angekommen, haben wir dann mal gesehen, was es heisst zu schwitzen wenn man mit 30 kg Gepaeck durch die halbe stadt rennt...
Aber zum Glueck hatten wir die Edward (^^) Street irgendwann im Blickfeld und da war auch unser Hostel nicht weit, in dem wir dann eiskalt upgegradet wurden, naemlich vom 10er Maedchenroom zum 6er Eckzimmer mit Balkon und gratis koreanerinnen, die sich gleich wie die Maden auf den Speck auf die 3 Steckdosen im Zimmer stuerzten...da hast du keine Chance!
Genauso wenig, wie du eine Chance hast, dich mit ihnen zu unterhalten da sie entweder voellig gebannt auf ein elektrisches geraet starren oder einen mordsakzent haben so dass man sich fragt, ob man das nur nicht verstanden hat oder sie versuchen uns koreanisch beizubringen. ich jedenfalls, hab dann um halb eins mal das licht ausgemacht- brauch man ja schliesslich eigentlich auch nicht, wenn zwei deutsche schlafen wollen und vier koreaner die neusten youtube-mangas austauschen...
Deine hat wenigstens nicht achterbahn auf deinem Bett gespielt und musste morgens unbedingt um 6.00 Uhr aufstehen, die wollten naemlich auch in den Lone Pine Koala Sanctuary Park genau wie wir, also suchen sich Jule und Jenni (nach einem rationierten Fruehstueck...ist uebrigens nicht das einzige essen, das wir rationieren!!!) eine Tuete Kekse aus dem Woolworth und den naechsten Bus, steigen hinter 2 qualmenden Rentnern ein und freuen sich auf kuschelige Kaengurus und Koalas...
Jenni wohl mehr auf die kaengurus und Jule mehr auf die Koalas, die deutschen rentner vor uns nur auf ein paar Eukalyptusblaetter zum rauchen. jedenfalls erreichten wir bald die auffangstation, waren erschrocken von den eintrittspreisen (vier tage nix mehr essen!) und freuten uns wie bolle als wir 4 dollar backpackerrabatt bekamen (zwei tage nix mehr essen!)...
Also schnappen wir uns unseren infozettel und teilen uns den Tag mit shows und Fuetterungen ein, von denen wir natuerlich die meisten nach sauberem Zeitmanagement verpassten, aber trotzdem noch zum Koalavortrag, zum Laureen...aehh...Lorifuettern und zur Cheap...aehhh...Sheepdogshow rannten (wo wir die ersten Minuten auf Grund Unpuenktlichkeit und schreiender Kinder verpassten), ABER wir haben uns eine Tasche gekauft...das ist wichtig! Da sind naemlich alle wichtigen australischen Tiere drauf..!
Was fuer ein Loch in unserer Kasse! ;) Nee, im Ernst, dafuer hatten wir kein geld mehr fuer die kaengurus. also fuer ihr futter. aber sie kamen auch so ganz gut und so haben wir sie halt mit nix gefuettert und gestreichelt. und den koalas wars sowieso egal obs was zu essen gibt. bis die vom baum sind, ist das futter verwelkt.
jaja die Koalas, wir waren bei den Rentern, den Junggesellen und den Junggesellinnen und alle haben sie ??? Richtig! Geschlafen! Aber da gibt es ja noch die 1-2 jaehrigen Koalas, die besonders verspielt sind und gerade in dieser Zeit ihre Persoenlichkeit entwickeln und die haben???/ Richtig ! Geschlafen...!
Auch der Wombat, der uns an eine Mischung aus Jason von den Blue Mountains und einem kastenbrot erinnerte, hatte es sich zur tagesaufgabe gemacht, einfach mal gar nichts zu tun. aber trotzdem war es ein richtig schoener tag und wir haben ein weilchen gebraucht um zu realisieren, dass diese tierchen jetzt wirklich vor uns sitzen. jule ist immernoch am realisieren...
