Januar 22, 2010

Wwoofen bei Penny und Hilary..oder...Arbeiten im Paradies

Ja, einer unserer naechsten tage war also dem besuch der schokoladenfabrik gewidmet. wir entschieden uns dorthin zu laufen und machten uns auf den weg bis wir schliesslich das zeichen "haigh's chocolate" an einer wand blitzen sahen. wir traten ein und nachdem wir die dinge im schokoshop sehnsuechtig beobachtetet hatten (wobei man sagen muss dass wir uns einen guten trick zum baendigen unserer kaufsucht ausgedacht hatten. wir assen vorher so viele billige colescookies das uns beim anblick der schokolade schon fast schlecht wurde ;)), nahmen wir an der kostenlosen (!!) fuehrung teil. diese begann natuerlich mit einer verkostung und da langten wir dann natuerlich doch zu. wahrend wir noch feststellten, dass die schoki auch nicht gross anders schmeckte als aldikalenderschokolade (und dabei soll der gute herr haigh doch bei herrn lindt gelernt haben, da hat er wohl nicht richtig aufgepasst), fuehrte uns die dame, die uns an eine strenge erdkundelehrerin erinnerte, in der fabrik herum und gab uns einen einblick in die produktion der verschiedensten koestlichkeiten und der osterkollektion (im supermarkt gehts hier uebrigens auch schon los mit den ostersachen).



