Dezember 31, 2009

...60 Sekunden freier Fall...we survived!



Dank dieser zwei netten Skydive- Instructoren:Der neben Jenni ist der Mike und ich bin gut mit Damo gelandet!

Dezember 27, 2009

Flying high above the sky...oder...erst die Arbeit, dann das Vergnuegen...

Da waren wir nun also zurueck in Cairns und uns erwarteten wichtige Aufgaben. Die ersten Tage widmeten wir der wichtigsten: unserer Entspannung und einem weiteren Treffen mit Wibke. Da wir ja wussten dass sie noch in Cairns sein aber bald den Flug nach Sydney antreten wuerde, wollten wir uns gleich wieder in Cairns im Nomads Serpent angekommen (wo uebrigens wieder das gleiche stinkige Zimmer mit den gleichen stinkigen Typen wartete), mit ihr verabreden doch es meldete sich nur ihre freundliche Mailbox. Also hinterliess ich einen kleinen Text und wir widmeten uns den Postkarten an einem kleinen Laden. Ploetzlich hoerten wir ein lautes: "nee, das glaub ich jetzt nicht!" hinter uns und eine total verblueffte Wibke, die ja nicht wusste, dass wir schon in Cairns waren, blickte und an. Dann ging das "Gekreische", wie Wibkes Freundin Jasmin es spaeter betiteln wuerde los, und wir nahmen Wibke mit zur Esplanade, quatschten und verabredeten uns fuer den Abend im "Gilligans".


Am naechsten Vormittag (Morgen kann man es wohl nicht mehr nennen) trafen wir uns erneut an der Esplanade und konnten den ersten freundlichen Hauch von Weihnachtsstimmung erahnen als wir zu einem kostenlosen Weihnachtsbodypainting (nur auf dem Arm, bitte nicht gleich an die Aktpaintings von germany's next topmodel denken ;)) "to create a xmasfeeling" eingeladen wurden und mit unseren geckos und stechpalmen auf den armen die stars des tages waren egal wohin wir kamen. im nomads wechselten wir dann das zimmer (so richtig weihnachtlich sind alte socken, essensresteauf dem boden und miefgeruch nicht) und trafen statt weiteren stinkis auf eine bande von iren, die zwar morgens unsaeglich laut aber wenigstens unterhaltsam waren.
Am naechsten Tag widmeten wir uns dann unserem hart verdienten Geld und dessen verantwortungsvollem Anlegen. Da uns Darren fuer einen Teil unseres Geldes ja einen Check ausgestellt hatte, suchten wir eine ANZ-Bank auf um diesen einzuloesen. Dummerweise hatte sich Darren natuerlich NICHT die Bank im Zentrum ausgesucht und so vermittelten uns die Bankdamen an eine andere Bank "just around the corner". Die "corner" muss eine ziemlich grosse gewesen sein denn wir liefen insgesamt zwei Stunden in der prallen Sonne vollkommen aus Cairns heraus was nicht nur unserem Gemuet nicht gut tat (Jule: "Ich war echt zu k.o. zum Sprechen.") sondern auch unserer Kopfhaut nicht. Die zeigte sich naemlich am Abend, nachdem wir das Geld abgeholt, angelegt und noch ein paar Besorgungen erledigt hatten, in einem knalligen Rotton. Ja, ich weiss dass ihr denken werdet: "Haettet ihr mal einen Hut aufgesetzt." Aber mal im Ernst, wer nimmt denn einen Hut mit in die Bank wenn er immer noch an das Gute in der Menschheit glaubt und damit rechnet, dass der liebe Arbeitgeber sich fuer arme Backpacker doch eine Bank im Zentrum aussuchen wird.
Dann stand die Weihnachtsplanung an. Diese zeigte sich zunaechst in einem Telefonat mit Benni (mehr dazu spaeter) und dann in zahlreichen Erkundigungen bezueglich des Skydivens und einem "Grosseinkauf". Gut zugegeben, dieser ist vielleicht nicht mit den Grosseinkauefen zu Hause zu vergleichen, aber es war immerhin das erste Mal, dass wir uns mit einem Korb (!) in den Woolworth begaben und der Boden dieses Korbes immerhin bedeckt war- eine Masse an "Homebrand"-Produkten (fuer alle ausser Teubners die wir ja schon in unsere Shoppingkuenste eingeweiht haben, das ist die Billgmarke oder auch Backpackermarke hier, vergleichbar vielleicht mit Tipp) ;). Da schleppten wir also alles, auf das wir sonst so gerne verzichteten in die Hostelkueche und hatten Schwierigkeiten unser Zeug in unsere sowieso schon vollen Tueten (jaja, das Hann River Roadhouse ist nun leer ;)) zu bekommen.
Dann war endlich der 24.12. gekommen. Um unnoetige Sorgen zu vermeiden erzaehlten wir nur wenigen von unserem Vorhaben und Weihnachtsgeschenk an uns selbst, uns aus 11ft Hoehe aus einem Flugzeug zu stuerzen- danke an euch fuers Dichthalten ;) Um 7.00 am ging es fuer uns los und der Skydive-Mission Beach-Bus hilet vor unserem Hostel (wir waren inzwischen in das etwas zentralere Nomads Esplanade umgezogen) um uns abzuholen. Wir fuhren zwei Stunden nach Mission Beach, genehmigten uns zur Feier des Tages einen Mango-Maccadamia-Bar, versuchten Zeilen wie "might get killed" oder "serious injuries often do happen" zu ignorieren und waren wiedermal total genervt von der etwas dominanten Chinesin Samantha, die Jule zum Unterschreiben ihrer Formulare zwang. Dann erreichten wir South Mission Beach, wo wieder schoene Erinnerungen an eine sehr schoene Zeit hochkamen. Im Skydive-Center angekommen wurden wir dem dritten Flugzeug zugeteilt was eine laengere Wartezeit bedeutete. Also machten wir uns auf zum Strand und beobachteten die Springer aus dem ersten Flugzeug.



Das war schon einmerkwuerdiges Gefuehl, dass das Flugzeug so hoch war, dass man es nicht mal sehen konnte aber so richtig vorstellen, dass wir spaeter auch an so einem Schirm da runterkommen wuerden, konnten wir uns nicht. Nach der Praesentation eines Sicherheitsvideos waren wir schliesslich an der Reihe. Wir verstauten unser gepack, entleerten unsere Taschen und wurden jeder einem Instructor zugeteilt. Mich erwartete der lustige, lockere Mike der mich gleich in ein lockeres Gespraech verwickelte und mir alle Stellungen erklaerte, die ich bei Start, freiem Fall und Landung einnehmen muesse. Jule verstand sich auch gleich auf Anhieb mit ihrem Damo obwohl er auf der ersten Eindruck etwas furchteinfloessend wirkte (fast wie aus Twilight entsprungen), sich dann aber als das genaue Gegenteil entpuppte. Mit einem Shuttlebus fuhren wir dann, unser "Geschirr" bereits angelegt, eine halbe Stunde zum Flughafen wo ein kleines Flugzeug mit zwei Barren im Innenraum auf uns wartete. Schoss in Schoss nahmen wir darin Platz und liessen uns weitere Anweisungen geben und genossen unter der Erklaerung wo was lag, den wunderschoenes Ausblick auf das Great Barrier Reef, das Meer mit Dunk Island und weiteren kleinen Inseln, das olle Tully, den weissen Strand und den Regenwald. Mike und Damo zeigten uns immer wieder ihr Uhren welche uns die Hoehe anzeigten in der wir uns befanden. Bei 14 ft- also wohl 4,5 Kilometern oder so- wurde dann die Tuer geoeffnet und Jule und ich staunten nicht schlecht, als sich nicht nur die beiden Koreaner mit ihren Sprungpartnern zum Absprung vorbereiteten sondern auch wir, Mike und damo schnallten sich also an uns. Immerhin hatten wir nur fuer 11ft bezahlt und jetzt durften wir einfach so aus 14 springen! Dass wir gleich springen wuerden war uns aber wohl immer noch nicht bewusst oder die Zeit verging zu schnell um darueber nachzudenken. Schon fand ich mich auf der Kante der Fulgzeugtuer wieder und wollte gerade nochmal ueber die Stellung nachdenken, da flog ich auch schon. Eigentlich folgen wir nicht nur, wir ueberschlugen uns ein paarmal und flogen dann. Ein Wahnsinnsgefuehl im freien Fall- eigentlich kaum zu beschreiben. Ich habe eigentlich nur geschrien- ich weiss gar nicht, wie man das ohne schreien machen soll, ist doch langweilig- habe aber meine eigene Stimme nicht gehoert weil alles nur gerauscht hat und auf die Landschaft unter mit geblickt. Dann kam ein doppeltes Klopfen auf die Schulter, ein vereinbartes Zeichen das mir anzeigte, dass ich meine Arme oeffnen und die Position "the arch" einnehmen konnte. Dann oeffnete sich der Fallschirm und es gab ein kurzes Ruckeln. Mike befreite mich ein wenig durch das Lockern einiger Gurte und ich nahm eine gemuetliche Position ein. Dann unterhielten wir uns ein wenig waehrend und er zeigte mir erneut, wo ich was erkennen konnte, waehrend wir so gemuetlich ueber dem Strand hin und her schwebten.


Schliesslich deutete er auf einen gelben Schirm und meinte: " Das ist deine Freundin." Da hatte Jule wahrscheinlich gerade ebenfalls ihren Spass mit Damo und lenkte ihren Fallschirm selbst. Wir beobachteteten die anderen beim Landen bevor auch fuer mich die Anweisung "push your legs to the body" kam und wir gemuetlich (das erstaunte mich wohl am meisten da ich mit einer unsanften landung gerechnet haette) am Strand von Mission Beach. Wir schlugen ein und lachten und Mike meinte: "Na los, geh schnell zu deiner Freundin und frag sie, wie sie es fand." Aber ich glaube ich brauchte Jule gar nicht fragen denn sie hatte ein genauso breites Grinsen auf dem Gesicht wie ich und schaffte es auch noch nicht, sich mit mehr als drei Worten auszudruecken. Immernoch grinsend, liefen wir mit Damo und Mike hoch und schossen noch ein paar Fotos. Jule und ich waren sich auf jeden Fall einig. Das Geld hatte sich definitiv gelohnt! Wieder im Hostel angekommen, machten wir uns an die Zubereitung des Weihnachtsmahls. Wir kochten, wie angekuendigt, Reis mit Huehnchen und Sahnepilzsosse und auch wenn das wahrscheinlich weder mit einem wirklichen Weihnachtsessen als mit einen normalen Mittagessen zu Hause vergleichbar war, so genossen wir unser Essen weil es fuer uns schon irgendwie was besonderes war und rundeten es mit der Nachspeise- Vanillesosse mit Dosenpfirsichen- ab Dann breiteten wir in unserem Zimmer Loris rotes Laken (danke dafuer nochmal, ohne das Laken haetten wir wohl gar keine Weihnachtsstimmung gehabt ;)) aus, klauten uns von irgendwem im Zimmer ein bisschen Watte und formten ein paar Schneeflocken und legten unsere Geschenke neben das Essen. Dann telefonierten wir beim Essen ein wenig mit Teubners und bekamen durch verschiedene Spieluhren (Jana: "ich guck mal ob ich noch ne andere Spieluhr finde..") und ein erwuergtes Huhn wenigstens einige weihnachtliche Klaenge an die Ohren. Wir plauderten und lachten und obwohl bei uns keine richtige weihnachtliche Stimmung aufkam, die Stimmung war trotzdem gut.


Am naechsten Tag entspannten wir dann an der Lagune und wohl zum ersten Mal hatten wir uns fuer den Tag wirklich NICHTS vorgenommen ausser uns einen Smoothie zu kaufen. Also statteten wir "Baskin and Robbins" einen Besuch ab und goennten uns die schon lange nur angestarrten Smoothies. Dann legten wir uns in die Sonne (bzw eher in den Schatten und schimpften ueber die Leute, die sich in die Sonne legten) und genossen den Tag abwechselnd im Pool und auf der Wiese. Abends kochten wir uns Spaghetti Carbonara wobei die Sosse wohl die schlimmste war, die wir je gegessen hatten.
Fuer den dritten Weihnachtstag hatten wir unseren Beautytag geplant und so schliefen wir erstmal aus, gingen dann ins Internet und fuehrten dann unser Schoenheitsprogramm durch. Da wurde Spliss aus den Haaren geschnitten, Masken auf Haare und Gesicht aufgelegt, alle vorhandenen Naegel lackiert und dabei eine Menge ueber Horst Evers gelacht.



