September 24, 2009

Hippie auf 12Uhr!




Um das mal gleich klarzustellen: Tine ist nicht die einzige, die hier nicht arbeitet ja! Links und rechts von unserer kleinen Farm wohnen noch weitere Inglorious bastards, die sich ihre gesamte Zeit am Tag damit vertreiben an unserem Haus vorbeizulaufen,um die anderen Hippies 150 m weiter zu besuchen...gruseliger Weise sieht eine von denen, immer in schrill bunten Sachen herumlaufenden Frauen, genauso aus wie Keith Richards von den Rolling Stones. Wuerde sie demnaechst noch voellig stoned von einer unserer Palmen fallen, waere sie es oder zumindest seine Schwester.

Unser Sonntag war nicht wirklich ein Sonntag, da wir wieder um 7.45 Uhr aufstanden, um the same procedure like every day durchzufuehren: Tines Boden putzen! langsam konnten wir die jetzt eh schon versauten Bretter nicht mehr sehen, geschweige denn die Putzpolitur riechen! Wir wurden wieder einmal auesserst motiviert und zahlreich gelobt und ueberhaupt nicht mit unwitzigen Witzen zugelabert...ich hoffe man hoert die Ironie aus diesem satz heraus.
Um es mal so zu sagen: Unsere gesamte Woche hatte wieder einmal nur einen Lichtblick und der hiess: Donnerstag, unser Day off!

Unsere Arbeit in den letzten 2 Wochen bestand aus: (Rauesper, rauesper...):
Tines Haus putzen, Kuhkacke aufsammeln, Unkraut jaehten (sollte man durchaus jedes halbe Jahr machen, sonst sieht der Garten naemlich nicht mehr aus wie ein Garten un man kann Unkraut nicht mehr von essbaren Pflanzen unterscheiden...)...
Unsere Verpflegung bestand (zu unserer eigenen Ueberraschung) aus Suppe und ueberraschender Weise gab es in den darauf folgenden Tagen NOCH MEHR Suppe nur in anderen Farben und mit anderem durchgedrehtem Gemuese drin (MAMA...ich vermisse jede Suppe, die du jemals gekocht hast!)

Am Mittwochmorgen wachten wir auf und dachten: Ach draussen ist es ja noch dunkel, da kann man sich noch einmal hinlegen. Als wir daraufhin eine halbe Stunde spaeter aufwachten, war es nch nciht heller geworden... alles war orange (was glaube ich nur fuer eine gewisse Josephine Zimmermann eine Augenweide gewesen waere ...=))...und dieses orange verfluechtigte sich auch waehrend des gesamten Tages nicht. Es sah wirklich aus wie The Day after Tomorrow! Es war einer der schlimmsten sand storms ever, wir uns Tine diesen Tag mehrmals versicherte und natuerlich mussten wir ausgerechnet an diesem Tag noch einmal ihren Boden putzen. Als wir damit fertig waren wusste sie wieder einmal nichts mit uns anzufangen und schlug uns vor wir koennten doch einmal wieder auf die Weide gehen und Kuhkacke