Jaja die Jule wieder, aber halt du hast noch jemanden vergessen, den wir eigentlich sehen wollten, der aber nicht da war...na? Na? Der Schnabeligel...die Sau musste naemlich ausgerechnet jetzt ins Wombatgehege ziehen und sich in einem Baumstamm verkriechen.
Aber vielleicht sehen wir ja noch einen. oder auch nicht. das waere schade...
die restlichen tage verbrachten wir dann damit uns ueber die putzfrau zu aergern, zu "shoppen", mit feueralarm und der suche nach dem zoo, alles vergebens.
und dann, dann kam die wende, unser leid war zu ende....
(falls dieser eintrag etwas irre war/ist, dann sind das die nachwirkungen von dem organischen essen)

Oktober 15, 2009

Familienzusammenführung


Familienzusammenfuehrung in Brisbane...jetzt gehts zu den Schnabeltieren und zu den weissen Haien...

Oktober 10, 2009

Von Kuhs auf der Weide zu schnarchenden Mitbewohnern

Hallo ihr Lieben,
nun ist wieder eine kleine Weile vergangen, seit wir uns das letzte Mal gemeldet haben und wir haben wieder einiges zu erzaehlen.
Angefangen hat alles mit Bobs Geburtstag, Zils Bruder, der Anlass zu einer kleinen Familienfeier war. Also trudelte am Freitag, als Jule und ich gerade damit beschaeftigt waren, wiedermal Tines Muell den sie im Garten fabriziert hatte, wegzurauemen (Iz und Mouna wurden fuer das Wochenende zu einer Freundin von Liz nach Forster gebracht weil unseren Hostmums einfiel, dass sie im Moment gar nicht genug Platz fuer vier Wwoofer hatten), der erste Teil der Familie- Bob, ein netter, aufgeschlossener Mann in den Fuenfzigern der immer ein Witzchen auf den Lippen hatte und Zils siebenjaehriger Enkel BJ- ein. Fuer uns war es sowieso schon ungewohnt, neue Gesichter zu sehen aber als Bob uns nach unserer Arbeit mit einem huebsch angerichteten Mittagessen ueberraschte und uns bat, sitzen zu bleiben und uns bedienen zu lassen, entdeckten wir neue Seiten an der Familie. Waehrnd sich Bob und Liz auf den Weg zum Schrotthaendler machten, pflueckten Jule und ich den Orangenbaum leer, kochten Lemonbutter und beschaeftigten uns mit BJ, der, schuechtern wie er war, mit einem Pappkarton auf dem Kopf auf uns zugekrochen kam. Wir spielten "Sandsturm" mit ihm und heizten ihn in seinem Karton ganz schoen ein indem wir den Karton hin und her schleuderten. Zwischendurch versicherten wir uns immer wieder, dass es ihm gutginge (da unsere Maegen das sicher nicht mitgemacht haetten) aber er bestaetigte nur immer wieder: "I am a kid that never feels dizzy." Nach dem Abendessen- jetzt kommt der Part an dem ihr erraten muesst, was es gab und ich wette ihr habt die richtige Antwort auf Lager- erreichten auch Zils Eltern (bzw ihre Mutter und deren neuer Mann) die Farm. Wir wunderten uns ueber den lustigen Akzent des Mannes, der sich so gerne selbst reden hoerte und uns nicht wirklich zu Wort kommen liess, bis er uns schliessliche eroeffnete, dass er Oesterreicher sei. Einerseits erfreute es uns natuerlich, nun jemanden zu haben, mit dem wir auch in unserer Muttersprache kommunizieren konnten, andererseits wuerden bissige Bemerkungen unsererseits nun nicht mehr unbeobachten bleiben. Wir mussten also auf der Hut sein.