zum abschluss der fuehrung gabs dann noch schokolierte rosinen und damit im schlepptau machten wir uns wieder auf den rueckweg nach adelaide. den rest des tages verbrachten wir natuerlich wieder an unserem adelaider lieblingsort, dem hiesigen mcdonalds auch wenn das mehr auf die klimaanlage und die bequemen sitzmoeglichkeiten als auf das essen zurueckzufuehren war.
unseren letzten tag in adelaide, nachdem es ja dann doch endlich mit der wwoofstelle geklappt hatte, verbrachten wir natuerlich mit der organisation des busses und zuges nach woodend und mit einem museumsbesuch. wir liessen uns ebenfalls kostenlos durch das museum suedaustraliens, das zweitgroesste in australien, fuehren und blieben natuerlich an der aegyptischen (jule) und aboriginen (jenni) abteilung haengen. unsere letzten stunden widmeten wir, einfach der tradition halber, wieder dem mcdonalds bevor wir uns unsere sachen schnappten und zum bus liefen. das war vielleicht ein ritt. mit unseren gefuehlten 50 kilo auf dem ruecken gings durch halb adelaide und da jule ihren schlafsack verloren hatte, gleich nochmal zurueck. gleucklicherweise fand jule den schlafsack aber im hostel. dann warteten wir auf unsere eincheckzeit und waren aufgrund unseres uebergepaecks (normalerweise achtet ja da mit unseren kleinen tricks kein busfahrer drauf) denn die dame am schalter schien ein bisschen pingelig zu sein. also checkten wir erstmal ohne gepaeck ein und schlichen und danach mit gepaeck an ihr vorbei ;) anscheinend schien sie das nicht gemerkt zu haben denn wir bekamen auch noch (nachdem wir ein maedel aus dem hostel in kuranda, wo ich gearbeitet habe, getroffen hatten) die besten plaetze im doppeldeckerbus oben mit panoramablick- hehe :) die meiste zeit schliefen wir allerdings oder widmeten unsere aufmerksamkeit paulchen panther 2. am morgen erreichte der bus melbourne und wir bekamen einen ersten, schoenen blick auf die stadt in der wir aufgrund der teuren hostelpreise wohl nicht lange verweilen werden. ersteinmal hiess es fuer uns aber aussteigen und in den zug nach woodend wechseln da dieser uns zu unserer farm bringen wuerde. mhh, wie findet man aber an einem eiskalten bahnhof seinen zug wenn man weder eine endstation noch eine zugnummer oder aehnliches auf dem ticket hat? wir gaben uns mit der zeit 8.35 auf dem ticket zufrieden und hofften einfach mal, dass um diese zeit kein anderer zug fahren wuerde. frierend und eingemummelt in unsere schlafsaecke (alles andere was ueberhaupt an waermenden klamotten vorhanden war, lag ganz unten im rucksack) sassen wir zweieinhalb stunden auf dem bahnhof, zu todmuede um den mitleidig laechelnden leuten ein laecheln zu schenken. dann endlich kam der zug, natuerlich auch erst fuenf minuten vor abfahrt und wir stiegen ein und beobachteten einen vater der sich weinend von seinen kindern verabschiedete und potenzielle, baertige terroristen. ich habe glaub ich noch nie so stark mit mir selbst kaempfen muessen um nicht einzuschlafen (vielleicht weil es mir sonst egal ist ob ich einschlafe oder nicht) aber schliesslich wollten wir die haltestelle ja nicht verpassen. dort angekommen, also an einem verlassenen bahnhof mit einem bahnangestellten der sich auch ein bisschen langweilte, setzten wir uns auf eine bank und warteten. wir wollten penny nicht gleich anrufen da wir ihr versichert hatten, dass es kein problem waere, ein wenig zu warten und das einfach als unhoeflich empfanden, sie nun zu draengen. wahrscheinlich wuerde sie sowieso gleich hier sein. das war um halb zehn. es wurde halb elf (doch anrufen?-nein.), halb zwoelf (nee, bissel warten wir noch), halb eins (Jule: "lass mal dein pumpernickel essen."), halb zwei (wir schrieben ihr zumindest eine sms dass wir nun da waren), halb drei. auf einmal ein ganz erschrockener anruf. penny hatte uns erst am mittwoch erwartet (von mittwoch war doch nie die rede gewesen?!) und wuerde ihren sohn losschicken um uns abzuholen. dieser kam zehn minuten spaeter in form eines ca. 55-60 jaehrigen mannes und stellte sich als hilary vor. wir mussten ein wenig in uns hineingrinsen denn eigentlich hatten wir bei "hilary und penny" schwestern erwartet. und eine weitere frage lag uns auf den lippen: "wenn das der sohn war, wie alt war dann die mutter?"