aufsammeln...uns fielen fast die augen heraus. Unser Schweigen sah tine wohl als Zustimmung und watschelte davon, um wieder einmal irgendwetwas zu holen. Wir waren sprachlos und entsetzt und uns war eines definitiv klar, als wir einen Eukalyptusast am Fenster vorbeifliegen sahen: Jetzt ist Ende im Gelaende!
Wir lassen uns ja viel gefallen, aber irgendwann ist Schluss, wir wollten unseren Wwoofingaufenthalt durchaus ueberleben...
Nicht nur dass wir in einem staubigen, mit Tines Sachen voll gestopften Zimmer wohnen (ich habe denen nicht verraten, dass ich eine Stauballergie habe, haette sie wahrscheinlich auch nicht gestoert, denn ich vermute, selbst der Staub ist hier organisch), keinen Kontakt zur Aussenwelt haben und taeglich pueriertes Gemuese kriegen, jetzt sollen wir auch noch unsere Gesundheit (ich denke mal, dass dieser Staub nicht besonders gesund ist, wenn man ihn einatmet...schliesslich wurde nicht umsonst der gesamte Flug-, Faehr- und fast der gesamte Autoverkehr lahm gelegt...kaum ein Schwein auf den Strassen von Sydney)fuer Kuhscheisse riskieren, also nee da hoert die Freundschaft auf. Also versuchten wir Tine freundlich dazu zu ueberreden, ob wir ncht das Haus putzen koennen, da uns gerade nicht so nach Rausgehen waere. Siehe da, es hat geklappt, also putzen wir einige Stunden lang das Haus (ich gehe lieber nicht so direkt ins Detail, nur ein paar Dinge: Vermutung...in dem letzten halben Jahr nicht geputzt: unser Zimmer, das Klo, der Spiegel im Bad, der Teppich vor unserem Fernseher auf dem Tines Hund immer seine Essensreste verputzt...yummie!)...
Weiterhin genehmigten wir uns an diesem Tag einfach mal Spaghetti, da wir keine Lust auf Essensreste wir Leber hatten...natuerlich kam Tine, waehrend wir kochtenherein und fragte unsere allseits beliebte Frage: Is it enough for 3 people...
Dreimal darf geraten werden wer gekocht hat und wer die Kueche (nicht nur unseren eigenen Dreck) danach wieder sauber gemacht hat?...schwere Frage!
An diesem Abend jointe unser Schicksal die 27 jaehrige Kanadierin Isabella, kurz " Iz", wir waren am Anfang etwas skeptisch wir wir mit dem Altersunterschied klar kommen wuerden, aber es klappte eigentlich super. Iz ist ein richtiger Kumpel! Und sie ist suechtig nach unserem Karottenkuchen=)!
Am naechsten Tag (Donnerstag..free Day) fuhren wir mit Liz nach Taree, um in der Library unsere Zahlreichen messages zu beantworten, danke Leute, dass ihr immer an uns denkt, einzukaufen(unter anderem fast 2 kg Leber fuer Liz...), unsere Tickets nach Byro Bay zu kaufen und um unseren franzoesischen Wwoofgast vom Bahnhof abzuholen. Das gestaltete sich schwieriger als gedacht, da wir keinen Namen und auch sonst keine Info ueber das maedchen hatten, ausser, dass sie um die 20 sei und aus Frankreich komme. Da das nun mal niemandem auf der stirn geschrieben steht, hatten wir unsere Muehe Muna zu finden, schliesslich enttdeckten wir sie doch und versuchten es erts einmal in ihrer Muttersprache mit ihr, da sie, wie sie uns berichtete der englischen Sprache nicht besonders maechtig sei und darum umso dankbarer war, dass wir uns mit ihr auf Franzoesisch unterhielten. Se war 22 und wurde in Marokko geboren, es gab also Stoff zur Unterhaltung.

Nun waren wir also zu 4 und stellten uns zu dritt am naechsten Tag dem Schicksal: Tines restlichen Boden fertig zu versauen...aeh...stellen...denn (Freitag wars und Samstag wollte sie einziehen) auch Zil wollte ihre Schwester irgendwie aus dem haus haben, da allen die taeglichen Streits ganz schoen auf ide Psyche ging.

Was jenni und mich nun wieder etwas auf die Palme neben unserer kleinen Farm brachte war, dass Iz und Muna jeweils ein Einzelzimmer mit Doppelbett und ohne Staub bekamen...

Naja, auch die beiden lernten Tine und ihre Eigenschaften kennen und wir werden Iz' Augenrollen vermissen, wenn Tine wieder Saetze von sich gab wie: "Is it enough for us all?"(meist auf Essen bezogen), " Give it a good clean..." oder " Can I get you to..."

Zu viert trauten wir uns auch oefter an die Spaghettivorraete und machten auch mal zusammen die Kueche sauber, die eine mehr, die andere weniger...

Am Sonntag rauemten wir dann Tines Schlafzimmer in Zils haus aus und wurden von Wollmauesen in der Groesse von Katzen angegriffen, von Socken aus den Socken gehauen, die schon seit gewiss mehreren Monaten keine Waschmaschine mehr von innen gesehen hatten und stellten fest, dass ein fast 1.80m grosses Doppelbett(laut Tine sollte es aber passen) nicht durch eine 90cm breite Tuer passt, es sei denn man reisst die Wand ein!

An diesem Abend zog in das von Iz und Muna geputzte Zimmer ein mann namens Colin ein (naeheres dazu von jenni)...wir dachten bzw. hatten die Hoffnung, dass, wenn ein mann im Haus ist mal etwas mehr an Fleisch auf den Tisch kommt als Leber und Chicken sausages(1mal in 2 Wochen)...aber auch hier war uns das Schicksla nicht hold...

Als Colin naemlich seine Sonnenblumenkerne und seine " Raw Chocolate" auspackte, wurde uns fast schwarz vor den Augen: Noch so ein organic Freak! Na toll!
Da sich die Tischgespraeche nicht sowieso schon jeden Abend ueber " Wann gibt es Regen" und " Das ist ja so gesund fuer euch!" drehen wuerden!