Am naechsten Morgen (Sa) erwartete uns wohl eines der tollsten Erlebnisse in unserem Leben. Zil hatte uns im Vorfeld von Bobs Geburtstagsgeschenk erzaehlt- einer Whalewatchingtour- und sich bei uns erkundigt, ob wir fuer einen besonderen Preis den sie aushandeln wuerde, Interesse haetten, mitzukommen. Natuerlich hatten wir sofort zugestimmt und nun war es endlich soweit. Die gesamte Familie packte sich in regenfeste Sachen (denn das Wetter schien uns nicht bei unserem Plan unterstuetzen zu wollen) und fuellte die Taschen mit Digicams. Wir machten uns mit Zils Auto auf den Weg nach Forster, da wir zunaechst Iz und Mouna von dort abholen wollten (einerseits weil sie an der Tour teilnehmen wollten, andererseits weil in der Familie, in der sie untergebracht gewesen waren, etwas vorgefallen war, so dass sie nun eine neue Bleibe brauchten). Am Hafen von Forster trafen wir dann wieder auf den Rest der Familie, mit Ausnahme des Oesterreichers, der ein Essen fuer den Abend vorbereitete. Dann ging es los- sowohl unsere Tour als auch der Starkregen. Das Boot schaukelte aus Forster heraus, vorbei an Tuncurry ueber den Wallis Lake und schliesslich aufs Meer hinaus. Wir genossen den Wind, der uns wie wild um die Ohren pfiff und waren ueberrascht von der Kraft mit der er uns oefter von den Beinen riss. Schliesslich ertoente der erste Schrei und alle liefen hinaus um einen besseren Blick zu haben. "Delphine..." hiess es ueberall und wir hatten sie erneut nicht gesehn. Dann aber kam auch unsere Stunde. Zunaechst durften wir eine Walmutter mit ihrem Jungen beobachten, die uns auch ab und zu mit einem galanten Sprung ihren Koerper praesentierte. Im Regen, versuchten wir hilflos das, was sich dort vor unseren Augen abspielte, mit der Digicam festzuhalten und gleichzeitig waren wir total gebannt und konnten gar nicht wegschauen. Doch es kam noch besser. Ploetzlich gesellten sich ungefaehr zwanzig Delfine zu unserem Boot, machten Spruenge und schienen uns als Spielkameraden anzusehn. Das war wohl ein Moment, en wir nie wieder vergessen werden weil uns diese froehlichen, verspielten Tiere total in ihren Bann zogen. Auch auf der Rueckfahrt beobachteten wir noch ein paar Delfine an der Meerjungfrauengrotte bevor wir das Boot wieder verlassen und Iz und Mouna bei einer aelteren Dame in Forster absetzen mussten. Als wir wieder auf der Farm angekommen waren, machten sich Jule und ich daran, Erde umzuschippen, als uns ein ersehnter Besuch empfang. Daniel, Zils Sohn war aus der Naehe von Sydney gekommen und hatte Benni mitgebracht. Wir hatten uns viel zu erzaehlen und ausserdem war uns eine helfende Hand willkommen. Am Abend nahm uns Daniel mit nach Forster, waehrend der Rest der Familie ein Konzert besuchte. In einem Freizeitclub spielten wir Billiard, erzaehlten und genossen unseren ersten abendlichen Ausgang.
Am naechsten Tag erwartete uns wieder die Arbeit, genau genommen Tines Zeug. Wir sollten nun das Zimmer, in dem wir wohnten leer raeumen und all den vorhandenen Kram sortieren und saeubern. Nachdem wir vier Schraenke entleert und in ihr Haus getragen hatten, war unser Arbeitstag nach fuenf Stunden beendet und wir freuten uns auf den Abend, der Bobs Geburtstag gewidmet war. Eine Tafel erwartete uns, gedeckt mit Salatschuesselchen und Weinglaesern. Zur Vorspeise wurde uns Salat mit Meeresfruechten serviert, die Hauptspeise waren selbstgemachte Knoedel (jaaa, wir haben reingehauen), Rotkohl und Wildbraten- fast wie zu Hause ;) Die Nachspeise machte alles perfekt- Schwarzwaelderkirschtorte. Danach wurde noch viel gelacht und geredet und wir genossen es, einen kleinen Einblick in das Familienleben zu bekommen. Spaet in der Nacht rollten wir uns mit vollen Baeuchen ins Bett.