- das fragten wir natuerlich nicht denn hilary kam uns ohnehin etwas brummig vor. wir fuhren ein paar kilometer und dann einen huegel hinauf. uns erwartete ein riesiges, fast im zirkel gebautes haus mit einem riesigen garten, genaugenommen mehreren riesigen gaerten. und penny. sofort als wir penny sahen, wussten wir, dass wir wohl etwas falsch verstanden hatten denn uns laechelte eine frau ungefaehr mitte fuenfzig mit kurzen strubbeligen haaren und brille an. ihr tat das missverstaendnis total leid denn sie hatte uns wohl auf die mailbox gesprochen (und das hatte anscheinend nicht funktioniert). aber wenn wir schon mal da seien, dann sei es doch auch gut. sie bat uns, ersteinmal etwas zu essen und nachdem sie uns das haus gezeigt hatte (schoene kueche, ein dvdzimmer; einen gemuetlichen ess- und wohnraum mit grossem holztisch; einige arbeitszimmer davon eines mit internetzugang fuer uns und unser wunderschoenes zimmer mit doppelbett, wunderschoenem ausblick auf das tal und eigenem badezimmer- ach ja, kein vergleich zu den vorherigen loechern) uns ein wenig von der reise auszuruhen. zum abendessen bereiteten wir pasta vor und so gab es einen lustigen nudelgemueseauflauf (der beiweis fuer uns dass vegetarier nicht nur durchgedrehte gemuesesuppe essen wie bei liz) in unserer gemuetlichen viererrunde. da lernten wir dann auch hilary besser kennen yund schaetzen. er hat einen total lustigen humor und wenn penny etwas sagt ist er immer am grinsen und man weiss eigentlich, dass gleich wieder eine lustige bemerkung kommt. wir erzaehlten ein wenig von uns und erfuhren ein wenig von ihnen u.a. dass sie drei erwachsene toechter haben, die das haus bereits verlassen haben; dass sie haus und garten vor ungefaehr fuenf jahren angefangen haben anzulegen; dass penny aerztin war und hilary irgendetwas in richtung wirtschaft macht und dass die beiden sehr engagiert in der hiesigen gemeinde sind (zusaetzliche infos von meinem papa, ich weiss auch nicht, wie er das rausgekriegt hat, penny ist wohl praesidentin in einem umweltverein gewesen und hilary schatzmeister ist ;)).
Tja, wie beschreibt man unsere zeit hier am besten? wahrscheinlich mit einem typischen tagesablauf. aalllssoo...wir stehen ueblicherweise um 7.00 uhr auf, das heisst, um fuenf vor sieben klingeln unsere wecker und werden beide auf den snoozezustand gestellt. sie klingeln dann immer wieder froehlich weiter bis wir uns um 7.15 aus dem bett quaelen. normalerweise ist es ziemlich kalt ausserhalb des schlafsacks was die sache erschwert. da wir abends duschen, brauchen wir morgens nicht wirklich lange zum fertig machen (wozu auch?) und gehen dann mit den anderen zusammen zusammen fruehstuecken (inzwischen sind wir ja vier deutsche maedels und ein amerikaner namens matt). dann gehts um 8.00 uhr an die arbeit und das kann viel bedeuten. in den ersten tagen haben wir uns eher der gartenarbeit gewidmet, unkraut gezupft, planzen gesaeht oder umgepflanzt, rosen beschnitten usw...inzwischen haben wir uns bis zum haus durchgearbeitet und schleifen holzbalken ab und streichen diese. um ca. 10.30 gibts dann den morningtea. wir sitzen also in gemuetlicher runde am tisch und jeder erzaehlt ein bisschen was von seiner arbeit oder hilary verkuendet uns, wie das wetter in den naechsten tagen wird. dazu gibts heisse getraenke zum aufwaermen und selbstgemachte kekse, kuchen..whatever...dann gehts nochmal ein paar stunden an die arbeit bis zum lunch. das bereitet entweder penny oder eben wir zu und meistens gibts die reste vom abendbrot die mit pennys selbstgebackenem brot gereicht werden. joah und dann ist entweder noch ein wenig arbeit oder eben freizeit angesagt, wobei die arbeit nach dem mittag dann auch eher aus "mal ein bisschen saubermachen", kuchen backen oder dessert oder abendbrot machen besteht. abends sitzen wir dann nach dem abendessen immer noch gemuetlich zusammen, spielen etwas, erzaehlen oder gucken dvd (wenn die maenner nicht gerade den tv mit tennis besetzen).