Am Abend machten uns dann auf zum Kino. Leider wird es wohl das letzte Mal sein, dass wir hier in Australien ins Kino gehen denn das ist hier wirklich Luxusgut. Dafuer genossen wir (sogar beide!) den Film (aufgrund einiger Kritiker werde ich den Namen des Films lieber nicht nocheinmal erwaehnen ;)) und mussten uns danach erstmal in ganzer Laenge darueber austauschen als wir unter der Masse an Flughunden die hier an den Parkbaeumen hing, entlangliefen. Jule, noch ganz euphorisch, bemerkte so auch mein geheimes Signal nicht- ich klingelte Benni an, ein abgesprochenes Zeichen dass wir gleich im Hostel sein wuerden. Man muss naemlich dazu sagen, dass Benni und ich eine besondere Ueberraschung fuer Jule geplant hatten. Offiziell in Makay arbeitend, war Benni nach Cairns gekommen und zusammen hatten wir alles so organisiert, dass Jule nichts mitbekommen hatte. Nun sollte er uns in der Hostelkueche erwarten und so holte ich noch schnell meine Kamera und liess Jule vor mir ("ich will dich mal dabei filmen, wie du den gang langlaeufst") in die kueche laufen. dort schauten mich viele verwirrte gesichter durch meine kamera an aber kein benni. meine guete! "ich muss nochmal schnell raus" rief ich Jule zu und rief Benni an. "Wo zum Teufel steckst du?" - "In der Hostelkueche." - " Nee, da bin ich, da bist du nicht. In welchem Hostel bist du?" - "Nomads Esplanade. und du bist da auch, ich hab nachgefragt." - "Ja, ist ja auch richtig. Aber hier ist keiner in der Kueche." - "Vielleicht sind hier zwei Kuechen. Meine ist am Pool."- "Okay, wir sind gleich da."..Meine Guete, woher sollten wir denn wissen, dass das Ding zwei Kuechen hat?! "Jule, ich glaub hier gibts noch eine andere Kueche, vielleicht ist die besser." Eine bessere Ausrede fiel mir so schnell nicht ein, aber Jule folgte mir ohne Widerrede ;) Dann standen wir in der Kueche und dort sechs Teller mit Haupt-und Nachspeise aber ich konnte keinen Benni erblicken. Ploetzlich sah ich Jules total geschocktes Gesicht durch die Kamera und dann sah ich ihn auch- ja, den Rest koennt ihr euch ja denken ;)

Dezember 23, 2009

Frohe Weihnachten vom doppelten Jottchen



Hallo ihr Lieben,
wir wuenschen euch allen ein wunderschoenes Weihnachtsfest mit einem fleissigen Weihnachtsmann und einen guten Rutsch ins Jahr 2010 =)




Unsere Weihnachtsplanung sieht uebrigens wie folgt aus:

24.12.

kleine ueberraschung
festliches weihnachtskochen in der vollen hostelkueche mit anschliessender bescherung (huehnchen mit pilzen und reis in sahnesauce, homebrand-vanillesauce mit fruechten)

25.12.

weihnachtsfruehstueck (pancakes, joghurt...)
abspannen (und diesmal mal wirklich abspannen) an der esplanade und gucken was da so los ist mit vielen smoothies und milchshakes ;)
zweites festliches weihnachtsessen (spaghetti carbonara ;))
im kino "new moon" gucken (jule kann nichts dafuer, sie ist nur opfer)

26.12.

- noch kein plan vorhanden -

LUXUS pur



















Luxus-Strand, Luxus-Hubschrauber, Luxus-Körper...

Wenn ihr glaubt, die beiden Mädels leiden in Australien unter schlecht bezahlten Jobs in Raststätten am Ende der Welt, dann irrt ihr. Dieses Beweisfoto (von einem mutigen Paparazzo geschossen) bringt die schamlose Wahrheit ans Tageslicht!

Dezember 22, 2009

No worries mate!