Nur zur Erklaerung: nach diesen Leuten hier wohnen alle Jugendlichen und auch offenbar alle anderen menschen auf diesem planeten im McDoof oder sonst einem schaedlichen Fast Food Restaurant...

Zu guter Letzt hatte sich Zil diese Woche wohl ganz schoen verschaetzt und ohne Grund zu den eh schon vorhandenen Personen ihre gesamte Verwandschaft eingeladen!
Dementsprechend wurde Muna und Iz fuer die naechste Woche in ein Cafe von Freunden in tarre zum Arbeiten geschickt...und wir werden vermutlich im garten schlafen, mal sehen was das wird...
Demnaechst mehr von unserer kleinen Farm!

September 17, 2009

The holes have to be done!


Leute, leute, leute...tjaja das Leben ist schon schoen. Das waren unsere Gedanken, als unsere Lieblingsschwester uns mit zu einem Bushwalk nahm, wo wir unzaehlige Pflanzen und Tiere sahen (unter anderem schwarz- rote Kakadus, sehr "rare" in der Gengend) und sie uns eine ganze Menge ueber die Natur und auch ueber Wwoofer erzaehlte, die sich hier mal verlaufen hatten...
Nach unserem Walk wollten wir in Ruhe fruehstuecken, hatten aber nicht mit dem Auftauchen der zweiten Schwester gerechnet, die uns brauchte, um ihr in ihrem neuen Haus zu helfen. Wir fingen also an die Fugen zwischen den Dielen mit einer organischen Paste (was sonst) aus Kleber, Sand, Wasser und Kaffee zu fuellen (im Schlafzimmer und im Arbeitszimmer), was uns fast 4 Stunden kostete...aber es war lustig, so lustig wie Jenni und ich in einer merkwuerdigen Situation wie dieser sein konnten.Obwohl wir danach voellig fertig waren und eigentlich (laut unserer Lieblingsschwester) aufhoeren und entspannen sollten, kam die andere an und sagte den folgenden Satz: The holes have to be done girls! Wir zogen die Grimassen unseres Lebens und dieser satz ist seit dem unser leitspruch!Schliesslich gab es selbstgemachtes Curry zum abendbrot und wir machten uns auf, um mit Zil in den meditationskurs zu gehen. Auf der 2 Stunden langen fahrt sammelten wir noch Sandra und Andrew auf. Sandra war zwar Deutsche, aber nicht besonders gespraechig...
Der Meditationskurs war insofern schon lustig, als dass uns am Eingang mehere uns nicht bekannte, aber (wie wir im nachhinein feststellten) sehr nette Frauen umarmten. Wir breiteten unsere Schlafsaecke auf dem Boden aus und wurden von einer raumfuellenden Musik umgeben, die aus Gesang, Digeridoo, Geide, Gitarre, Windspiel, Klanghoelzern, Rasseln, Fuessestampfen und Gesang bestand...irgendwie beeindruckend (fuer meine(Jules) Mama: Du haettest es geliebt, es war die Autogenes Training Musik schlechthin). Danach gab es noch Tee, Kekse und Unterhaltungen!
Die Menschen waren echt lieb und haben sich so gefreut, dass wir deutsch waren und uns dafuer interessiert haben... ausserdem sagte man uns, wir haetten ausgesehn wie wunderschoene schmetterlinge in unseren bunten schalfsaecken ;)
Der naechste Tag war wieder mit Fugen stopfen gefuellt und diesmal (was ich gestern auch schon durfte) mussten wir den Boden mit einer Essigmischung aus Eykalyptusoel und irgendetwas anderem wischen, was verdammt nach Hustensafterkaeltungszeug roch und mir fast den Atem verschlug. Wir durften den Boden (nachdem wir ihn ein paar Mal gewischt hatten) dann abschleifen, was dem Holz so gar nicht bekam, dann noch mal wischen und dann mit Wasser ueberwischen...
Dementsprechend sah dieses Experiment auch aus! Tja also eigentlich plant man doch vorher wie man den Boden machen will und macht sich nicht durch Experimente das ganze Holz kaputt oder? Na wir haben wirklich nur das gemacht, was wir sollten!
Von dem Haus aus, hat man uebrigens den genialsten Blick der Welt auf den riesigen Eukalyptuswald (also (Jules)Papa: Vielleicht doch kein Wassergrundstueck, sondern eine Farm im australischen Forest?=))Zwischendurch haben wir noch gestrichen (Bretter in creme) und sind dann um 6 Uhr abends muede aufs Sofa geklatscht...wir konnten nicht mehr (unsere Klamotten, die wir schlauerweise zum Arbeiten umgedreht hatten, werden wohl hier bleiben. Ja Mama du hast richtig gehoert...ich trenne mich von meiner schwarzen Hose!)
Schliesslich gab es Pizza, die handgemacht war und vielleicht die beste Pizza gewesen waer, die wir je gegessen haben, wenn nicht 2 kg Zwiebeln und eine ganze Dose getrocknete Tomaten drauf gewesen waeren...das ist uns (Jenni weniger gut, mir nicht ganz so schlecht- da ich sie raussortiert hatte=)) nicht besonders gut bekommen!=S
Egal, auf dem Sofa in eine Decke eingemummelt sahen wir noch Mamma Mia und genossen den Rest des Abends!