Am Montag stand der Tag der Abreise an. Waehrend Iz und Bob schon frueh aufbrachen, verabschiedeten sich Daniel und der Oesterreicher am Nachmittag, als wir schon wieder dabei waren, Baeume zu mulchen und den Garten herzurichten. In weitaus kleinerer Runde beendeten wir dann den Tag mit "Godsend"- jaa Lori, Zagery laesst gruessen!- und machten uns muede auf ins Bett.
Am naechten Tag verabschiedete sich dann auch Mouna und machte sich auf zu der Dame in Fraser Island, der wir eventuell auch noch einen Besuch abstatten werden. Gut, dachten wir uns, jetzt sind wir wieder mit Tine, Zil und Collin alleine. Aber ob das so richtig gut war, wussten wir nicht. Jedenfalls kuemmerten wir uns um die Mangobaeume und gaben ihnen Duenger auf dass die Mangos gut wachsen ;) BJ unterstuetzte uns dabei weil er sich wahrscheinlich sonst zu Tode gelangweilt haette. Anschliessend spielten wir mit ihm mit Styropor, taeuschten erneut einen Sturm vor waehrend er sich in die Kisten hockte, benutzten den Rest Styropor als Schwerter und bemuehten uns, die Unordnung, die wir hinterlassen hatten, zu beseitigen.
Unser letzter Arbeitstag war erneut dem Duengen gewidmet und so pflegten wir die letzten Baueme und genossen die Sonne, die uns nun auch Tschuess zu sagen schien. Etwas melancholisch, da die Zeit doch insgesamt schoen gewesen war, setzten wir uns mit einem Vanillepudding auf die Wiese, beobachteten die "Kuhs" (ja, mein Deutsch war auch mal besser) und gingen alles, was wir so auf der Possum Ridge erlbet hatten, nocheinmal mit Benni durch.
An unserem letzten Tag genossen wir unser letztes Fruehstueck mit vielen Orangen, Muesli und selbst gebackenem Brot mit Kuemmel. Danach machten wir uns etwas verspaetet auf zum Bahnhof und verabschiedeten uns von Zil, die ziemlich geruehrt war (Tine hatte sich gar nicht von uns verabschiedet.) und uebberreichten ihr unser Abschiedsgeschenk.
Dann stiegen wir in den Countrylinkzug und waren gespannt, was uns in Byron Bay so erwarten wuerde. Inzwischen sind wir also nach einer wunderschoenen, idyllischen Zugstrecke vorbei an gruenen Wiesen, Straenden und Bananenplantagen (unsere Mitfahrer waren allerdings weniger idyllisch: neben uns Punks und hinter uns ein Typ der uns die ganze Zeit vollgeruelpst hat) in Byron Bay angekommen. Aber so richtig Zeit zum relaxen hatten wir noch nicht. Erstmal waren wir wieder fleissig und haben uns um unsere naechste Woche gekuemmert, in der wir mit dem Bus nach Brisbane fahren werden und dort unsere lieben Besucher aus Deutschland (und die naechsten Werderinfos ;)) erwarten. Fliegt bloss schnell, wir freuen uns voll auf euch :) Nun wollen wir uns fuer unseren letzten Tag hier in Byron ein wenig Entspannung goennen und uns an den Strand packen und zum Cape Byron wandern...mal sehen, ob das Wetter mitspielt denn im Moment ziehen dunkle Wolken auf- man kann ja nicht immer Glueck haben ;)
Wir hoffen, dass es euch allen gut geht und freuen uns weiter ueber Kommentare ;)
Alles Liebe, die Jenni und die Jule