The Middle of Nowhere! Diese simplen drei Worte haben seit meinem Aufenthalt erst eine wirkliche Bedeutung fuer mich gewonnen! Als wir von unserem Jobangebot erfahren haben, waren wir erst mal gluecklich: Ha endlich ein Job! Aber als es dann darum ging, am naechsten Morgen in aller Fruehe aufzubrechen, davor Sachen zu packen, Jenni brauchte fuer ihren Job noch schwarze Klamotten und Schuhe und ich musste mir noch eine Telstrakarte kaufen, da mir von unsere jobermittelnden Tante (namens Jen) gesagt wurde, dass man da Telstra- Empfang hat, dann musste ich noch das RSA machen (eine -landesspezifische (Queensland hat ein anderes als New South Wales oder so) -Pruefung, die jeder ablegen muss, der an der Bar arbeiten will...also noch viel zu viel zu tun in so kurzer Zeit (wir hatten ja am Nachmittag vor unserer Abreise erst davon erfahren). Als ich dann 100 $ fuer das RSA (online) hingelaettert hatte, noch mal 50 $ fuer dioe Mitgliedschaft der Happy Travel -Agentur (die uns den Job vermittelt hatte) und 70$ fuer eien neue Telstra- Karte + Guthaben, erfuhr ich, dass das RSA vorraussichtlich 3 Stunden gehen sollte, das Buero aber schon in 2 Stunden zu machte. Na toll! Ich versuchte es und verzweifelte fast daran, da man sich unendlich viele (voelliog sinnlose - wie z. B. wie mache ich eine Bar auf?) Dinge merken musste in Englisch und ich nicht wusste was davon in den (insgesamt 5)Tests rankommt und ich mich bei den Vortests schon voellog fertig machte und bei dem ersten Test (den ich knapp bestand, obwohl es in dem eine Frage gab, die selbst eine der Mitarbeiterinnen in dem Buero (Australierin!!!) nicht verstand!!!) den Traenen nahe war! Fuer den brauchte ich glatt 2(!!!!) Stunden!!! und ich hatte noch 4 vor mir mit eben so vielen Infos und das Buero schloss bald und ich war kurz vorm Verzweifeln...beim Telefonat mir meinen Eltern hab ich dann schon geheult, weil das alles zu viel war! Schliesslich rief mich diese Je an und dagte mein Arbeitgeber verlange gar kein RSA! Da wurde ich richtig sauer!
Trotzdem wir uns nicht wohl dabei fuehlten, trennten wir uns am naechsten Tag (ich musste mit einem Taxi zum Bus fahren) schweren Herzens mit der vorraussicht, dass wir uns so schnell nicht wiedersehen wuerden!
Ich stieg in den Bus und war keineswegs davon ueberzeugt das grosse Los gezogen zu haben!!!Als ich nach 4 Stunden Busfahrt in Lakeland ankam, wurde ich von 2 franzoesischen Backpackerinnen abgeholt, die meinten, dass die Arbeit ganz in Ordnung und nicht besonders frdernd waere! Na mal sehen! Mit ihnen fuhr ich dann auch noch einmal 3 Stunden durch die Wueste in einem aeusserst klapprigen Bus! In Laura (in einem klitzekleinen Bus) wartete ich erst einmal auf meinen Lift ins Hann River Roadhouse! In dem Pub befanden sich lauter kautzige Leute (u.a. ein deutscher, dr 1945 hierher gekommen war) und der Chef vom Pub meinte, dass Darren (der Chef vom Hann River Roadhouse) wohl doch 2 Maedchen haben wollte und ich rief natuerlich (vom Festnetz, denn mein tolles Telstranetz funktionierte nicht!!!!) sofort Jenni an und sprach ihr auf die Mailbox. Schliesslich kamen dann noch 2 Leute (ein kauziger alter Typ mit Bier in der Hand und Leicster, der wohl Aborigineevorfahren hatte), die mich dann auf eine weitere 3 stuendige Fahrt mitnahen. Sie waren eigentlich ganz nett (Leicster fragte sogar ob er rauchen duerfe (mit offenem Fenster natuerlich), wollten mir aber als Scherz (ich hatte ihnen ja gesagt, dass ich nicht trinke) dauernd ein Bier andrehen und fanden es jedes Mal urst komisch, als ich ablehnte...naja jeder freut sich ueber etwas anderes!
Irgendwann kamen wir am Roadhouse an, das wirklich mitten im Busch lag!!!!Als erstes ging es in die Kueche, wo ich nur meine Sachen in der Getraenkekammer abstellte und sofort mit dem Koch George (ein alter, launischer Mann mit dickem Bauch und Halbglatze) zu arbeiten begann! Es fing an mit Gemuese schnipseln etc., dann bereiteten wir das Abendbrot fuer die Arbeiter (die alle arbeiteten bei Roadtek, so eine Art Firma, die die Strassen und Bruecken in Australien ausbessert)vor und schliesslich (nach 8 Stunden Arbeit) konnte ich mich erst mal erholen! Ich hatte zuvor meine Unterkunft gezeigt bekommen: eine Art Schiffscontainer(aus metall und gruen), der innen zum Wohnen umgebaut worden war: mit Doppelbett (sah ein bisschen so aus wie in den marinekabinen in den U-booten!), Kuehlschrank(!!!!), Regal, nicht funktionierender Dusche, nicht funktionierendem Klo (in dem ein paar kleine Froesche froehlich vor sich hin quakten!), nicht funktionierendem Waschbecken und nicht funktionierender Waschmaschine, aber immerhin 2 funktionierende(!) Spiegel=)! Draussen gabs noch eine (sah aus wie die Duschen in Afrika!) open -air -Dusche(von Wellblech umrandet) und ein Klo, die Sachen konnte ich aber erst benutzen, wenn die Familie, die dort uebernachtete/ campte (da ihr Jep kaputt war und sie auf Ersatzteile warteten) am naechsten Morgen abgereist war. Ansonsten nutzte ich erst einmal die Campingduschen neben dem Roadhouse!
Dann (nachdem ich meine Sachen so ein bisschen vor mich hingeraeumt hatte) fiel ich ins Bett und fragte mich, was das nur werden soll!
Am naechsten Tag begann ich mit putzen (es sah alles aus, als ob das schon monatelang nicht mehr geputzt worden waere): Kueche und Cafe ausfegen (das Roadhouse ist so eine Art Raststaette mit Restaurant und Benzin und sautueren Preisen, da sie auf die naechste 100 km keine Konkurrenz haben) und wischen, die Kueche aufraeumen, abwaschen etc.!
am selben Tag wie ich waren Darrens Frau Laura, seine Toechter (Georgia(5) und Alicia(1)) und seine Schwester Sharron angekommen. Sharron und Laura (die in dem Roadhouse gearbeitet hatte seit sie 19 gewesen war und vor 4 Monaten nach Cairns weggelaufen war, da Darren eine Affaire mit einem der Maedchen gehabt hatte, das fuer ihn gearbeitet hatte) halfen mir den Dreckstall (Kueche etc.) (die beiden Maedchen, die vorher hier fuer 3 Monate gewesen waren, waren wohl saufaul gewesen und rausgeschmissen worden!) etwas zu begrenzen...was uns nur teilweise gelang!
Na ja der Rest der arbeit bestand aus (was ich erst mal herausfinden musste und meist erst beobachtete, um zu wissen was man da so macht- wie die Kasse bedienen, hamburger braten, Benzin eintanken etc.) die Kuehlschraenke im Cafe mit Softdrinks, Suessigkeiten und (hinter Theke) mit Bier aus den kuehlraeumen zu fuellen! An demselben Nachmittag luden mich Sharron (die eine Cattle und Horsefarm in NSW hat) und Lindsey (ein Typ, der aussieht wie Cat Stevens, permant raucht, nur noch 4 Zaehne im mund hat, dessen Saetze gefuellt sind dem Wort "Fuckin" sind und der gerne Kaengurus abschiesst) zum Fischen an den Creek ein, wo es auch Krokodile und die aggressiven Brown Snakes gab. Leider haben wir nichts gefangen und wir haben auch keine Krokos gesehen! Aber dafuer Buschkaengurus und elefantengrosse Termitenhuegel!
Am Abend ging es nach dem Abendessen fuer die Arbeiter (es gab meistens gemuese- Kuerbis, Karotten & Kartoffeln und manchmal Erbsen- und Fleisch- Schwein, Lamm, Beef) daran die Kueche (Herd, Grill -das war eine Schweinerei, das Ding mit der Drahtbuerste von dem wochenlag angetrockneten Fett zu befreien, auf dem die Burger gebraten wurden,Geschirr abwaschen und am Schluss noch die kakerlaken mit einem Spray zu erledigen, seitdem ich in der Kueche war, haben sich die Kakerlakenzahlen drastisch reduziert!!!)
Jenni konnte leider erstmal nicht kommen, da sie ihrem Chef mindestens eine Woche vorher sagen musste, dass sie abreist, aber wenigstens konnte sie allen sagen (es gab kein i-net, keinen Empfang un die Telefonzelle war auch kaputt), dass es mir einigermassen gut ging. Ab jetzt hiess es: Und taeglich gruesst das Murmeltier: Morgens putzen und Schraenke auffuellen, Bestellungen aufnehmen (von hauptsaechlich Truckern, die mit ihnen Trucks da automatisch vorbeikamen, da es zum Cape York nur diese eine Strasse gab, die meisten waren auch schon Stammgaeste und Touristen), Mittag fuer die Arbeiter machen, dann zwei Stunden frei, in denen ich meist in meinem (dadurch dass er in der prallen Sonne stand) extrem aufgeheizten (die Klimaanlage war nicht so besonders, ich haette schon in den Kuehlschrank kriechen muessen!) Container entweder mit Arbeitskalender basteln (zum Abstreichen) oder mit Lesen verbrachte (Lesen tat ich auch in den Stunden, in denen mal nichts zu tun war, was oefter vorkam, aber dann gabs auch wieder Zeiten, in denen 10 Leute auf einmal kamen, die alle etwas unterschiedliches wollten, als haetten die hinter einem Stein gesessen und gewartet!!=)). Dann gings zum Lunch (zum Mitnehmen fuer einen Teil der Arbeiter) machen und Abendbrot vorbereite (Kartoffeln schaelen etc.) und auf Bestellungen warten, dann wieder Abendbrot und Kueche putzen! Hinter dem Roadhouse, in dem auch Darren in einer kleinen Wohnung hintendran wohnte, war eine Art Koppel, auf der ein sehr aufdringliches Pferd namens Mack, eine grosse, schwarze Dogge und ein Emu (der als Baby gefunden worden war und nun hier lebte) namens Ozzy lebten, die es mir immer sehr schwer machten, wenn ich mal Waesche aufhaengen musste (entweder meine eigene oder die von Darren), aber ich lernte sie mit Essen (Toastkanten, Tomatenresten, salatresten etc.0 abzulenken!
Es gab auch weitere Pferde, viele Kuehe mit Kaelbchen, weitere 7 Hunde (schottische Huetehunde), 7 Perlhuehner ( Jenni und ich haben sie liebevoll unsere Altersheimtruppe genannt, weil sie immer wie alte Damen hintereinander durch die Gegend watschelten), ein Shetlandpony namens Henry, 2 weitere Hunde namens Gipsy und Zack, Kookaburras (auch als lachender Hans bekannt), die immer zur Fuetterung kamen und sie aus der Hand fuettern liessen, Ibisse, die den Kookaburras immer das Futter wegfrassen, Pfaue (mit Kueken) und verschiedene Arten von Kakadus, die auch verschiedenartigen Laerm machten, wenn man morgens noch schlafen wollte!
Also ein buntes Durcheinander, ab und zu kamen auch Deutsche vorbei, die manchmal schon seit 40 Jahren in Australien lebten, oder ein Pole, der es absolut nicht verstehen konnte,warum ich wieder nach Hause zurueck wollte, auf der Nachbarfarm Kalinga arbeitete dann auch ein Schweizer, der ab und zu mal rueberkam (kaum Englisch sprach), um auch ein bisschen Deutsch zu sprechen. Mit George kam ich eigentlich ganz gut klar, obwohl von Zeit zu Zeit etwas launisch war und nicht der ordentlichste!!! Er schaffte es fuer ein Essen die gesamte Kueche einzusauen und war der Meinung, dass das Frauenarbeit ist! na ja da gabs dann mal eine meinungsverschiedenheit (aber mehr zwischen ihm und Laura, die am folgenden Wochenende noch mal kam). Laura schenkte mir dann auch einen kleinen Fernseher (den Darren wohl fuer seine Geliebte gekauft hatte) mit eingebautem DVD-Player und zeigte mir ein Regal mit mindestens 100 DVDs, bei denen ich mich bedienen konnte! naja, da waren zumindest die Abende gesichert!=)!
Schliesslich kam jenni aber doch noch zu mir (alleine sein ist doof!), da ihr Cafejob in Kuranda nicht mehr so ertragsreich war bzw. kaum noch Leute aufGrund der angehenden Wetseason kamen.
So roganisierte Darren fuer Jenni einen Lift. jenni nahm dann den Bus nach lakeland (natuerlich war sie geanuso nervoes wie ich) und dort musste sie ueber 5 Stunden warten, da ihr Lift (Mal, der Truckfahrer) sich verspaetete, aber mal war ganz nett und so kam sie spaet abends (an ihrem Geburtstag!!!) bei mir an und ich hatte einen Geburtstagskarottenkuchen mit Kerzen und Asufschrift vorbereitet, den Raum so gut es ging dekoriert mit einem Banner (5m von meinen 8m Geschenkpapier), auf dem "Happy Birthday Jennimaus" stand (=Verziehrung) und Blumen und Geschenken! Pete (einer der arbeiter, sehr lustig und sehr nett!!!), wuenschte ihr dann auch spontan einen schoenen geburtstag (Jenni war etwas nervoes, da ich sie erst drinnen erwartete mit dem Kuchen und den darauf brennenden Kerzen und Happy Birthday singend) und trug noch ihr Gepaeck mit in den Container und schenkte uns eine Jim Beam Bierdose (sehr teuer: 7.50$), sehr nett von ihm! Mit Jenni war das dann natuerlich auch alles gleich lustiger und nicht mehr langweilig! Zwar kamen wir uns ein bisschen George in dr Kueche ins Gehege, der gerne Mal stundenlang gar nichts tat (waehrend wir uns schon als super- funktionierendes Team zusammen eingearbeitet hatten) und dann mal in der Kueche auftauchte, nur im Weg stand und rumkommandierte, obwohl wir ganz genau bescheid wussten was zu tun war!dann verliess er jedes Mal die Kueche mit noch mehr Unordung als eh schon! Das ging uns z.T. ganz schoen auf die nerven, weil es George auch egal war wie er die Kunden behandelt und alles mehr oder weniger lieblos anrichtete! Aber wir kamen da schon gut klar: wir machten uns jedes Mal selbst Eis(neue Kombinationen aus Wasser -oder Milcheis), es war ja extrem heiss (z. Te. 39 Grad) und nachdem die KitKats alle waren (wir durften uns da nach Herzenslust bedienen: Mittags machte wir uns selbst immer getoastete Sandwiches - Jenni: doppelt Kaese und doppelt Spiegelei, Jule: Ham& doppelt Cheese und -bis sie alle war- Ananas und in extra Speiegelei):)!, machten wir einmal Cookies odder Muffins oder andere Dinge, die wir abends beim DVD gucken mumpfelten (Aepfel, Orangen, Papaya etc.). das war schon ganz lustig. Aber mit der Zeit wurde immer weniger los und es ging in die letzte Woche (die Arbeiter waren nun schon groesstenteils weg und fuer uns immer noch weniger zu tun), in der wir Darren dann mal auf einen Lift nach hause ansprachen und auf das Geld. Da Australier nach dem Motto leben: Komm ich heut nich, komm ich morgen odder vielleicht naechste woche! Da waren wir etwas skeptisch, aber am Freitagabend(18.12.!!!!) also unserem letzten Arbeitstag, erfuhren wir durch nachfragen, dass uns ein Nationalparkranger namens Deryn am naechsten mit nach Cairns nehmen wuerde (sie wuerden wir die 50 $fuer den Bus sparen) und am Samstagmorgen, an dem wir abreisen sollten, bekamen wir unser Gehalt zum Teil in Bar und zum Teil als Scheck ausgestellt. Dann hiess es : Raus aus der Isolation und zurueck in die zivilisierte Welt. Die Fahrt war sehr lustig, da Deryn Ornithologe war und uns viel erzaehlte und uns schliesslich noch Mangos spendiert hatte (da er gesehen hatte, dass wir kein Mittag hatten, er wusste ja nicht, dass wir in weiser Vorrausahnung nach und nach (wenn die Wetseason kommt, kommen eh keinen Leute mehr und dann waere das gute Zeug doch vergammelt:)) Reis, Obst, Gemuese, Mehl,Zucker, Salz, Pfeffer und viele andere Dinge gehamstert und aus dem Roadhouse exportiert haben...=)...jaja ...der Backpacker muss wissen wie er ueberlebt...!), dann fuhr uns direkt vors Hostel (Nomads Serpent, da wir da noch 2 Freinaechte, die wir muehsam im Hostel durch housekeeping erwirtschaftet hatten, noch einloesen mussten), half uns beim Sachen reintragen und gab uns seine Kontaktadresse, falls wir mal Hilfe braeuchten! Sehr nett! Nun waren wir also ach einem Monat wieder in Cairns und es hatte sich nichts veraendert...te be continued!

Dezember 03, 2009

Wiedervereinigung

Hallihallo ihr Lieben,
nun ist es endlich soweit und ich mache mich morgen auf den weg zu der jule. ehrlich gesagt bin ich schon ganz schoen aufgeregt, nicht nur, weil wir uns nach zwei wochen der einsamkeit endlich wiedersehen sondern weil mich erst noch eine lange reise erwartet. zunaechst werde ich mit dem bus nach lakeland downs fahren wo ich dann auf trucker mel warte und von ihm in das roadhouse nahe laura mitgenommen werde. ich hoffe mal, dass ich dann heil ankomme und freue mich wirklich schon sehr auf jule. nicht nur, weil sie eine kleine geburtstagsueberraschung angekuendigt hat, sondern uns auch schon ein richtig schoenes heim eingerichtet hat- frisch geputzt, dvd-player usw. ein bisschen traurig bin ich aber schon, kuranda verlassen zu muessen. die arbeit hier hat wirklich spass gemacht, aber man merkt halt schon, dass es jetzt mit dem tourismus aufgrund der regenzeit und der temperaturen weniger wird. also wird natuerlich auch weniger in den cafes gekauft und es werden weniger leute gebraucht. also habe ich mich heute von allen verabschiedet, meine letzten moneten eingesackt und meine sachen gepackt. ausserdem war ich natuerlich nochmal beim skyrail und habe dem bahnhof tschuess gesagt...
so ihr lieben, ich wuensche euch alles liebe und zwei schoene advente. wir hoeren dann wieder in cairns voneinander, hoffe ich. ganz liebe gruesse von jenni (und jule)