Wwoofer = wer will ohne organische fokolade eigentlich reben?

So, jetzt ist es also soweit..wir sind das erste mal wwoofen und haben viel spass. wir befinden uns gerade in einem internetcafe, da wir heute freigang (wie jule so schoen sagt) haben.
aber von vorn...
nachdem wir uns am sonntag von benni verabschiedet und ca. 5 stunden bus gefahren sind,




warteten wir also am besucherinformationszentrum in forster auf eine unserer 'hostmums'. wir begutachten jedes auto penibel und seufzten enttaeuscht bzw stoehnten erleichtert auf, wenn es vorbeifuhr waehrend wir bennis letzte schokokekse (die wohl die letzten fuer lange zeit werden sollten) vernichteten. schliesslich hielt ein weisser pkw neben uns und eine laechelnde dame mittleren alters stieg aus. sie begruesste uns herzlich, stellte sich als zil (name geaendert) vor, erkundigte sich nach der fahrt und erklaerte, dass sie noch eine weile arbeiten muesse, unsere rucksaecke aber gerne mitnaehme. wir bedankten uns und machten uns auf den weg, forster (uebrigens foster gesprochen, bitte nicht zu verwechseln mit foerster- der war fuer dich sassi) zu erkundigen. wir liefen ein wenig die promenade entlang, durchstoeberten einige laeden und entschlosse uns schliesslich dazu, uns einfach zu den moewen und pelikanen auf unsere geklaute koreanairdecke zu legen und ein wenig zu relaxen. relaxen wohlgemerkt. allerdings wurde aus dem relaxen ein kleines schlaefchen und wir fuhren ziemlich erschrocken hoch als uns die sonne wachkitzelte. doch wir lagen noch gut im zeitlimit und so begaben wir uns auf den weg zum meetingpoint den auch Zil(name von der redaktion geaendert) einge minuten spaeter erreichte. unsere fahrt fuehrte uns weg von forster und eine halbe stunde nur durch den wald. schliesslich erreichten wir, nachdem einige kaengurus unsere strasse gekreuzt hatten, das grundstueck. eine kleine farm mit staellen und mehreren wohnhaeusern lag vor uns, umgeben von (mango-)huegeln auf denen drei pferde und viele kuehe und kaelber grasten, umrandet von wald. wow, war wohl unser erster gedanke.


froehliches hundegebell empfing uns und zil stellte uns den hund als 'bewacher der hueherkueken' vor (ab und zu besuchen echsen von ca. einem meter laenge- und das sind nur die kleinen- um die eier zu klauen). bungi hatte es sich zur aufgabe gemacht, die huehner und pfaue zu beschuetzen und die goanna falls noetig auf den baum zu jagen. wir bezogen unser zimmer, das aufgrund von bauarbeiten der zweiten schwester tine (name geaendert) ziemlich vollgestopft aber trotzdem gemuetlich war und richteten uns ein wenig ein. zil warnte uns vor, vor dem zubettgehen stets die betten zu kontrollieren, da sich die giftigste spinne australiens, die sie uns auch spaeter im getrockneten zustand zeigte (ich erspare euch einzelheiten), dort gerne einquartiere. spaeter lernten wir das restliche haus, das sehr gemuetlich eingerichtet und gut ausgestattet ist, und die zweite schwester kennen. da es schon spaet war, machten wir uns gleich mit zil zusammen an die zubereitung des abendessens (pumpkin cake und linseneintopf) und erwiesen uns als hilfreich und zuvorkommend. an dieser stelle koennte man uebrigens erwaehnen, dass unsere hostmums auf organischer basis leben. das heisst: fast alle produkte die wir essen, sind entweder selbst angebaut oder wurden mit anderen farmern getauscht (wo tauscht man bitte schokolade?), abgewaschen wird mit kaltem regenwasser (ich spuere foermlich wie sich den hausfrauen unter euch die haare aufstellen) und gespuelt wird nur alle drei male- nur ein kurzer auszug. aber ansonsten waren wir ganz zufrieden mit unserer auswahl.
am naechsten tag (mo) stand nun also die arbeit an. wir schluepften in unsere arbeitsklamotten und streiften unsere neu ergatterten sonnenhuete ueber. heute waren die baeume dran. in der strahlenden sonne duengten wir die obstbaeumen mit fluessigduenger aus kuhmist, fischsud und chicken poo (als ich gerade dabei war meinen eigenen mix zu kreieren wurde ich uebrigens von der redbellyblacksnake ueberrascht, von der ich damals zum glueck noch nicht wusste, dass sie toedlich giftig ist) ; mulchten die restlichen baueme und fuhren froehlich mit dem baggy durch die gegend. nach getaner arbeit machten wir uns erneut an die zubereitung des abendessens, diesmal leatherfish mit pellkartoffeln.
jedenfalls sind wir sehr gluecklich, hier zu sein, obwohl wir natuerlich viel an euch denken und ueber euch reden. aber trotzdem sind wir sehr dankbar dafuer, dass ihr uns alle diese erfahrung ermoeglicht habt und ermoeglicht und uns zeigt, dass ihr auch manchmal an uns denkt. :-*