also ihr merkt, es ist kein vergleich zu unseren bisherigen farmen da wir wirklich verwoehnt werden und unsere arbeit auch anerkannt wird. so wies aussieht, ist penny auch ganz zufrieden mit unserer arbeit denn am freitag hat sie uns mit einem freien tag belohnt. aber das dazu das naechste mal mehr....

(to be continued)

Januar 19, 2010

Wie sollen die blinden das denn finden...

Hier noch nachtraeglich ein Zitat von Tessy, als sie im Aborigine Cultural Centre ein Kaestchen mit Blindenschrift an der wand entdeckte...hihi!
Nun ist meine Wenigkeit mal wieder an der Reihe euch mit knallharten Fakten ueber unser Leben auf dem suessen kontinent Australiens zu berichten..
Allerdings muss ich noch eine Aenderung einbringen: meine liebe Jenni, ich will nur noch mal betonen, dass es hier (in der Naehe von Melbourne) sch***kalt ist und ich KEINEN PULLI MEHR habe und auch keine Kapuzenjacke, geschwiege denn eine lange Hose...da hoert man schon mal auf seine bessere Reisehaelfte und als Dank dafuer muss man sich den A**** abfrieren...nein nein es war nur gut gemeint und dank Jenni muss ich jetzt wahrscheinlich einmal weniger zum Chiropraktiker! Danke Jennimaus!
Also wo waren wir ...ach ja...auf dem Weg nach Coober Pedy...als wir an dem Morgen in unserem Zimmer erwachten, (wir hatten mit den oesterreichischen Maedels und Lea- eine nette Schweitzerin, die mit uns auf die Coober Pedy Tour gehen sollte, schon eine Duschreihenfolge festgelegt, Tessy wollte uns lediglich zum Fruehstueck joinen und uns mit einem Taschentuch winken :) und die 2 Asiaten in unserem Zimmer waren ja sowieso DAS Highlight, weil zwischen uns und dem Maedel der beiden ein staendiger Sprint zum Lichtschalter morgens erfolgte...die wollte doch tatsaechlich an dem Tag, an dem wir uns von jesus erholen wollten morgens um 6.30 das Licht anmachen, um sich das gesicht einzucremen, ist die denn mal (a la tete)- einfach meschugge????)..regnete es in Stroemen und wir beteten, dass der Busguide wenigstens bis vor die Tuer fahren wuerde, damit wir nicht schwimmen mussten...Ausserdem hatten wir die freudige Aussicht, dass Sven (der Klugscheisser) doch nicht mit auf unsere Tour sollte, sonder mit Kira mitfuhr, die freute sich schon :)!
Aber irgendwie war der Himmel anderweitig beschaeftigt (naemlich mit regnen), sodass er unsere Gebete nicht erhoerte und Gus (unser begeisterter Tourguide) im Regen vor dem Tor parkte und zum Hostel lief...
Also schwimmen! Wir sprangen in einen Jeep ( schmissen unsere Rucksaecke in einen Anhaenger), in dem sich schon 2 Schweitzer, 1 Koreaner, eine Hollenderin und eine Franzosin befanden und quetschen uns teifend nass in die sich gegenueber liegenden Reihen...
Unser Tourguide drehte sich um und er sah aus, als haette er den schoensten Tag in seinem Leben vor sich, er freute asich wie ein Kind ueber den Regen...merkwuerdig! Wir hielten auch an mehreren Bruecken an, um uns Fluesse anzugucken, die seit 8 Jahren nicht mehr Wasser gefuehrt hatten, wie Gus freudig im wasser rumhopsend -wie Rumpelstilchen- berichtete! Er machte Photos und es fehlte nicht mehr viel und er waree weggeschwommen...
Wir setzten unsere Fahrt vor und unterhielten uns mit den Mitreisenden (die Hollaenderin und die Schweitzer hatten gerade eine 10taegige Outbacktour mit Gus hinter sich) und der Rest der Zeit bestand (es war ja seeeeghhhhrrrrrrr frueehh!!!) aus Musik koeren, apathisch aus dem Fenster starrend, Sonnenaufgang photographieren und ab und zu mit offenem Mund auf irgendeine fremde Schulter zu sinken und zu schnarchen...keine Angst, das machte jeder einmal durch!!!=P
Wir hielten zwischendurch an verschiedenen Roadhaeusern und jenni und ich, wir weigerten uns irgendwas zu kaufen, wir waren durch unsere Zeit im Roadhouse wohl sehr geschaedigt...
Es wurde waermer und waermer und sehr bequem war es auch nicht...jaja schwitzen macht Spass, fuer alle die es nicht wissen sollten, besonders auf einer 8stuendigen Tour durch das "NICHTS", in einem engem Jeep ohne Klimaanlage und ...Koerperkontakt...brrr!
Gus Laune konte jedoch kein Waesserchen trueben und so sang er ab und zu laut mit bei irgendwelchen i-pod (jeder musste mal Musik rausruecken, ich auch, was bei mir Stress ausloeste, weil ich keine Musiklisten habe, sondern lediglich einen bunten Mix aus Hoerspielen, Musik udn Soundtracks...) Songs mit ...und freute sich seines Lebens...
kurz bevor wir in Coober pedy ankamen, zeigte uns Gus noch den "Dingo Fence", der Kilometerweit durch die Wueste verlief und laut ihm 3 mal so lang war wie die grosse chinesische Mauer...
Wir waren in diesem Minuten ueber 40 Grad und der knallenden Sonne asgesetzt und "starben " quasi ein bisschen vor uns hin...man ich moecht kein Kaktus sein!!!!
In Coober Pedy zeigte uns Gus unsere Behausung...ein haus in der Wand...wahnsinn!! UNd kuehl! Kueche, huebsches Bad und verschiedene Zimmer...sehr beindruckend!
Im grossen sieht Coober Pedy aus wie eine Ansammlung von Sandmaulwurfshaufen...alten Geraeten, ein paar oberirdischen Dingen wie Restaurants, tankstelle etc., aber es war nicht sooooobeeindruckend wie wir uns das vorgestellt hatten...
Nja ab in die Opal mines zu unserer Fuehrung...zuerst trafen wir Kira...jaja..die Touren fahren doch alle an die gleichen Plateze und sahen dann eien 18minuetigen Film ueber die Geschichte des Opals. Nach diesem bekamen wir (von einer deutschen Backpackerin) eine Fuehrung durch die Minen (mit Wohnhaus unter der Erde, Demonstration wie ein Opal geschliffen wird, wo er herkommt, was er wert ist...ein bisschen was ueber die Minengeschichten...sehr interessant..sie wird das noch fuer 3 monate tun...)...und wurden im Endeffekt in den Shop gefuehrt, wo sich alle wie verrueckt auf die Opalauslagen stuerzten (die wohlgemerkt nichts fuer den klammen Backpackergeldbeutel sind...)!