November 29, 2009

1 + 1 = 2

Hallo ihr Lieben,
also als erstes moechte ich euch, bevor ich es vergesse (ihr kennt mich ja), einen frohen ersten Advent wuenschen. Ich muss ehrlich sagen, dass bei mir die adventsstimmung noch nicht so ganz angekommen ist (heute 34 grad und sonne), aber ich versuche mich ein wenig reinzufuehlen ;) ich muss jetzt, nach einer woche, sagen, dass ich mich ganz gut eingelebt habe. meine arbeit ist ziemlich stressig, wenn hier ordentlich touristen ankommen und ich weiss meistens gar nicht, was ich als erstes machen soll aber es macht mir immernoch richtig spass. das hostel in dem ich bin, ist eigentlich ganz cool, die leute total lieb (am liebsten unterhalte ich mich mit dem ehemaligen oesterreicher hans, der immer tolle geschichten auf lager hat) und gestern bin ich mit einer hollaenderin und dem manager john die barron falls hochgeklettert- ich glaub das war die krasseste sache, aber wohl auch die duemmste, die ich je in meinem leben gemacht habe ;) nichtsdestotrotz, so schoen es auch sein mag, ich bin alleine und da ist jemand, der auch alleine ist. wir telefonieren so alle zwei tage fuer fuenf minuten, aber es ist einfach nicht das gleiche. und deshalb werde ich mich am freitag (hehe, bei wem klingelts? ;)) aufmachen um meine zweite haelfte wieder zu meiner zweiten haelfte zu machen. also, am freitag gehts fuer mich dann auch in das roadhouse 69 km entfernt von laura, ohne internet, ohne regelmaessiges telefon- aber dafuer wieder zu zweit :) wir freuen uns schon sehr, uns wieder zu sehen und haben schon fleissig geplant. erstmal werden wir min. bis zum 18. dez dort bleiben und damit eine menge kohle ranscheffeln und dann werden wir weihnachten wieder ins schoene cairns zureckkehren und hoffen, dass es dort nicht regnet ;) ausserdem werden wir wahrscheinlich auch silvester dort verbringen und dann anfang des neuen jahres ins outback aufbrechen...soweit die planung, es kommt ja doch immer anders ;)
also ihr lieben, in cairns melden wir uns wieder fleissig (eine dicke entschuldigung an alle, denen ich noch nicht zurueckgeschrieben habe, ich verspreche euch, dass es in cairns dann umso laengere antoworten werden!), wir denken viel an euch und haben euch ganz doll lieb. bis bald,
eure Jenni (und Jule)

November 21, 2009

MHHH :(

Ja, unsere Lieben,
nun ist es leider so gekommen und wir mussten uns trennen. Naja, immerhin haben wir jetzt beide einen Job und hoffen, dass wir einigermassen Geld ranscheffeln koennen, auch wenn die naeheren umstaende noch nicht geklaert sind. ich bin nun gestern hier angekommen, bin in einem kleinen, ein wenig heruntergekommenen hostel, in dem die leute aber richtig lieb und zuvorkommend sind (ich glaub ich bin hier auch ein wenig raritaet, eben das arme maedchen was ganz alleine nach kuranda gekommen ist ;)). meine arbeitskollegen hab ich gestern schon kennengelernt da ich gleich nach ankunft drei stunden gearbeitet habe. also, ich arbeite jetzt im windmill cafe in kuranda (das gibts sogar bei googlemaps ;)) und habe auch ganz nette kollegen, auch wenn ich diese natuerlich noch nicht richtig kennengelernt habe. meine aufgaben waren es gestern, die eisdiele zu betreuen, alle moeglichen getraenke zu mixen (ja, auch den schmuusi ;)), zu bedienen und die kueche etwas sauber zu halten- stressig aber macht spass :)
ja, nun zur jule. sie ist in einem kleinen ort wo es wohl gerademal einen briefkasten und eine telefonzelle gibt, kein empfang, kein internet. gestern hat sie mich von ihrem arbeitgeber aus angerufen und gesagt, dass es ihr gut geht, sie gut angekommen ist und sich da noch ein wenig einfinden muss weil wohl noch nichts so richtig geplant ist. ich versuche irgendwie ihre telefonkarte aufzuladen aber das gestaltet sich als ein wenig schwierig...
ja, soviel zu unserer situation...
ich meld mich wieder, wenn ich naeheres weiss..an alle leute, die noch auf antworten warten, es tut uns leid aber zur zeit ist das so gut wie unmoeglich- wir denken aber trotzdem an euch, haben euch lieb und hoffen, dass wir uns bald wieder hoeren...(ich bin per sms erreichbar)
eure Jenni (und die Jule)

November 18, 2009

Schweinehund greift um sich...!

Hilfe, hilfe, hilfe! Wir brauchen dringend neue Kommentare da wir sonst vom gefaehrlichen Schweinehund ueberfallen werden, der uns immer wieder einredet, dass sowieso keiner unsere Berichte liest und wir sie ganz umsonst schreiben.
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker!
Nur ihr koennt uns helfen....
Ein herz fuer Jule und Jenni...

Vom Regenkaff ins Paradies...

Dann fuehrte uns unsere reise in den feuchstesten ort australiens, das verregnete tully, das den autralischen rekord in der jaehrlichen niederschlagsmenge geknackt hatte und dies nun mit einem grossen gummistiefel am ortseingang praesentierte.
michael hatte uns hier hergelockt, es gaebe hier mehr als genug jobs und sobald wir da waeren, wuerde er uns einen vermitteln. nachdem er an den ersten tagen nachdem wir in unser ueberenges vierbettzimmer gezogen waren und schon alles was man in tully sehen konnte, gesehen hatten, nicht mal aufgetaucht war, hatte die putzfrau mitleid mit uns und bestellte ihn her. wie von uns schon vermutet, hatte er keinen job fuer uns und am naechsten tag, als wir frueh aufstanden um uns zu den arbeitssuchenden zu gesellen die jeden morgen an der post auf die farmer warteten (ein tipp von der putzfrau), sahen wir das ganze elend. ungefaehr hundert backpacker, die mit uns gewartet hatten, machten sich wie wir wieder auf den weg ins hostel weil sie keinen job hatten und "freuten" sich auf einen erneuten langweiligen tag. wir erledigten in dieser woche wohl alles, was an so erledigen konnte, lagen unser bett wund und liefen dreimal am tag in den supermarkt um ueberhaupt etwas zu tun. nach einer woche reichte es und und wir fuhren ins schoene mission beach. als wir aus dem bus stiegen, erwarteten uns sofort drei deutsche maedels vom hostel und bevor wir sie ueberhaut begruessen konnten, hatten sie unsere sachen (die standardfrage: "was habt ihr denn alles dabei?") in den kleinbus geladen und waren am woolworth angelangt. "wollt ihr noch was einkaufen, in mission direkt ist kein supermarkt. reicht euch ne viertelstunde?" ich glaube so schnell habe ich noch nie eingekauft. wie speedy gonzales schnappten wir uns nudeln, sauce, orangen, milch und kekse und rannten aus dem laden. am hostel angekommen, empfing uns die regenzeit im wahrsten sinne des wortes. wir waren gerade am strand, der genau am hostel lag, angekommen und kamen uns wie in im paradies vor- palmen am strand, weisser sand und ueberall geoeffnete kokosnuesse. da fing es an zu regnen. und wie es regnete. wir schluepften unter einen campingtisch und assen unsere aufgesammelte kokosnuss und kamen aus dem lachen nicht mehr raus ueber diese komische situation.

in unserem zimmer, das voller deutscher war, die sich allerdings am naechsten tage allesamt verabschiedeten, schliefen wir sofort ein, nicht allerdings ohne uns ueber das paerchen zu wundern, dass ihr bett in eine hoehle verwandelte indem es dieses mit lauter handtuechern abhing- leute gibts ;) am naechsten morgen empfing uns die regenzeit. und sie hatte sich irgendwie gegen uns verschworen. sobald einer von uns einen schritt ueber die tuerschwelle wagte, fing es in stroemen an zu regnen.
trotzdem wagten wir uns an den strand, ein stueckchen in den ort (der zwar kein grosses aufsehen erregte oder viel trubel beherbergte aber insgesamt etwas von einem gemuetlichen touristenstaedtchen hatte) und besuchten die netten damen an der touriinfo die uns mit prospekten beschenkten. ausserdem entdeckte jule einen mangobaum und deckte mit ihrer pflueckkunst meine ernaehrung fuer die naechste woche ab ;) am abend zogen dann zwei muenchner in unser zimmer ein, mit denen wir uns koestlich amuesierten (jaaahh, ich gebs ja zu, nicht alle muenchner sind doof, eingebildet und koennen keinen fussball spielen ;)). der freitag fuehrte uns dann zum schoenen dunk island. mit den water taxi ueberquerten wir das meer und blieben dabei nicht ganz trocken...auf dunk island erwartete uns dann ein kleiner marsch durch den dicht bewachsenen wald und dann ein wunderschoener strand fuer uns alleine. wir genossen die zeit in der sonne und zogen uns sogar einen kleinen ansatz von sonnenbrand (okay, zugegeben, wir sahen aus wie tomaten als wir wieder ins hostel kamen, aber gepellt hat sich nix ;)) zu.

abends kochten wir mit den jungs haehnchen suess-sauer (was fuer ein luxus!), gingen an den strand, machten ein feuerchen, lachten bis die baueche wehtaten und uebernachteten schliesslich unter freiem himmel mit moskitonetzen. wow, was fuer ein gefuehl unter diesem wunderschoenen sternenhimmel mit kleinem wagen und schubkarre (das waere jedenfalls meine interpretation gewesen waherend jule eine schippe sah und ueber die interpretation der jungs sprechen wir lieber nicht) einzuschlafen und dann von der sonne wachgekitzelt zu werden!

dann war unsere schoene zeit in mission beach auch schon leider wieder vorbei und so packten wir unsere sachen und machten uns nach der bekanntschaft mit dem deutschen hostelrezeptionist heiko, der deutschland gar nicht gerne mit australien vergleicht (was haben die sich denn immer alle so! die brauchen uns doch nicht erzaehlen, dass ALLE australier supernett sind. waren die denn noch nie bei tine?) und einer stunde verspaetung des pms-busses auf den weg ins schoene cairns...

November 11, 2009

Wenn der Schlauch aber nun ein Loch hat...liebe Jenni, liebe Jenni?

Tja das ist definitiv DIE Ueberschrift fuer unsere 1 1/2 Wochen Wwoofing in Hervey Bay!
Am Anfang war das alles ja noch ganz lustig, als uns meine Eltern bei Van (einer 52jaehrigen Vietnamesin, die einen 28jaehrigen Sohn in Vietnam hat, danach 20 Jahre mit einem Hollaender verheiratet war, dann hatte sie 10 Monate den Alex, der aber getrunken hat und nun ist ja Gott sei SDank der Andrew da!) absetzten. Da die Mouna nun auch noch da war, hatten wir jemanden dn wir schon kannten und waren also nicht ganz der Fremde ausgesetzt! Unsere Aufgabe: Pflanzen watern! Unsere Unterkunft: Ein Kellerraum mit Matratze (mehr Moebel waeren auch nciht noetig meinte Van)!