September 12, 2009

Wwoof ???

Für alle Leser, die nach der letzten Nachricht nur verwundert mit der Schulter zucken, hier eine kleine Nachhilfe in Sachen WWOOF:

WWOOF (World-Wide Opportunities on Organic Farms - auch bekannt unter Willing Workers on Organic Farms) ist eine Organisation, die freiwillige Helfer für ökologische Bauernhöfe vermittelt.
Freiwillige, die durch WWOOF vermittelt werden, erhalten keine finanzielle Entschädigung für ihre Arbeit, sondern lediglich Unterkunft und Verpflegung von den jeweiligen Arbeitgebern.
Insgesamt nehmen mehr als 8.000 ökologische Bauernhöfe in 88 Ländern am Programm teil. So auch die Farm von Christine und Liz...

Ich glaube es hackt ey!

Das war in den letzten Tagen definitiv Jenni's absoluter Lieblingsspruch, ob nun Benni wieder irgendeinen Bloedsinn von sich gegeben hat, die Hostelbuchung nicht funktionierte oder sich jemand volldraengelte...immer hiess es: " Ich glaub es hackt ey!" Was jedes mal auch fuer einige Lacher sorgte...
Tjaja, wir bekamen nun gestern einen Anruf von Christine und Liz, die uns auf ihrer Wwooffarm wollen und haben uns erst einmal riesig gefreut, v.a. Jenni, da sie dort auch Mangos haben...!=)
Jetzt geht es also ab in den Busch, was fuer mich (Jule) ja nicht DIE Umstellung ist und irgendwie sind wir voll aufgeregt, da wir ja nicht wirklich wissen, was uns erwartet!
Heute haben wir uns erst einmal Huete gekauft, denn die braucht man ja beim Wwoofen, ich wurde von meinem Lederhut (ca. 50 $) auf den wesentlich leichteren und billigeren (ca, 20$) Strohhut abgelenkt von meinen Mitreisenden.
Dann setzten wir uns auf die Faehre zum Manlybeach, wo es fuer Fruehling aussah wie im Hochsommer auf Mallorca, was machen die denn im Sommer, stapeln die sich dann da?=) Keine Ahnung. Nachdem wir im ALDI (!) eine Dose Spaghetti und eine Dose Milchreis und dazu noch 2 Plastegabeln aus einem Restaurant erworben (bei den Gabeln nahm Jenni ihren ganzen Mut zusammen und "erwarb" oder "lieh" sie aus , wie auch immer man es nennen moechte!) hatten, ging's ab zum Strand und mit Anlauf in die Wellen. Anders waere das auch nicht gegangen, denn es war im wahrsten Sinne des Wortes ARSCHKALT! Und wellig! Und salzig! Aber es hat Spass gemacht....=)!
Danach waren wir noch im botanischen Garten und haben Flughunde geguckt! Echt sehenswert!
Leider muessen wir nun gestehen, dass unsere regelmaessigen Eintraege auf Grund unseres bereits erwaehnten Aufenthaltes im Busch, vielleicht etwas abnehmen werden, aber wir werden uns bemuehen euch so weit wie moeglich auf dem Laufenden zu halten!
Eure Jenni und Jule

September 10, 2009

Sydney rules, aber nur im Aussenbezirk!

Da ist es naemlich ruhiger.