Am Abend ginge wir noch alle zusammen Pizza essen(Jenni und ich hatten ein Wagenrad von Pizza und teilten uns die und kamen billiger als die anderen die ene kline genommen hatten..ha!!!) und danach in eine unterirdische Bar...in der die Jugend Coober Pedys rumhing...es ging also quasi "die Post ab"...raeuspe, raeusper! Aber alles i allem sehr schoen anzusehen...nun stand uns eine Nacht in den Hoehlen und wie wir festestellten wuerde es eine Kakerlakenreiche Nacht...zu meinem Missvergnuegen!!!
Am naechsten Morgen ging es in aller frischen Fruehe weiter und die (noch laengere Fahrt) enthielt ungefaehr die gleichen Highlights wie die letzte...schlafen, aussteigen, schwitzen, trinken, Musik hoeren..sich freuen, weil Gus wieder guter Laune war und sich freute!
Schliesslich hielten wir in Port Augusta, wo zum Mittagessen gelaeutet und schwimmen gegangen (irgendwer sollte den Australiern mal sagen, das man ERST schwimmt und DANN isst...ds hat man denen irgendwie nicht begebracht!) wurde...
Nach ueber 10 Stunden Fahrt wurden wir auf Adelaide losgelassen, wo wir (fuer die Adelaider muessen wir ausgesehen haben wie 2 Mulis...hihi!) unser Hostel suchten, das wieder mal ueber einen (etwas helleren) Spielhoelle lag (das ist kein gutes Zeichen...siehe tully!) ! Wir stellten mit Begeisterung fest, dass in unsrem 14er mixed room (wir hatten 12er gebucht!) mit Kamin...keine KLIMAANLAGE existierte!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Bei schlappen 43 Grad Celsius!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!1
Es gab nur einen Kuehlschrank (und der war nicht kalt!) und als wi runs wenigstens kalt duschen wollten, fiel uns eine Duschtuer entgegen (wer in London im Zentrum schon malein Zimmer gemietet hat weiss wie solchen Duschmoeglichkeiten aussehen!)...und mein Wasser war kochend heisss....Jenni hatte dann Glueck und so kamen wir zumindest zu irgendeiner Abkuehlung!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Dann ging jenni telefonieren und ich versuchte im abkuehlenden wie ausgestorben wirkenden Adelaide eine nuetzliche Dinge zu entdecken...
Adelaide ist eine Mischung aus britischem Baustil und New Yorker Chic...wobei allerdings einiger Haeuser vergessen wurden und diese langsam verfielen...ebenso gab es Ecken da meinte man sich in berlin Kreuzberg (ohne tuerkisch Bevoelkerung) wiedrzufinden...es gab keine Backpackerbueros, einen Woolworth, einen Coles...oh ich habe immerhin Chinatown entdeckt und das Adelaide City Council, das uns vom Lonely Planet durch seinen kostenlosen i-net Zugang empfohlen wurde...nja...wir sollten sehen, was Adelaide sonst noch so zu bieten hatte!
Am naechsten Tag gingen wir es erkunden und stellten fest, dass der Woolworth bis Ende 2010 geschlossen hatte, das Adelaide City Council i-net nur fuer eine Stunde mit Reservierung fuer und bereit hielt und Adelaide ansonsten nicht sehr backpacker freundlich war...ausserdem hing noch die Weihnachtsdeko...seltsames Staedtchen!
Naja wir machten us jedenfalls aauf Jobsuche...aber wir sollten die Nadel im heuhaufen suchen..wir suchten im i-net, in den Zeitungen, in der Stadt, riefen endlos viele Roadhaeuser an...nichts...niente, rien...nischt quasi! Wir waren etwas verzweifelt...da es immer noch warm war, nutzen wir eine Chance zu escapen...wir trauten uns in den dem Hostel gegeueber liegenden McDonalds...huihuiui!
Wir hatten auch sehr lustige Gestalten in unsrem Hostel wie einen merkwuerdig guckenden Chinesen, der uns etwas Angst machte, wenn er morgens so was wie meditierend auf seinem Bett lag und uns beobachtete...Anthony Kiedis(keine Ahnung wie man den schreibt, jedenfalls der Saenger der red Hot Chili Peppers) + Schwester oder Freundin, wir ware uns da nicht so sicher, ein franzoesiches Paerchen, ein Spanier und staendig wechselnde Jungsgruppen!
Nja von unsere, Jobmisserfolg etwas demotiviert beschlossen wir uns am Mittwoch den kostenlosen Fahrradverleichservice zu nutzen und zum Port Adelaide zu fahren, das wurde durch 2 Dinge erschwert: 1. durch eine rau, die fast eine geschlagene Viertelstunde brauchte, um sich ein Fahrrad zu finden und dabei eins in beschlag nahm, das wir gerne nehmen wollten, als das geschafft war...war die Frage: Wo sind die Super Fahrradwege, die so hoch gepriesen wurden? Wir fanden ein paar ueberreste, mussten jedoch den meisten Weg (klein Julche war mal wiedr so klug und htte ihr Fahrrad nicht hochgenug gestellt und bei gegenwind ein kleidchen an...aber aus Fehlern lernt man...) am Highway und an Baustellen zuruecklegen...wir hofften, dass sich das wenigstens lohnen wuerde...aber als wir nach 1 1/2 Stunden in Port Adelaide ankamem, war da nichts ausser einem Leuchtturm...und ein paar Quallen und es liess sich auch nichts spannenderes finden, so sehr wir auch suchten!
Also zurueck...ich hatte zum ersten Mal Sonnenbrand (nich schlimm) auf den Arminnenseiten...
Allerdings fanden wir dafuer noch einen schoenen Park am Fluss ...
Da das mit den jobs nicht geklappt hatte, versuchten wir (im McDoof sitzen und 50 Cent Eis schleckend) es mit wwwoofen, aber erschreckenderweise stellte sich auch diese Suche als relativ komplizert heraus...nach ein paar Zusagen und darauf folgenden Absagen und Depressionen und noch mehr Eis, bekamen wir schliesslich eine Zusage aus der Naehe von melbourne, was waren wir gluecklich...
Also Bus organsisieren, Zug organsieren etc....ud ein Highlight hatten wir ja noch DIE SCHOKOLADENFABRIK...aber dazu spaeter..