Unsere Mission: einmal nach Fraser Island zu fahren!
Als meine Eltern sich dann (von beider Seiten mit) schweren Herzens sich von uns getrennt hatten, mussten wir wohl wieder mal alleine auskommen!
An diesem Abend fuhrehn wir erst einmal auf eine Party...auf der merkwuerdigerweise nur australische Maenner mit asiatischen Frauen/ Freundinnen waren...naja! Wir schnappten uns was vom Buffet und verzogen uns in die Kinderecke, wo wir mit der asiatisch-australischen Antiauthoritaet konfrontiert wurden: Kleine 4jaehrige Jungs,die noch eine Windel tragen, sich aber perfekt im neusten Killercomputerspiel auskannten...also ich weiss nicht warum, aber irgendwie hat mir das Angst gemacht!
Am naechsten Tag bestand unsere Arbeit daraus: Orchideen und das Gemuese zu watern, Blumen zu tragen und den Van (wasn Wortwitz) ein - und auszuladen!
Eigentlich nichts schweres und wir konnten ja in der mittagshitze Pause machen, aber es war schon irgendwie belastend...
Erstmal hat Van (obwohl sie ja bereits seit 20 Jahren in Australien ist) kein besonders gutes Englisch, dann hat sie uns kaum verstanden oder einfach mal unterbrochen! Weiterhin war sie so verplant, dass sie dauernd alles vergessen hat und wir meist dafuer verantwortlich gemacht wurden! dann kaufte sie dauernd Dinge ein, die aber zu hause noch vorhanden waren und so schimmelte das bereits vorhandene Zeug im Kuehlschrank vor sich hin! Dann kam sie ueberall hin zu spaet (Mouna haette fast ihren Bus verpasst, aber van meinte, dass die Busse hier eh selten puenktlich sind...und das bei einem franzoesischen Staatsbuerger...die auch nicht wegen ihrer Puenktlichkeit bekannt sind!)...und die Kinder waren auch die Spitze vom Eisberg!!!
Das Maedchen (Julia) war nur schuechtern und hat mit uns Monopoly gespielt und schliesslich bei uns im Bungalow (en wir spaeter beziehen und sauber machen durften, da in den unteren Stock jemand einziehen sollte) uebernachtet und mit uns Origami gefaltet, das war lustig! Aber Peter (der 14 jaehrige Sohn, von Van auch liebvoll Piiiiiitttaaaa genannt wurde!)...konnte seinen Mund nicht aufmachen, kein "Bitte", kein "danke", kein" Guten Morgen" oder "Bye"! Ausserdem hat er dauernd (er guckt von natur aus so!) ein Gesicht gemacht wie 7 Tage Regenwetter, das Besteck beim Essen gehalten wie ein 4Jaehriger, hat nur rumgemotzt, TV gesehen, PC gespielt und nie geholfen!
Das beste an den 1 1/2 Wochen war unser Ausflug nach Fraser Island, den wir in der Stadt buchen mussten (obwohl wir DSL artiges i-net hatten und das auch fast immer benutzen durften...am liebsten, wenn sie nicht da war, da man da nicht so ein schlechtes Gewissen hatte, konnten wir das da nicht machen), was uns schon wieder Vorwuerfe eingebracht hat, da das ja soooo anstrengend ist, die Kinder in die Schule zu fahren (die auch locker den Bus haetten nehmen koennen), und uns dabei auf der Strasse rauszuschmeissen und uns vom Reisebuero wieder abzuholen, obwohl sie da noch einkaufen wollte! Es sei sowieso alles so schwer! Sie muesse ja auch diese Woche so viele Leute versorgen! (Die Kinder waren immer eine Woche bei ihrem Vater und eine Woche bei ihrer Mutter.) Und das ist ja auch immer so teuer mit den Kindern! DANKE Mama, dass ich das von dir NOCH NIE zu hoeren gekriegt habe, dass es naechste Woche billiger und stressfreier ohne mich ist! Was fuer eine Mutter ist das sie sowas zu ihren Kindern sagt! Ausserdem hatte sie ja auch dauernd SOVIEL zu tun! Ja telefonieren und E-mails schreiben mit ihrem Andrew und schlafen! Sie hatte nur einmal in der Woche 3 Stunden Unterricht in der schule zu geben, ansonsten eien Hand voll Privatschueler und dann noch 3 Orchideen umzutopfen, sie bezahlte sogar jemanden, der fuer sie zum Markt fuhr!!! Meine Guete!
Naja wie gesagt : Fraser Island war natuerlich ein Highlight, auch wenn wir uns danach einig waren, dass die Whitsundays schoener waren! Wir fuhren mit einer 46 - koepfigen Reisegruppe in einem Bus, der Tracktorraeder hatte und einem Reiseguide, der Kangaroo Jack hiess ueber die Insel! Zu spaet kommen war nicht drin, der wer auch nur eine Minute zu spaet kam, musste ein Lied in seiner Muttersprache singen!!! Das versuchten wir wirklich zu vermeiden!
Wir sahen den Strand (der mehr einer Autobahn glich als einem Sandstrand, da alle Busse und Autos da lang rasten), das Meer, in dem wir dank den niedlichen Haien nicht schwimmen durften, den Regenwald, wo uns erzaehlt wurde, dass das teure Mount Franklin Wasser von Coca Cola verkaufte 2nd handwasser aus China ist, den Eli Creek, in dem zu viele Touristen standen, als dass man noch ein Photo vom wasser haette machen koennen (v.a. diese Asiaten!!! Sie sind ueberall und machen von allem Photos und IMMER sind sie selbst auf diesen Photos drauf...!!!Man sieht nix von der Sehenswuerdigkeit, aber dieses Gesicht schon wieder! Fuer Opa: Das sind echt meine Freunde!!!Nichts gegen Asiaten, aber das machen wirklich ALLE, das ist kein Clichee!!! Und es nervt, wenn sie dich zur Seite schubsen, um alle 20 das gleiche Photo zu machen!!), das Buffet ( das man vor lauter Permanenturlaubern kaum nch identifizieren konnte...fuer Hannes : siehe Satan macht Urlaub- die Buffetszene!), die Pinnicals, ein Schiffswrack, den Lake Mackenzie (echt wunderschoener See)

und schliesslich haben wir uns noch eine ganze Stunde gratis den Regenwald angeguckt! Ein Riesenreifen war geplatzt und wir sassen (mit bayrisch sprechenden Deutschen...man hat also nichts verstanden!) eine Stunde im Wald (ohne Empfang, sodass wir van, die uns abholen sollte, nicht mal Bescheid sagen konnten) und hinter uns die anderen Busse und Autos!
Naja erst machte der Bussefahrer den scherz seines Lebens : wir muessten heute hier uebernachten, denn die Faehre sei schon weg! Jenni und ich sahen uns geschockt an! Aber dann kam die Faehre zum glueck noch mal zurueck und wir mussten uns dann (obwohl es ja nicht unsre Schuld gewesen war!!) noch ewig Vorwuerfe anhoeren!
Eine Szene ist noch erwaehnenswert! Van wollte uns fuer die Arbeit am sonntag bezahlen, wir dachten uns: Hey das ist doch mal was! dann fragte sie uns erst ,ob wir mit auf den Markt wollen und da arbeiten...dann sollte das aber wieder David machen, dann wieder wir, dann wollte das ihre Tochter mit ihrer Freundin machen, die letztere konnte aber nicht und so bestimmte Van einfach, dass Jenni mit auf den Markt sollte! ich arbeitete also und rupfte Pflanzen aus und jenni musste sich mit dummen Menschen und noch duemmeren Fragen auf dem Markt herumaergern! Und jetzt kommt der Clou: Jenni musste sogar noch frueher aufstehen als ich (Van meinte am Abend davor noch zu mir: na dann kannst du ja morgen frueh laenger schlafen! Pustekuchen! was macht die ...Kuh: Sie ruft mich morgens viel zu frueh auf meinem Handy an, ob Jenni jetzt rauskommen kann-dabei stand sie direkt vor der Tuer!) und Van wollte ihr doch tatsaechlich weniger geld geben als mir, weil sie meinte, dass Jenni ja da nur "rumgesessen" habe und das diesmal auch nciht soviel eingebracht haette wie sonst!! Echt schlimm! Aber Jenni stellte sie am naechsten tag zur rede und bekam noch ein bisschen mehr!
Naja wir waren dann nciht boese, als wir unseren Bus nach tully gebucht hatten! Und als wir dann unsere 21h Reise nach Tully begannen, waren wir eigentlich ganz hoffnungsvoll...das sollte sich aber bald aendern...dazu mehr von Jenni!

Oktober 27, 2009

Die 5 Js wieder auf Tour!

"Ist das nicht meine Mutter?". Hihi, diesen satz von Jule werden wir wohl so schnell nicht vergessen. Nun war es endlich soweit. Wir standen in Brisbane an der edwardstreet (in der sich uebrigens auch die blood bank befindet) neben unserem hostel und hielten aussschau nach dem van, den wir schon so lange erwartet hatten. besuch aus deutschland, familienzusammenkunft, informationen ueber unser heimatland und bekannte gesichter- das alles sollte sich nun, da der van suchend an uns vorbeirollte, endlich realisieren. jule rannte wie angestochen hinter dem auto hinterher waehrend ich auf unsere sachen aufpasste. dann war ich an der reihe, mama teubner schnell zu umarmen und ins auto zu springen, in dem hannes mit dem suessen schild: "Kea Camper sucht Julia und Jenni." auf uns wartete.

als wir einen parkplatz gefunden hatten, konnten wir uns dann richtig begruessen und endlich ein paar geschichten persoenlich austauschen. wieder im bus, wurden wir ausgehungerten backpacker dann mit einem eis willkommen geheissen und papa teubner trat mit uns die fahrt in richtig bundaberg an. so viel wie auf dieser fahrt hatte wohl lange keiner der beteiligten mehr geredet und wir erfuhren endlich, welche musik in deutschland so rauf und runter laeuft und wer nun (wieder) an unserer spitze steht. dann erreichten wir unseren ersten campingplatz. wir stellten das zelt auf, in dem sich jana und jens bereiterklaerten zu schlafen (wir drei schliefen im auto), wuschen dank mama teubner unsere ziemlich dreckige waesche und bekamen von den drei j teubners das abendessen zubereitet- und was fuer eins. ein kleiner schokokoala zierte unseren teller und daneben lag ein saftiges steak, kartoffelbrei, gemuese und so weiter. so gut hatten wir wohl seit unserer zeit iun deutschland nicht mehr gegessen! nach langem erzaehlen, viel essen und sehr viel gelaechter rollten wir uns schliesslich ins bett denn am naechsten tag sollte es frueh rausgehen. jens weckte uns mit "guten morgen sonnenschein" in der backpackerversion (was uebrigens auch von meinem papa haette kommen koennen) und wir machten uns nach dem wohl be sten fruehstueck in unserer australienzeit und ein paar fotos in der "weihnachtsbucht" auf den weg. unser naechstes ziel war ein campingplatz noerdlich von bundaberg, in der naehe von rockhampton und die krokodile. nach den ersten vorkehrungen gegen die dunkelheit (zelt, sachen sortieren..) machten wir uns auf den weg zum strand. es war ziemlich heiss und so entschlossen sich hannes und ich dazu, die fuesse ein wenig in das kuehle nass zu halten. zum glueck haben wir noch fuesse! denn kurze zeit spaeter als wir gemuetlich auf den felsen sassen und muscheltuerme bauten, erzaehlten uns jule und jana von dem warnschild fuer krokodile. glueck gehabt! am naechsten tag machten wir uns, da wir bei uns in der bucht keine gesehen hatten, also auf zur "crocorana"-krokodilfarm. dort sahen wir sie dann zum ersten mal in australien, zwar nicht in freier wildbahn (ich weiss nicht genau ob wir das gut oder schlecht finden) aber auch hinter den zaeunen waren sie ein wenig furchteinfloessend.