Man glaubts nicht. Die letzten paar Tage waren schon der Hammer,aber irgendwie voll anstrengend. Da wir unser Hostel ja immer ueber i-net buchen, da man da spezielle Preise bekommt (also voll billig ey!) und man nur eine geringe Gebuehr zahlen muss,waren wir bis jetzt 2 mal damit beschaeftigt umzuziehen,der Nachteil ist, dass man halt nicht so richtig weiss was man kriegt! Nach 2 Tagen Arbeit im Warenhaus, wo wir Tassen, Kataloge (ueber Weingueter und Schloesser in Geschenkboxen), FIFA und NEED FOR SPEED -Poster und Spiele (die erst am 24.09.09 rauskommen) und ueber 900 Briefe eingepackt und zugeklebt haben, einmal 7 Stunden lang und einmal 8 Stunden lang!
Das geht auf die Beine, ausserdem ist es da ziemlich kalt und die Mischung aus Staub und Ventilatoren bekam meinem (Jules) Hals ueberhaupt nicht, ABER wir haben Geld verdient, mussten dafuer aber auch immer zwischen 4.30 und 5.30 aufstehen, da wir mit Zug und Bus eine Stunde bis zu unserem Arbeitsplatz brauchten.
Eine weitere unfassbare Neuigkeit ist: in Australien gibt es Gewitter! Und was fuer welche! Ich guck so am Montag abends aus dem Fenster und sehe da blitzt irgendwas. Am Anfng hielt ich das fuer ein blickendes Reklameschild, aber als dann ein Regensturm gegen das Fenster trommelte, waren wir uns einig: Das ist kein Reklameschild!
Das schlimme war, dass unsere Fenster nur ungefaehr 5mm dick und keineswegs wasserfest waren! Also, haben wir alles aus dem Weg gerauemt was haette nass werden koennen! Und das hoerte nicht auf, erst Karin und jetzt das! Uebrigens haben wir Karins Bruder in der Lunchpause bei unserer Arbeit in einer lampe gefunden: karlchen, der war vielleicht gross! Eine (eklige) kakerlake wie sie im Zoologiebuch steht!
Gestern sind wir also umgezogen und haben vor unserer Arbeit unsere Rucksaecke in einen Spind gestopft, um sie nach 8 Stunden anstrengender Arbeit einganzes Stueck durch die Stadt zu tragen zu unserem neuen Hostel: Alfreds!
Zwar bin ich (Jule) beim Tragen des Rucksacks und der restlichen Sachen fast zusammengebrochen, aber das Hostel hat uns allemal entschaedigt!
Wir hatten ja wiedermal ein creme de la creme 12 Bett-Zimmer gebucht und als wir dann vor der Rezeption standen (der Rezeptionist war voll nett!), guckte er uns an und sagte: " Ihr habt Glueck!", da stieg die Laune wieder, die beim Rucksackschleppen, da so ein wenig in den Keller gewandert war!
Wir bekamen doch tatsaechlich ein 4-Bettzimmer mit Fernseher, Kuehlschrank, 2 Einzelbetten und Blick auf den Park! Wir konnten es kaum fassen und haben abends glatt noch "Criminal Minds" geguckt!


Heute haben wir dann ausgeschlafen (auch mal ganz nett, wenn man bedenkt, dass ich (Jule) fast immer mit dem Kopf in einem stapel Briefe gesunken bin!) und gucken nun Wwoofingangeboten oder Jobs in Richtung Brisbane, ausserdem haben wir noch vor eine Kuscheltierphotosession durch Sydney zu machen und uns den Bondi beach anzugucken!
The sun is shining on our lives!