Januar 18, 2010

"Unser Freund Uluru" oder "Wie Jesus uns ueber die Berge fuehrte"

So ihr Lieben, nun ist die zeit mal wieder ran um euch ein bisschen auf dem laufenden zu halten was unsere erlebnisse hier in down under angeht. wir haben uns ja nun eine ganze weile nicht mehr gemeldet und so haben wir ordentlich was aufzuholen.
es waren einmal zwei kleine maedchen die sich aus dem schoenen aber an diesem tag sehr verregneten cairns auf den weg in ein fernes land machten...oder besser: Jule und ich setzten uns, gespannt auf das was kommen wuerde in den greyhoundbus und fieberten der zweitaegigen fahrt nach alice springs entgegen. alle hatten sie uns gewarnt: "fahrt nicht im dezember bis februar nach alice springs. es ist so warm da, das haelt keiner aus. und die ganzen fliegen erst!" doch wir meinten es besser zu wissen (oder zumindest hatten wir keine andere wahl als jetzt zu fahren) und sollten recht behalten. nach zwei tagen busfahrt mit unserem freund nervi und seiner freundin (ein paerchen die uns ueber die gesamte busfahrt verfolgt hatte und meinten, dass es besonders lustig sei wenn man im bus sowieso schon nicht schlafen kann, die vorderen sitze so weit runter zu stellen dass der hintermann kaum noch platz hat um einzuatmen), viermal umsteigen und vielen filmen ohne die wir die busfahrt wohl kaum ueberstanden haetten, kamen wir am 5.1. in alice springs an. es ist schon merkwuerdig, wenn man nach so einer langen fahrt vorbei an bueschen, raren roadhaeusern, erde, bueschen, erde und nochmal bueschen dann ploetzlich wieder so viele menschen auf einem haufen sieht und sogar wieder handyempfang hat. mit anderen worten gesagt: alice springs, die ganz normale stadt nur eben mitten in der wueste. wir wurden bis zum hostel gefahren und verbrachten den angebrochenen tag mit kira, einem maedel, dass wir auf der fahrt kennengelernt hatten. wir klapperten die stadt ab und stellten fest, dass ausser der einkaufsmeile in der sich wohl alle touristen sammelten und die aborigines ihre malereien, instrumente etc. verkauften und vielen boese dreinschauenden aborigines in alice nicht viel anzugucken war. also packten wir unsere sachen fuer die naechsten tage und jule (ja, das muss an dieser stelle mal festgehalten werden!!!) nahm all ihren mut zusammen und entsorgte all ihre dicken sachen um ein wenig platz in ihrem rucksack zu schaffen und vor allem um nicht immer zwei leute in anspruch zu nehmen um den rucksack aufzusetzen. leider fehlte mir, ja ich befinde mich in der gleichen situation, dieser mut bisher aber vielleicht kriege ich ja auch irgendwann diesen "rappel" (fuer alle die diese redewendung nicht kennen, jule sprang wild im zimmer rum weil sie unbedingt etwas wegschmeissen wollte ;)). am naechsten morgen mussten wir dann frueh raus und so fruehstueckten wir schnell und warteten im hostel auf unseren tourguide. dieser kam dann auch in form eines etwas ungepflegt wirkenden, muffligen, schwarzhaarigen Mannes. wir stiegen in den bus und freundeten uns gleich mit einer gleichgesinnten, tessy aus braunschweig, an. dann ging es auf langer fahrt in richtung kings canyon. dort angekommen fuellten wir unsere wasserflaschen auf, statteten uns mit proviant, sonnencreme (es waren ungefaehr 35 grad und leicht bewoelkt) und sonnenhut aus und machten uns auf die wanderung. unser guide jason, der warum auch immer auf einmal den spitznamen jesus hatte, stellte sich dabei nicht wirklich als ausgebildeter guide aus. er erklaerte weder etwas, noch ging er irgendwie auf leute ein oder interessierte sich fuer die gruppe. nur an der schweizerin pippi (name geaendert, sah aber so aus) die mit ihren 35 jahren wohl immernoch in der pubertaet steckte, schien er irgendwie interesse zu haben. jedenfalls waren wir uns mit tessy schnell einig, jemand hatte unseren guide entfuehrt und stattdessen den hausmeister af uns losgelassen.
nach einer wanderung am kings canyon waren wir zwar von diesem sehr beeindruckt aber auch nicht schlauer als vorher. wir fuhren, nachdem uns jesus, der uebrigens auf jegliche feste nachrung verzichtete und sich nur von kaffee, zigaretten und energydrinks ernaehrte, ein paar kekse angeboten hatte, fuhren wir noch ein stueckchen und bauten dann mitten im busch unser camp auf.
genaugenommen zuendeten wir ein feuer an und verteilten unsere swags (ausklappbarer schlafsack der eine matratze enthaelt) um die feuerstelle. waehrend jule, tessy und ich uns mit eiswuerfeln aus dem bierkuehler erfrischten, kochte uns jesus ein eigentlich leckeres essen, waere er nicht mit dem chilli in der hand neben der pfanne ausgerutscht. wir pusteten ganz schoen beim essen, hatten aber unseren spass- wie eigentlich die ganzen drei tage lang, was wir sicher jesus (also weil man sich so gut ueber ihn lustig machen konnte) aber am meisten tessy zu verdanken haben (falls du das liest, wir vermissen dich). nach einer lustigen runde am feuer udn einer demonstration der benutzungs des swags durch jesus (da hatte er gerade mal seine sozialen minuten) machten wir drei maedels uns auf die suche nach einem geeigneten schlafplatz. dieser sollte folgende kriterien erfuellen:
1) nicht zu dicht am feuer aufgrund der hitze und eventuellem ascheflug
2) nicht zu weit weg vom feuer und damit von der gruppe aufgrund der fehlenden hilfe bei eventuell einsetzenden, nicht vorhersehbaren ereignissen
3) nicht zu dicht am auto aufgrund der gefahr uebersehen und eventuell getreten oder sogar angepullert zu werden
4) nicht zu dicht an baeumen aufgrund erhoehter kriechtiergefahr
5) nicht zu dicht an dem plumsklo aufgrund gestankes
6) nicht zu weit von der toilette aufgrund siehe 2)