ein guide stellte uns die unterschiedlichen arten und tiere vor, von rocky dem frauenversteher bis zu spike, der diese regelmaessig auffrisst. auchbei der fuetterung konnten wir zusehe und am ende sogar ein babykroko auf den am nehmen und am baeuchlein streicheln. nach diesem beeindruckenden erlebnis machten wir uns auf den weg zum eungella nationlpark, in dem sich am broken river, schnabeltiere beobachten liessen. nachdem wir alles fuer die nacht vorbereitet und uns in entsprechende kleidung geworfen hatten, legten wir uns mit fotoapperaten und taschenlampen (denn es daemmerte bereits) auf die lauer. wir muessten auch gar nicht lange warten schon sah man unebenheiten auf der wasseroberflaeche. wir verfolgten eben diese und erblickten unser erstes schnabeltier. wir waren ganz hin und weg denn wir haetten diese kleinen, niedlichen wesen weitaus groesser eingeschaetzt. immer wieder kam eines an die oberflaeche und immerwieder hoerte man von uns drei frauen ein: "ooohhh...". dann fuhren wir zurueck auf den campingplatz, verdrueckten spaghetti mit wurst(!) tomatensauce und pumpernickelhaeppchen und gingen auch bald ins bett um uns erneut morgens auf die lauer zu legen. auch morgens konnten wir wieder einige schnabeltierchen entdecken und als wir spaeter noch einmal ein steuckchen weiter zu einem wunderschoenen abschnitt des fluesses liefen, gelang es jens sogar, mehrere gute fotos zu knipsen. weiter ging es fuer uns nach airlie beach. nachdem jule und ich auf der fahrt etwas getan hatten, was wir vorher sehr vermisst hatten (naemlich hoerspiele- genau genommen bibi blocksberg- gehoert hatten), erreichten wir die wunderschoene bucht und suchten uns den naechsten campingplatz. dort erwartete uns nicht nur ein pool und eine schoene anlage sondern auch eine sms von oma und opa bubi, die mich und hannes mit den neusten fussballergebnissen versorgten. dann erfrischten wir uns im pool, wahrend jens und jana alles vorbereiteten und uns wiedermal it einem koestlichen abendbrot (kaengurubouletten mit kartoffeln...) versorgten - schliesslich mussten wir uns alle fuer den naechsten tag staerken, an dem uns eine tour zum great barrier reef und den whitsundays bevorstand. frueh am morgen staerkten wir uns mit toast, cornflakes, nutella (ja hannes, sie musste unter uns leiden!) usw., zogen unsere badesachen an, packten alles restliche ein und liessen uns von dem busfahrer, der ein paar jahre in berlin gewohnt hatte nach airlie beach fahren. dort ging es los. wir trugen uns in einige listen ein, probierten unsere tauchanzuege an und setzten uns aufs aussendeck. diesen platz verliessen hannes,jue und ich (jana und jens sind da etws haerter im nehmen) jedoch kurze zeit aufrund von ziemlich hohem wellengang wieder. wahrend das boot auf und ab schaukelte, hatten wir einen ersten blick auf einige der 74 wundershoenen whitsunday islands. diesen blick konnten wir allerdings vertiefen als wir auf einer der inseln anlegten und nach einem kurzen marsch einen blick auf die inseln von oben erhielten. wie im katalog vermischten sich das tuerkisblaue wasser mit den gruenen inseln und den weissen straenden. leider hatten wir nicht lange zeit zum innehalten, da uns der whiteheavenbeach erwartete. an dem wunderschoenen strand, an dem uebrigens auch regelmaessig helikopter anlegten und die ganz reichen ausstiegen, erfrischten wir uns und doesten ein bisschen in der sonne (ja, ich habs auch geschafft, mir ein bisschen sonnenbrand zu holen aber nur ein bisschen). dann stand nach einem ueppigen bueffet an bord der tauch- bzw schnorchelgang an. wir quetschten uns in unsere anzuege, legten die brillen an und hannes, jule und ich (jens und jana wollten tauchen) liessen uns ins wasser gleiten. zunaechst konnten wir nicht viel erkennen doch dann erwartete uns unser erster blick auf das great barrier reef. kleine huebsche fische, bunte korallen (wobei man wohl sagen muss dass das riff an dieser ecke schon ein wenig unter dem tourismus gelitten hat) und zumindest mir etwas angsteinfloessende fische winkten un s zu. nach einer stunde, die irgendwie ziemlich schnell vergangen ist, schwammen wir zurueck zum boot und tauschten unsere erlebnisse mit den beiden tauchern aus. dann ging es leider wieder zurueck zum ufer..
am dienstag machten wir uns auf den weg zu den capricorncaves und uebernachteten in dem anliegenden campingpark. am mittwoch gewannen wir dann einen einblick in die beeindruckenden hoehlen. unser junger guide zeigte uns die unterschiedlichen hoehlen, manoevrierte uns durch enge gaenge und spielte uns schliesslich in der romantischen hochzeitshoehle "hallelujah" vor um uns die hervorrangende akustik zu demostrieren. anschliessend fuhren wir zum gebiet mon repos, in dem man im november schildkroeten beim ablegen der eier beobachten kann. leider ist aber noch kein november und so genossen wir den wunderschoenen strand ohne schildkroeten.


dann fuehrte uns der weg nach rainbow beach wo wir unter einem wunderschoenen sternenhimmel unser letztes barbecue mit teubners zu uns nahmen (so gut werde n wir jetzt wohl lange nicht mehr essen ;)) und einen schoenen letzten abend verbrachten.
am freitag, dem tag des abschieds, statten wir tin can bay, einer bucht in der sich wilde (naja, zumindest fast wilde delfine) aufhielten, einen besuch ab. mit einer kleinen faehre schipperten wir in die bucht wo uns zwei delfine, aber auch leider viele massen an touristen erwarteten. wir verzichteten darauf, die delfine fuer 2 dollar zu fuettern und damit den doofen damen die sich

als herrin nen der delfine auffuehrten und staendig ihre beine auf die fotos hielten, einen gefallen zu tun und beoabchteten lieber die tiere und ihr verhalten ein wenig. dann ging es wieder zurueck nach rainbow beach wo wir unsere sachen zusammenpackten (irgendwie hatte das doch vorher auch alles reingepasst!) und uns von teubners alles moegliche an lebensmitteln und sonstigen utensilien mitgeben liessen ;)
Ja, und schliesslich bogen wir dann in die Sanctuary Lane in Hervey Bay ein und.... naja, wie der ernst des lebens wieder losging erzaehlen wir euch ein anderes mal...
ich moechte mich hiermit noch einmal ganz herzlich bei den drei j teubners fuer eine wunderschoene woche bedanken. ich bin sehr dankbar, dass ihr mich mitgenommen, durchgefuettert und mir diese vielen erlebnisse ermoeglicht habt. im namen von uns beiden kann ich wohl sagen, dass dies eine unserer schoensten und erlebnissreichsten wochen hier war und wir sehr froh sind, dass ihr hier wart.

Oktober 24, 2009

So ihr Lieben, wir haben uns lange nicht mehr gemeldet und deswegen diesmal gleich in doppelter Formation (wir spielen ein lustiges Spiel weil uns langweilig ist und jeder schreibt einen Satz.)
Angefangen hat alles in Byron Bay. (jenni )
Der Ort an dem Handys verloren gehen und Grumpys wohnen! (Julia)
Hey, das mit den Handys war fies, das wollten wir keinem sagen. Und woher sollen sie denn wissen, wer Grumpy ist?
ALSO,Grumpy war eine unserer Zimmergenossinnen, die jede Nacht so um 4 uhr ins Bett ging (dabei noch schoen das Licht angemacht hat) und morgens immer furchtbar sauer war, wenn man sie um 9.30 uhr weckte, da grumpte sie immer so vor sich hin! (Jule)
Naja, aber Grumpy war immernoch harmlos gegen die Dame spaetmittleren Alters, die unter mir in unserem Neunerzimmer schlief und grunzte. Irgendwie haben wir es dann aber doch geschafft, unsere Naechte mit Schlafen zu verbringen so dass wir fit fuer die Tage waren.
Weiterhin teilten sich mit uns die schlaflosen Naechte: 3 Norwegerinnen oder Schwedinnen (wir wissen es nicht sooo genau), 1 Koreanerin, 1 Deutsche und die Australierinnen drueckten sich die Klinke in die Hand!
Hey, du hast meine gekonnte Ueberleitung auf die Tage vollkommen uebergangen! Also tagsueber wollten wir eigentlich mal am Strand relaxen, aber daraus wurde dank Regen und Organisationsschwierigkeiten leider nix...aber da war ja noch Wibke...
Ja ja die liebe Wibke, die einfach mal so mit einem Fallschirm aus dem Flugzeug huepft und sich dann mit uns abends an den Strand setzt und einen Smoothie/ Milchshake trinkt, dabei begegneten wir dem Dave aus Manchester, lustiger Kerl, der auch schon etwas angeheitert war, uns aber im Grunde ganz gut unterhielt!
Gut gerochen hat er auch, wenn man mal von der Fahne absieht. Ja, am naechsten Tag mussten wir leider frueh raus und so mussten wir Dave's Vorschlag, mit ihm feiern zu gehen leider abschlagen. Da gings naemlich nach Brisbane...


Ja so eine Busfahrt, die ist lustig, eine Busfahrt, die ist schoen, denn da kann man einmal durch die Zeitzone nach Queensland fahren, also man faehrt 3 Stunden, kommt aber nur 2 Stunden spaeter an...na begriffen? Ausserdem kann man auch noch in den Genuss von raeucherstaebchen kommen...ganz gratis!!! (Ist das eine Kakerlake da drueben?)
Ja, es gibt hier naemlich so nette Ureinwohner und wenn sie dann vor dir im Bus sitzen und ihr rauecherstaebchen irgendwo am koerper versteckt haben, dann ist da nix mit schlafen. (Jule, das ist keine Kakerlake!
Aber die hat so Fuehler!
Du bist schon so ein Fuehler!
Jaja ich sag nur schlangen und Spinnen...ist die da giftig guck mal...!!!)
Lenk nicht ab, wir sind gerade dabei, einen journalistisch hochwertigen bericht zu verfassen. Also nix gegen die ureinwohner, aber gegen Raeucherstaebchen. Also, in Brisbane angekommen, haben wir dann mal gesehen, was es heisst zu schwitzen wenn man mit 30 kg Gepaeck durch die halbe stadt rennt...
Aber zum Glueck hatten wir die Edward (^^) Street irgendwann im Blickfeld und da war auch unser Hostel nicht weit, in dem wir dann eiskalt upgegradet wurden, naemlich vom 10er Maedchenroom zum 6er Eckzimmer mit Balkon und gratis koreanerinnen, die sich gleich wie die Maden auf den Speck auf die 3 Steckdosen im Zimmer stuerzten...da hast du keine Chance!
Genauso wenig, wie du eine Chance hast, dich mit ihnen zu unterhalten da sie entweder voellig gebannt auf ein elektrisches geraet starren oder einen mordsakzent haben so dass man sich fragt, ob man das nur nicht verstanden hat oder sie versuchen uns koreanisch beizubringen. ich jedenfalls, hab dann um halb eins mal das licht ausgemacht- brauch man ja schliesslich eigentlich auch nicht, wenn zwei deutsche schlafen wollen und vier koreaner die neusten youtube-mangas austauschen...
Deine hat wenigstens nicht achterbahn auf deinem Bett gespielt und musste morgens unbedingt um 6.00 Uhr aufstehen, die wollten naemlich auch in den Lone Pine Koala Sanctuary Park genau wie wir, also suchen sich Jule und Jenni (nach einem rationierten Fruehstueck...ist uebrigens nicht das einzige essen, das wir rationieren!!!) eine Tuete Kekse aus dem Woolworth und den naechsten Bus, steigen hinter 2 qualmenden Rentnern ein und freuen sich auf kuschelige Kaengurus und Koalas...
Jenni wohl mehr auf die kaengurus und Jule mehr auf die Koalas, die deutschen rentner vor uns nur auf ein paar Eukalyptusblaetter zum rauchen. jedenfalls erreichten wir bald die auffangstation, waren erschrocken von den eintrittspreisen (vier tage nix mehr essen!) und freuten uns wie bolle als wir 4 dollar backpackerrabatt bekamen (zwei tage nix mehr essen!)...
Also schnappen wir uns unseren infozettel und teilen uns den Tag mit shows und Fuetterungen ein, von denen wir natuerlich die meisten nach sauberem Zeitmanagement verpassten, aber trotzdem noch zum Koalavortrag, zum Laureen...aehh...Lorifuettern und zur Cheap...aehhh...Sheepdogshow rannten (wo wir die ersten Minuten auf Grund Unpuenktlichkeit und schreiender Kinder verpassten), ABER wir haben uns eine Tasche gekauft...das ist wichtig! Da sind naemlich alle wichtigen australischen Tiere drauf..!
Was fuer ein Loch in unserer Kasse! ;) Nee, im Ernst, dafuer hatten wir kein geld mehr fuer die kaengurus. also fuer ihr futter. aber sie kamen auch so ganz gut und so haben wir sie halt mit nix gefuettert und gestreichelt. und den koalas wars sowieso egal obs was zu essen gibt. bis die vom baum sind, ist das futter verwelkt.
jaja die Koalas, wir waren bei den Rentern, den Junggesellen und den Junggesellinnen und alle haben sie ??? Richtig! Geschlafen! Aber da gibt es ja noch die 1-2 jaehrigen Koalas, die besonders verspielt sind und gerade in dieser Zeit ihre Persoenlichkeit entwickeln und die haben???/ Richtig ! Geschlafen...!
Auch der Wombat, der uns an eine Mischung aus Jason von den Blue Mountains und einem kastenbrot erinnerte, hatte es sich zur tagesaufgabe gemacht, einfach mal gar nichts zu tun. aber trotzdem war es ein richtig schoener tag und wir haben ein weilchen gebraucht um zu realisieren, dass diese tierchen jetzt wirklich vor uns sitzen. jule ist immernoch am realisieren...
Jaja die Jule wieder, aber halt du hast noch jemanden vergessen, den wir eigentlich sehen wollten, der aber nicht da war...na? Na? Der Schnabeligel...die Sau musste naemlich ausgerechnet jetzt ins Wombatgehege ziehen und sich in einem Baumstamm verkriechen.
Aber vielleicht sehen wir ja noch einen. oder auch nicht. das waere schade...
die restlichen tage verbrachten wir dann damit uns ueber die putzfrau zu aergern, zu "shoppen", mit feueralarm und der suche nach dem zoo, alles vergebens.
und dann, dann kam die wende, unser leid war zu ende....
(falls dieser eintrag etwas irre war/ist, dann sind das die nachwirkungen von dem organischen essen)

Oktober 15, 2009

Familienzusammenführung


Familienzusammenfuehrung in Brisbane...jetzt gehts zu den Schnabeltieren und zu den weissen Haien...