September 07, 2009

Hall0 ihr Lieben,
meine guete haben wir wieder was erlebt...nachdem wir erst ein wenig niedergeschlagen waren weil wir so lange nach jobs suchen und die lebensunterhaltungskosten uns echt ein bisschen umhauen weil wirs ja einfach nicht gewoehnt sind, dass man sich jetzt selbst fruehstueck machen muss 9und nicht papa broetchen holt ;)) und normalerweise ein weiches bett auf uns wartet dass mama frisch gewaschen hat ;) aber inzwischen haben wir uns ein bisschen dran gewoehnt, dass das eben nicht alles von heute auf morgen geht und man eben teilweise mal einen tag fuer job- und hostelsuche investieren muss ohne ein schlechtes gewissen zu haben...dafuer hat man dann eben auch teilweise richtig glueck...
so gings uns mit unserem hostel dem 'westend backpackers' indem wir momentan hausieren. nachdem wir echt schon drei-vier stunden hier im internet nach preiswerten hostels gesucht haben und die vor- und nachteile einer u-bahnkarte und einem preiswerteren hostel ausserhalb sydneys und einem teuren im centrum auf- und abgewogen hatten, haben wir dann im internet ein angebot gefunden, dass direkt im centrum liegt und 14 dollar pro nacht kostet (zum vergleich 30 sind schon fast normal)- dieses haben wir dann auch gleich gebucht trotz der aussicht auf ein 28-bettzimmer...mit etwas mulmigem gefuehl und einem immer schwerer werdenden rucksack machten wir uns also vom centralhostel auf den weg zu unserem neuen zuhause und erwarteten entweder einen fehler bei der buchung (so guenstig konnte das doch nicht sein?) oder ein vollgestopftes zimmer voller kleiner zusaetzlicher zimmergenossen mit vielen beinen...aber denkste- uns erwartete ein fehler der dame am empfang, von dem wir nur profitierten. jetzt wohnen wir also mit wibke und benni in einem vierbettzimmer fuer 14 dollar pro nacht (der kleine nachgeschmack ist hoechstens, dass es eigentlich ein fuenftbettzimmer war da wir die nette kakerlake karin heute freundlich gebeten haben, auszuziehen)..aber wir sind hart i8m nehmen und so sitzen wir jetzt immer froehlich in unserem nun-wieder-hoffentlich-vierbett-zimmer und nehmen es etwas ernster wenn wibke erwaehnt, dass sie unter dem bett einen schatten gesehen hat...;)
inzwischen haben wir auch sydney so ziemlich ganz erkundet...nach gut und schreibe drei tagen machten wir uns nachts zur habourbridge auf und sahen auch endlich die opera- wow, das war schon ein krasser moment, in dem wir zumindest teilweise realisierten, wo wir hier eigentlich sind (denn so komisch das vielleicht klingen mag, im moment kommt es und allen mehr vor als waeren wir eben auf ner kursfahrt in spanien oder so)
die jobsuche laesst momentan ein bisschen auf sich warten (wir haben zwar ein angebot gekommen, im restaurant fuer 3 momnate zu arbeiten aber dafuer haetten wir erstens referenzen vorweisen muessen und zweitens erwarten wir ja schliesslich mit viel vorfreude bald besuch)...naja, jedenfalls schwanken wir im moment wieder ein bisschen, ob wir einfach auf gut glueck ein bisschen in den norden reisen um uns dort etwas zu suchen oder ob wir mal ein paar wwoofing-anbieter anschreiben um uns bei ihnen einzuquartieren)...
gestern jedenfalls wollten wir uns von der ganzen suche eine auszeit goennen und entschlossen uns, eine gefuehrte tour in die blue mountains (laut craig aus unserer agentur 'the most beautiful place on earth') zu buchen und ein wenig von dem land zu sehen und zu erfahren. unser 'fuehrer' jason stellte sich gleich als ziemlicher scherzbold heraus denn schon als wir total abgehetzt am bus ankamen und uns als deutsche auswiesen stellte er fest, dass er die deutschen liebe. nach einer stunde fahrt in der jason ununterbrochen durch sein mikro quasselte, zwischendurch wieder feststellte, dass er auch das radio anstellen koenne und dann doch weitererzaehlte, erreichten wir die blue mountains ( die ihren namen uebrigens von den eukalyptusbauemen haben die von weitem blau erscheinen) und machten uns auf den weg zu einer stelle, an der man wilde kaengurus beobachten kann. gespannt schautehn wir aus dem fenster und da lagen sie auf einmal mitten auf der wiede vor uns! auf fuenf meter naeherten wir uns und waren gebannt von den tieren, die ganz ruhig in der sonne lagen. sie waren neben dem beutelopossum dass wir am vorherigen tag im park ploetzlich an uns vorbei lief wohl die ersten tiere, die uns die sprache verschlugen.
Anschliessend fuhren wir mit dem bus zu einer lookout von dem man einen wunderschoenen ausblick auf jamison yalley hatte und machten uns auf, zu einer einstuendigen wanderung durch dicht bewachsenen wald. Wir waren total fasziniert von den vielen neues pflanzen und den kakadus die um unsere koepfe flogen. schliesslich gelangten wir an die wentworthfalls, einem wunderschoenen gebiet mit riesigen wasserfaellen und einem tollen ausblick ueber die blue mountains- das ist australien! -dachten wir in dem moment wohl alle. nachdem wir uns zu einer kurzen pause auf den steinen einer grossen hoehle niedergelassen hatte, erzaehlte uns jason von den giftigen schlagen die sich dort auch gerne niederlassen und zeigte uns die wohnungen der giftigsten spinne der welt, was uns doch ein wenig gaensehaut auf de arme trieb. diese wurde jedoch wieder von viel spass vertrieben denn jule und ich waren die einzigen, die den mut erwiesen, sich mit der aboriginalfarbe, die jason mit wasser und abblaetterungen von den felsen mischte, anmalen zu lassen.