nach einigen diskussionen und abwaegen fanden wir den perfekten platz und liessen uns dort nachdem wir mit dem wasser aus dem kanister im bus die zaehne geputzt und uns jeweils hinter einer decke welche die beiden anderen hielten, angezogen hatten, rollten wir unsere swags fachgerecht aus, plauderten ein wenig, beobachteten die spaerlich vorhandenen sterne und schliefen schliesslich ein. in der nacht weckten wir uns manchmal selbst indem wir uns vor unseren eigenen haaren erschreckten die uns kitzelten und hinter denen wir ein tier vermuteten. am morgen weckte ich dann wohl fast die halbe gruppe mit meinem wecker den ich vergessen hatte auszustellen aber das war immerhin angenehmer als die augen zu oeffnen und jesus vor sich zu haben der einen sanft weckt- also hab ich doch einen gefallen getan ;) nach einem netten fruestueck (toast, haferflocken, cornflakes) machten wir uns dann auf den weg zu den olgas, oder auch kata tjuta. wir fuhren eine weile und hielten fuer das mittagessen (wraps mit allem moeglichen gemuese) an dem zeltplatz der naechsten nacht, bevor wir unsere wanderung antreten konnten. jesus fuehrte uns, durch die berge hindurch, durchs valley of winds und diesmal schien er plauderwasser getrunken zu haben denn zumindest erklaerte er uns, wie die berge laut der legende der aborigines entstanden seien.



eine mutter habe ihre soehne zum spielen weggeschickt und so hatten die jungen aus lauter langeweile ein grosses erdloch gegraben. den sand aus dem loch haueften sie neben sich, so entstand der uluru und die steine, die sie in der erde fanden, schmissen sie einfach hinter sich- die olgas. wir liefen und kletterten, waren maechtig beeindruckt von den imposanten steinmassen und hatten auch mit dem wetter (bewoelkt und dadurch nicht zu heiss und nicht zu viele fliegen) glueck.


jesus fuehrt uns noch durch einige schluchten und einge abschnitte hoch bis wir schliesslich einen wunderschoenen ausblick auf das tal hatten. dannn gings nach einer kleinen jesuslaesterstunde mit tessy in das aboriginal culture center am ayers rock, unserem freund uluru. nachdem tessys sitznachbar, der ire shane, ja schon alle moeglichen berge vorher fuer den uluru gehalten hatte, sahen wir ihn dann endlich, wenn auch erstmal nur im vorbeifahren. in dem zentrum versuchten wir uns ein wenig ueber das zu informieren was jesus uns vergessen hatte mitzuteilen, was dieser durchaus etwas merkwuerdig fand ("was macht ihr denn da?"). ausserdem wunderten wir uns ueber die etwas merkwuerdige ausschilderung der toilette fuer blinde da sich diese am oberen ende der wand befand und wir nicht genau wussten, woher die blinden jetzt wissen sollten, dass dort die ausschilderung fuer die toilette haengt (ja, solche tiefgehenden fragen stellten wir uns ;)). dann fuehrte uns jesus mit dem mala (=kaenguru) walk ein kleines stueckchen um den uluru herum und wieder schien ihn jemand gezwungen zu haben, uns etwas zu erklaeren. auch wenn er es wahrscheinlich nicht gerne tat (er guckte die ganze zeit so verbissen aber das lag vielleicht auch an der fehlenden nahrungszufuhr), malte er uns einige der symbole der aborigines auf und erlaeuterte deren bedeutung. abends fuhren wir dann zum uluru sunset point und beobachteten, waehrend um uns herum wilde asiaten wie aufgescheuchte huehner liefen und sich in den verschiedensten posen (ich nehme uluru in den mund, ich winke, ich hebe den arm, ich laechle, ich winke mit handschuhen....)