Oktober 10, 2009

Von Kuhs auf der Weide zu schnarchenden Mitbewohnern

Hallo ihr Lieben,
nun ist wieder eine kleine Weile vergangen, seit wir uns das letzte Mal gemeldet haben und wir haben wieder einiges zu erzaehlen.
Angefangen hat alles mit Bobs Geburtstag, Zils Bruder, der Anlass zu einer kleinen Familienfeier war. Also trudelte am Freitag, als Jule und ich gerade damit beschaeftigt waren, wiedermal Tines Muell den sie im Garten fabriziert hatte, wegzurauemen (Iz und Mouna wurden fuer das Wochenende zu einer Freundin von Liz nach Forster gebracht weil unseren Hostmums einfiel, dass sie im Moment gar nicht genug Platz fuer vier Wwoofer hatten), der erste Teil der Familie- Bob, ein netter, aufgeschlossener Mann in den Fuenfzigern der immer ein Witzchen auf den Lippen hatte und Zils siebenjaehriger Enkel BJ- ein. Fuer uns war es sowieso schon ungewohnt, neue Gesichter zu sehen aber als Bob uns nach unserer Arbeit mit einem huebsch angerichteten Mittagessen ueberraschte und uns bat, sitzen zu bleiben und uns bedienen zu lassen, entdeckten wir neue Seiten an der Familie. Waehrnd sich Bob und Liz auf den Weg zum Schrotthaendler machten, pflueckten Jule und ich den Orangenbaum leer, kochten Lemonbutter und beschaeftigten uns mit BJ, der, schuechtern wie er war, mit einem Pappkarton auf dem Kopf auf uns zugekrochen kam. Wir spielten "Sandsturm" mit ihm und heizten ihn in seinem Karton ganz schoen ein indem wir den Karton hin und her schleuderten. Zwischendurch versicherten wir uns immer wieder, dass es ihm gutginge (da unsere Maegen das sicher nicht mitgemacht haetten) aber er bestaetigte nur immer wieder: "I am a kid that never feels dizzy." Nach dem Abendessen- jetzt kommt der Part an dem ihr erraten muesst, was es gab und ich wette ihr habt die richtige Antwort auf Lager- erreichten auch Zils Eltern (bzw ihre Mutter und deren neuer Mann) die Farm. Wir wunderten uns ueber den lustigen Akzent des Mannes, der sich so gerne selbst reden hoerte und uns nicht wirklich zu Wort kommen liess, bis er uns schliessliche eroeffnete, dass er Oesterreicher sei. Einerseits erfreute es uns natuerlich, nun jemanden zu haben, mit dem wir auch in unserer Muttersprache kommunizieren konnten, andererseits wuerden bissige Bemerkungen unsererseits nun nicht mehr unbeobachten bleiben. Wir mussten also auf der Hut sein.
Am naechsten Morgen (Sa) erwartete uns wohl eines der tollsten Erlebnisse in unserem Leben. Zil hatte uns im Vorfeld von Bobs Geburtstagsgeschenk erzaehlt- einer Whalewatchingtour- und sich bei uns erkundigt, ob wir fuer einen besonderen Preis den sie aushandeln wuerde, Interesse haetten, mitzukommen. Natuerlich hatten wir sofort zugestimmt und nun war es endlich soweit. Die gesamte Familie packte sich in regenfeste Sachen (denn das Wetter schien uns nicht bei unserem Plan unterstuetzen zu wollen) und fuellte die Taschen mit Digicams. Wir machten uns mit Zils Auto auf den Weg nach Forster, da wir zunaechst Iz und Mouna von dort abholen wollten (einerseits weil sie an der Tour teilnehmen wollten, andererseits weil in der Familie, in der sie untergebracht gewesen waren, etwas vorgefallen war, so dass sie nun eine neue Bleibe brauchten). Am Hafen von Forster trafen wir dann wieder auf den Rest der Familie, mit Ausnahme des Oesterreichers, der ein Essen fuer den Abend vorbereitete. Dann ging es los- sowohl unsere Tour als auch der Starkregen. Das Boot schaukelte aus Forster heraus, vorbei an Tuncurry ueber den Wallis Lake und schliesslich aufs Meer hinaus. Wir genossen den Wind, der uns wie wild um die Ohren pfiff und waren ueberrascht von der Kraft mit der er uns oefter von den Beinen riss. Schliesslich ertoente der erste Schrei und alle liefen hinaus um einen besseren Blick zu haben. "Delphine..." hiess es ueberall und wir hatten sie erneut nicht gesehn. Dann aber kam auch unsere Stunde. Zunaechst durften wir eine Walmutter mit ihrem Jungen beobachten, die uns auch ab und zu mit einem galanten Sprung ihren Koerper praesentierte. Im Regen, versuchten wir hilflos das, was sich dort vor unseren Augen abspielte, mit der Digicam festzuhalten und gleichzeitig waren wir total gebannt und konnten gar nicht wegschauen. Doch es kam noch besser. Ploetzlich gesellten sich ungefaehr zwanzig Delfine zu unserem Boot, machten Spruenge und schienen uns als Spielkameraden anzusehn. Das war wohl ein Moment, en wir nie wieder vergessen werden weil uns diese froehlichen, verspielten Tiere total in ihren Bann zogen. Auch auf der Rueckfahrt beobachteten wir noch ein paar Delfine an der Meerjungfrauengrotte bevor wir das Boot wieder verlassen und Iz und Mouna bei einer aelteren Dame in Forster absetzen mussten. Als wir wieder auf der Farm angekommen waren, machten sich Jule und ich daran, Erde umzuschippen, als uns ein ersehnter Besuch empfang. Daniel, Zils Sohn war aus der Naehe von Sydney gekommen und hatte Benni mitgebracht. Wir hatten uns viel zu erzaehlen und ausserdem war uns eine helfende Hand willkommen. Am Abend nahm uns Daniel mit nach Forster, waehrend der Rest der Familie ein Konzert besuchte. In einem Freizeitclub spielten wir Billiard, erzaehlten und genossen unseren ersten abendlichen Ausgang.
Am naechsten Tag erwartete uns wieder die Arbeit, genau genommen Tines Zeug. Wir sollten nun das Zimmer, in dem wir wohnten leer raeumen und all den vorhandenen Kram sortieren und saeubern. Nachdem wir vier Schraenke entleert und in ihr Haus getragen hatten, war unser Arbeitstag nach fuenf Stunden beendet und wir freuten uns auf den Abend, der Bobs Geburtstag gewidmet war. Eine Tafel erwartete uns, gedeckt mit Salatschuesselchen und Weinglaesern. Zur Vorspeise wurde uns Salat mit Meeresfruechten serviert, die Hauptspeise waren selbstgemachte Knoedel (jaaa, wir haben reingehauen), Rotkohl und Wildbraten- fast wie zu Hause ;) Die Nachspeise machte alles perfekt- Schwarzwaelderkirschtorte. Danach wurde noch viel gelacht und geredet und wir genossen es, einen kleinen Einblick in das Familienleben zu bekommen. Spaet in der Nacht rollten wir uns mit vollen Baeuchen ins Bett.
Am Montag stand der Tag der Abreise an. Waehrend Iz und Bob schon frueh aufbrachen, verabschiedeten sich Daniel und der Oesterreicher am Nachmittag, als wir schon wieder dabei waren, Baeume zu mulchen und den Garten herzurichten. In weitaus kleinerer Runde beendeten wir dann den Tag mit "Godsend"- jaa Lori, Zagery laesst gruessen!- und machten uns muede auf ins Bett.
Am naechten Tag verabschiedete sich dann auch Mouna und machte sich auf zu der Dame in Fraser Island, der wir eventuell auch noch einen Besuch abstatten werden. Gut, dachten wir uns, jetzt sind wir wieder mit Tine, Zil und Collin alleine. Aber ob das so richtig gut war, wussten wir nicht. Jedenfalls kuemmerten wir uns um die Mangobaeume und gaben ihnen Duenger auf dass die Mangos gut wachsen ;) BJ unterstuetzte uns dabei weil er sich wahrscheinlich sonst zu Tode gelangweilt haette. Anschliessend spielten wir mit ihm mit Styropor, taeuschten erneut einen Sturm vor waehrend er sich in die Kisten hockte, benutzten den Rest Styropor als Schwerter und bemuehten uns, die Unordnung, die wir hinterlassen hatten, zu beseitigen.
Unser letzter Arbeitstag war erneut dem Duengen gewidmet und so pflegten wir die letzten Baueme und genossen die Sonne, die uns nun auch Tschuess zu sagen schien. Etwas melancholisch, da die Zeit doch insgesamt schoen gewesen war, setzten wir uns mit einem Vanillepudding auf die Wiese, beobachteten die "Kuhs" (ja, mein Deutsch war auch mal besser) und gingen alles, was wir so auf der Possum Ridge erlbet hatten, nocheinmal mit Benni durch.
An unserem letzten Tag genossen wir unser letztes Fruehstueck mit vielen Orangen, Muesli und selbst gebackenem Brot mit Kuemmel. Danach machten wir uns etwas verspaetet auf zum Bahnhof und verabschiedeten uns von Zil, die ziemlich geruehrt war (Tine hatte sich gar nicht von uns verabschiedet.) und uebberreichten ihr unser Abschiedsgeschenk.
Dann stiegen wir in den Countrylinkzug und waren gespannt, was uns in Byron Bay so erwarten wuerde. Inzwischen sind wir also nach einer wunderschoenen, idyllischen Zugstrecke vorbei an gruenen Wiesen, Straenden und Bananenplantagen (unsere Mitfahrer waren allerdings weniger idyllisch: neben uns Punks und hinter uns ein Typ der uns die ganze Zeit vollgeruelpst hat) in Byron Bay angekommen. Aber so richtig Zeit zum relaxen hatten wir noch nicht. Erstmal waren wir wieder fleissig und haben uns um unsere naechste Woche gekuemmert, in der wir mit dem Bus nach Brisbane fahren werden und dort unsere lieben Besucher aus Deutschland (und die naechsten Werderinfos ;)) erwarten. Fliegt bloss schnell, wir freuen uns voll auf euch :) Nun wollen wir uns fuer unseren letzten Tag hier in Byron ein wenig Entspannung goennen und uns an den Strand packen und zum Cape Byron wandern...mal sehen, ob das Wetter mitspielt denn im Moment ziehen dunkle Wolken auf- man kann ja nicht immer Glueck haben ;)
Wir hoffen, dass es euch allen gut geht und freuen uns weiter ueber Kommentare ;)
Alles Liebe, die Jenni und die Jule

September 24, 2009

Hippie auf 12Uhr!




Um das mal gleich klarzustellen: Tine ist nicht die einzige, die hier nicht arbeitet ja! Links und rechts von unserer kleinen Farm wohnen noch weitere Inglorious bastards, die sich ihre gesamte Zeit am Tag damit vertreiben an unserem Haus vorbeizulaufen,um die anderen Hippies 150 m weiter zu besuchen...gruseliger Weise sieht eine von denen, immer in schrill bunten Sachen herumlaufenden Frauen, genauso aus wie Keith Richards von den Rolling Stones. Wuerde sie demnaechst noch voellig stoned von einer unserer Palmen fallen, waere sie es oder zumindest seine Schwester.

Unser Sonntag war nicht wirklich ein Sonntag, da wir wieder um 7.45 Uhr aufstanden, um the same procedure like every day durchzufuehren: Tines Boden putzen! langsam konnten wir die jetzt eh schon versauten Bretter nicht mehr sehen, geschweige denn die Putzpolitur riechen! Wir wurden wieder einmal auesserst motiviert und zahlreich gelobt und ueberhaupt nicht mit unwitzigen Witzen zugelabert...ich hoffe man hoert die Ironie aus diesem satz heraus.
Um es mal so zu sagen: Unsere gesamte Woche hatte wieder einmal nur einen Lichtblick und der hiess: Donnerstag, unser Day off!