Nach den aufstieg erwartete uns ein kleines mittagessen bevor wir uns auf den weg zu den three sisters machten. wir liefen wohl gefuehlte 3000 stufen hinunter bis wir sie endlich erblickten. Die drei schwestern, die der vater aus ansgt vor einem monster einst in steine verwandelt hatte, strahlten uns aus der ferne an. Schnell schossen wir einige Fotos und liessen uns wie so oft von jason verarschen, der uns erazehlte, er habe ein babykoala gesehn. ein "ohhh" und "oii" ging durhc die menge bis wir feststellten, dass dieser im miniaturformat am baum klebte. ein wenig liefen wir durch den wald, kamen vorbei an zahlreichen seltenen pflanzen und beobachteten den 'liarbird' bis wir schliesslich mit einer seilbahn wieder den aufstieg erklungen. anschliessend ging es im bus wieder nach sydney wo wir muede und sehr zufrieden ins bett fielen und uns langsam bewusst wurde, dass das hier eben nicht irgendeine kursfahrt in spanien ist....

September 03, 2009

Die ersten Tage in Sydney...oder: Muedigkeit gepaart mit Tatendrang



Hallo Ihr Lieben,
Philipp hat ja schon alles ziemlich treffend zusammengefasst aber ich will mich ja auch mal fix melden..also zunaechst: es geht uns gut- also bitte keine sorgen machen ;)
heute hatten wir ja unseren extrem langen aber auch extrem informativen infomationsworkshop und jetzt fuehlen wir uns irgendwie als wuerde unser kopf platzen von den ganzen infos und den sachen, die wir noch machen muessen...hilfe, wie kommen wir wo hin und wo schlafen wir die ganze zeit?
fuer die naechsten tage haben wir auf jeden fall geplant, uns ein anderes hostel zu suchen da dieses doch ziemlich tief in den geldbeutel greifen laesst und wir haben auch schon was tolles gefunden. morgen, wenn wir endlich mal sydney angucken (wir waren heute wegen lebenslauf und infos, tax file number etc die ganze zeit im wtc-buero), wollen wir dann dort mal vorbei gucken und nett laecheln..wir, das sind uebrigens jule, wibke (foto), benni und ich- die zwei und juliane (die allerdings nun nach cairns fliegt) haben wir schon in frankfurt kennengelernt und seitdem sind wir sozusagen unzertrennlich..zusammen haben wir schon alles moegliche lustige erlebt (zum beispiel mussten wir uns sehr ueber den handgepaeckskontrolleurtyp, der erst meinen gesamten rucksack ausgeraeumt und dann mein kaenguru geknuddelt hat amuesieren) und ausserdem habe ich am flughafen in seoul ein chinesenkind in pflege genommen, mit dem ich mich sozusagen ohne worte aber mit schokolade unterhalten habe und das nachher doch sehr anhaenglich war (irgendwie hatte die mutter es wohl vergessen bzw sie kam immer nur ab und zu um zu sehen obs noch da ist, wir haben sie jedenfalls sushi getauft)...morgen gehts also erstmal in den suedteil von sydney mit unserem kostenlosen buspass und dann wieder zurueck zu wtc weil wir uns noch um unsere lebenslaeufe kuemmern muessen...mal gucken, wie das mit der arbeit so wird- am liebsten wuerdenwir ein kleines stueck weiter noerdlich weil hier im moment kaum arbeit ist und dort halt fruits picken oder packen aber mal sehen was aus dem plan wird...
so, jetzt gehts ab ins bett...vielleicht werfen wir nochmal einen kleinen blick auf sydney at night -siehe bild (das kann man naemlich vom hosteldach aus)...morgen wollen wir naemlich frueh raus- wir haben viel vor!
gute nacht oder lieber 'good night' (daran, dass man jetzt auf einmal ueberall nur noch auf engklisch und extrem freundlich angesprochen wird, muss man sichauch erstmal gewoehnen ;))
eure jenni
ich hab euch lieb!

Sydney ist super ...und nass!



















Hier sieht man uns voellig erschoepft vor dem Flughafen stehen auf dem Weg ins Hostel, bei dem man echt sagen kann: Hut ab (auch wenn wir noch gar keinen haben!)

September 02, 2009

16000 Kilometer

















Der Jaustralia Pressedienst vermeldet:
Jenni & Julia sind erfolgreich in Sidney gelandet.
Start war am Montag in Berlin Tegel. Es ging über Frankfurt nach Seoul und anschließend über den Pazifik inkl. Äquator Richtung Känguruhland.

Die Reise wurde versüßt durch den Streik der Air Berlin, kostenlose Abschminklotion und undefinierbares Boardessen.