vor dem uluru versuchten und jesus ein wiedermal viel zu scharfes essen fuer uns kochte (langsam hatten wir ein wenig das gefuehl, er wolle auch uns auf diaet setzen), den sonnenuntergang der uns erst ein wenig enttauschte. dann fing es auch noch an zu regnen und das glueck schien perfekt- regen am uluru und dann noch im "achso heissen" alice springs- also wirklich! dann aber veraenderte unser freund uluru ploetzlich seine farben und neben ihm glaenzte ein regenbogen am himmel, nicht schlecht oder?


wer hat schon einen regenbogen am uluru? dann ging es zurueck auf den campingplatz wo uns jesus vorwarnte, dass es nachts eventuell regnen koenne. so richtig half uns diese warnung allerdings nicht da wir sowieso nur eine betonflaeche auf der nun lustige trinkspielchen mit jesus und pippi gespielt wurden und eine waeschekammer zur verfuegung hatten. die waeschekammer war voll und so entschieden wir uns nach langem ueberlegen, unser nachtlager-also das nachtlager der drei lustigsten maedels der tour ;)- unter der halbwegs bedachten flaeche zwischen damen- und herrentoilette aufzuschlagen. immer wieder kamen menschen mit mitleidigen blicken an uns vorbei und fragten uns, ob unser tourguideuns denn kein zelt organisiert haette- haha! nachts wachte ich dann ploetzlich auf weil mir ein wenig kalt war und als ich an mir herunterblickte, sah ich dass mein halber schlafsack nass war und es in stroemen regnete. ich weckte die anderen beiden sanft auf und da wir keine andere moeglichkeit sahen, zogen wir in die dusche um. hihi, da lagen wir dann also zwischen duschen und waschbecken und eigentlich haben wir sogar einigermassen gut geschlafen- jule und ich zumindest ;) tessy hatte einen kleinen kampf mit einem tausendfuesser und morgens fuehlte sie sich, im gegensatz zu uns auch ein wenig gestoert durch die leute die ueber uns rueberstiegen ;). (jesus stieg natuerlich nicht ueber uns rueber da er nicht wirklich lust hatte zu duschen was man seinen haaren auch langsam ansah). als wir unsere story am naechsten morgen im bus erzaehlten, wies uns klugscheisser sven freundlich darauf hin, dass jesus uns doch gewarnt hatte, dass es regnen wuerde woraufhin er von jule ein: "na der sagt viel wenn der tag lang ist." an den kopf bekam. dann hatten wir aber auch endlich unsere ruhe. noch im dunkeln fuehren wir erneut unseren freund besuchen um einen guten blick auf den sonnenaufgang zu bekommen, dieser blieb uns allerdings verwaehrt.

so froren wir nur ein wenig vor uns hin, assen pancakes und muesli und muemmelten uns bei der anschliessenden wanderung um den uluru in handtuecher und decken ein und setzen unsere weihnachtsmuetzen auf. keine angst, wir sind keine freaks geworden, wir wissen uns nur zu helfen ;) nach einer lustigen aber sehr langen wanderung (nach zehn kilometern hatten wir unseren freund auch langsam von allen seiten begutachtet, auch wenn er uns immernoch durch seine unregelmaessige oberflaeche- oder cellulitis, wie tessy es nannte- und seine groesse beeindruckte) fuhren wir dann mit einem kleinen zwischenstopp zurueck nach alice springs. den abend dort verbrachten wir erneut mit tessy und den lebensmitteln die jule dank ihres hungrigen blickes bei der tour abgestaubt hatte (toast, honig, marmelade, butter). am naechsten tag guckten wir uns alice springs noch ein wenig an, wobei wir wiederum feststellten, dass wir schon sehenswertere staedte gesehen hatten und genossen unseren letzten tag mit tessy die es nun in den norden ziehen wuerde.