Unsere Arbeit in den letzten 2 Wochen bestand aus: (Rauesper, rauesper...):
Tines Haus putzen, Kuhkacke aufsammeln, Unkraut jaehten (sollte man durchaus jedes halbe Jahr machen, sonst sieht der Garten naemlich nicht mehr aus wie ein Garten un man kann Unkraut nicht mehr von essbaren Pflanzen unterscheiden...)...
Unsere Verpflegung bestand (zu unserer eigenen Ueberraschung) aus Suppe und ueberraschender Weise gab es in den darauf folgenden Tagen NOCH MEHR Suppe nur in anderen Farben und mit anderem durchgedrehtem Gemuese drin (MAMA...ich vermisse jede Suppe, die du jemals gekocht hast!)

Am Mittwochmorgen wachten wir auf und dachten: Ach draussen ist es ja noch dunkel, da kann man sich noch einmal hinlegen. Als wir daraufhin eine halbe Stunde spaeter aufwachten, war es nch nciht heller geworden... alles war orange (was glaube ich nur fuer eine gewisse Josephine Zimmermann eine Augenweide gewesen waere ...=))...und dieses orange verfluechtigte sich auch waehrend des gesamten Tages nicht. Es sah wirklich aus wie The Day after Tomorrow! Es war einer der schlimmsten sand storms ever, wir uns Tine diesen Tag mehrmals versicherte und natuerlich mussten wir ausgerechnet an diesem Tag noch einmal ihren Boden putzen. Als wir damit fertig waren wusste sie wieder einmal nichts mit uns anzufangen und schlug uns vor wir koennten doch einmal wieder auf die Weide gehen und Kuhkacke



aufsammeln...uns fielen fast die augen heraus. Unser Schweigen sah tine wohl als Zustimmung und watschelte davon, um wieder einmal irgendwetwas zu holen. Wir waren sprachlos und entsetzt und uns war eines definitiv klar, als wir einen Eukalyptusast am Fenster vorbeifliegen sahen: Jetzt ist Ende im Gelaende!
Wir lassen uns ja viel gefallen, aber irgendwann ist Schluss, wir wollten unseren Wwoofingaufenthalt durchaus ueberleben...
Nicht nur dass wir in einem staubigen, mit Tines Sachen voll gestopften Zimmer wohnen (ich habe denen nicht verraten, dass ich eine Stauballergie habe, haette sie wahrscheinlich auch nicht gestoert, denn ich vermute, selbst der Staub ist hier organisch), keinen Kontakt zur Aussenwelt haben und taeglich pueriertes Gemuese kriegen, jetzt sollen wir auch noch unsere Gesundheit (ich denke mal, dass dieser Staub nicht besonders gesund ist, wenn man ihn einatmet...schliesslich wurde nicht umsonst der gesamte Flug-, Faehr- und fast der gesamte Autoverkehr lahm gelegt...kaum ein Schwein auf den Strassen von Sydney)fuer Kuhscheisse riskieren, also nee da hoert die Freundschaft auf. Also versuchten wir Tine freundlich dazu zu ueberreden, ob wir ncht das Haus putzen koennen, da uns gerade nicht so nach Rausgehen waere. Siehe da, es hat geklappt, also putzen wir einige Stunden lang das Haus (ich gehe lieber nicht so direkt ins Detail, nur ein paar Dinge: Vermutung...in dem letzten halben Jahr nicht geputzt: unser Zimmer, das Klo, der Spiegel im Bad, der Teppich vor unserem Fernseher auf dem Tines Hund immer seine Essensreste verputzt...yummie!)...
Weiterhin genehmigten wir uns an diesem Tag einfach mal Spaghetti, da wir keine Lust auf Essensreste wir Leber hatten...natuerlich kam Tine, waehrend wir kochtenherein und fragte unsere allseits beliebte Frage: Is it enough for 3 people...
Dreimal darf geraten werden wer gekocht hat und wer die Kueche (nicht nur unseren eigenen Dreck) danach wieder sauber gemacht hat?...schwere Frage!
An diesem Abend jointe unser Schicksal die 27 jaehrige Kanadierin Isabella, kurz " Iz", wir waren am Anfang etwas skeptisch wir wir mit dem Altersunterschied klar kommen wuerden, aber es klappte eigentlich super. Iz ist ein richtiger Kumpel! Und sie ist suechtig nach unserem Karottenkuchen=)!
Am naechsten Tag (Donnerstag..free Day) fuhren wir mit Liz nach Taree, um in der Library unsere Zahlreichen messages zu beantworten, danke Leute, dass ihr immer an uns denkt, einzukaufen(unter anderem fast 2 kg Leber fuer Liz...), unsere Tickets nach Byro Bay zu kaufen und um unseren franzoesischen Wwoofgast vom Bahnhof abzuholen. Das gestaltete sich schwieriger als gedacht, da wir keinen Namen und auch sonst keine Info ueber das maedchen hatten, ausser, dass sie um die 20 sei und aus Frankreich komme. Da das nun mal niemandem auf der stirn geschrieben steht, hatten wir unsere Muehe Muna zu finden, schliesslich enttdeckten wir sie doch und versuchten es erts einmal in ihrer Muttersprache mit ihr, da sie, wie sie uns berichtete der englischen Sprache nicht besonders maechtig sei und darum umso dankbarer war, dass wir uns mit ihr auf Franzoesisch unterhielten. Se war 22 und wurde in Marokko geboren, es gab also Stoff zur Unterhaltung.

Nun waren wir also zu 4 und stellten uns zu dritt am naechsten Tag dem Schicksal: Tines restlichen Boden fertig zu versauen...aeh...stellen...denn (Freitag wars und Samstag wollte sie einziehen) auch Zil wollte ihre Schwester irgendwie aus dem haus haben, da allen die taeglichen Streits ganz schoen auf ide Psyche ging.

Was jenni und mich nun wieder etwas auf die Palme neben unserer kleinen Farm brachte war, dass Iz und Muna jeweils ein Einzelzimmer mit Doppelbett und ohne Staub bekamen...

Naja, auch die beiden lernten Tine und ihre Eigenschaften kennen und wir werden Iz' Augenrollen vermissen, wenn Tine wieder Saetze von sich gab wie: "Is it enough for us all?"(meist auf Essen bezogen), " Give it a good clean..." oder " Can I get you to..."

Zu viert trauten wir uns auch oefter an die Spaghettivorraete und machten auch mal zusammen die Kueche sauber, die eine mehr, die andere weniger...

Am Sonntag rauemten wir dann Tines Schlafzimmer in Zils haus aus und wurden von Wollmauesen in der Groesse von Katzen angegriffen, von Socken aus den Socken gehauen, die schon seit gewiss mehreren Monaten keine Waschmaschine mehr von innen gesehen hatten und stellten fest, dass ein fast 1.80m grosses Doppelbett(laut Tine sollte es aber passen) nicht durch eine 90cm breite Tuer passt, es sei denn man reisst die Wand ein!

An diesem Abend zog in das von Iz und Muna geputzte Zimmer ein mann namens Colin ein (naeheres dazu von jenni)...wir dachten bzw. hatten die Hoffnung, dass, wenn ein mann im Haus ist mal etwas mehr an Fleisch auf den Tisch kommt als Leber und Chicken sausages(1mal in 2 Wochen)...aber auch hier war uns das Schicksla nicht hold...

Als Colin naemlich seine Sonnenblumenkerne und seine " Raw Chocolate" auspackte, wurde uns fast schwarz vor den Augen: Noch so ein organic Freak! Na toll!
Da sich die Tischgespraeche nicht sowieso schon jeden Abend ueber " Wann gibt es Regen" und " Das ist ja so gesund fuer euch!" drehen wuerden!

Nur zur Erklaerung: nach diesen Leuten hier wohnen alle Jugendlichen und auch offenbar alle anderen menschen auf diesem planeten im McDoof oder sonst einem schaedlichen Fast Food Restaurant...

Zu guter Letzt hatte sich Zil diese Woche wohl ganz schoen verschaetzt und ohne Grund zu den eh schon vorhandenen Personen ihre gesamte Verwandschaft eingeladen!
Dementsprechend wurde Muna und Iz fuer die naechste Woche in ein Cafe von Freunden in tarre zum Arbeiten geschickt...und wir werden vermutlich im garten schlafen, mal sehen was das wird...
Demnaechst mehr von unserer kleinen Farm!

September 17, 2009

The holes have to be done!


Leute, leute, leute...tjaja das Leben ist schon schoen. Das waren unsere Gedanken, als unsere Lieblingsschwester uns mit zu einem Bushwalk nahm, wo wir unzaehlige Pflanzen und Tiere sahen (unter anderem schwarz- rote Kakadus, sehr "rare" in der Gengend) und sie uns eine ganze Menge ueber die Natur und auch ueber Wwoofer erzaehlte, die sich hier mal verlaufen hatten...
Nach unserem Walk wollten wir in Ruhe fruehstuecken, hatten aber nicht mit dem Auftauchen der zweiten Schwester gerechnet, die uns brauchte, um ihr in ihrem neuen Haus zu helfen. Wir fingen also an die Fugen zwischen den Dielen mit einer organischen Paste (was sonst) aus Kleber, Sand, Wasser und Kaffee zu fuellen (im Schlafzimmer und im Arbeitszimmer), was uns fast 4 Stunden kostete...aber es war lustig, so lustig wie Jenni und ich in einer merkwuerdigen Situation wie dieser sein konnten.Obwohl wir danach voellig fertig waren und eigentlich (laut unserer Lieblingsschwester) aufhoeren und entspannen sollten, kam die andere an und sagte den folgenden Satz: The holes have to be done girls! Wir zogen die Grimassen unseres Lebens und dieser satz ist seit dem unser leitspruch!Schliesslich gab es selbstgemachtes Curry zum abendbrot und wir machten uns auf, um mit Zil in den meditationskurs zu gehen. Auf der 2 Stunden langen fahrt sammelten wir noch Sandra und Andrew auf. Sandra war zwar Deutsche, aber nicht besonders gespraechig...
Der Meditationskurs war insofern schon lustig, als dass uns am Eingang mehere uns nicht bekannte, aber (wie wir im nachhinein feststellten) sehr nette Frauen umarmten. Wir breiteten unsere Schlafsaecke auf dem Boden aus und wurden von einer raumfuellenden Musik umgeben, die aus Gesang, Digeridoo, Geide, Gitarre, Windspiel, Klanghoelzern, Rasseln, Fuessestampfen und Gesang bestand...irgendwie beeindruckend (fuer meine(Jules) Mama: Du haettest es geliebt, es war die Autogenes Training Musik schlechthin). Danach gab es noch Tee, Kekse und Unterhaltungen!
Die Menschen waren echt lieb und haben sich so gefreut, dass wir deutsch waren und uns dafuer interessiert haben... ausserdem sagte man uns, wir haetten ausgesehn wie wunderschoene schmetterlinge in unseren bunten schalfsaecken ;)
Der naechste Tag war wieder mit Fugen stopfen gefuellt und diesmal (was ich gestern auch schon durfte) mussten wir den Boden mit einer Essigmischung aus Eykalyptusoel und irgendetwas anderem wischen, was verdammt nach Hustensafterkaeltungszeug roch und mir fast den Atem verschlug. Wir durften den Boden (nachdem wir ihn ein paar Mal gewischt hatten) dann abschleifen, was dem Holz so gar nicht bekam, dann noch mal wischen und dann mit Wasser ueberwischen...
Dementsprechend sah dieses Experiment auch aus! Tja also eigentlich plant man doch vorher wie man den Boden machen will und macht sich nicht durch Experimente das ganze Holz kaputt oder? Na wir haben wirklich nur das gemacht, was wir sollten!
Von dem Haus aus, hat man uebrigens den genialsten Blick der Welt auf den riesigen Eukalyptuswald (also (Jules)Papa: Vielleicht doch kein Wassergrundstueck, sondern eine Farm im australischen Forest?=))Zwischendurch haben wir noch gestrichen (Bretter in creme) und sind dann um 6 Uhr abends muede aufs Sofa geklatscht...wir konnten nicht mehr (unsere Klamotten, die wir schlauerweise zum Arbeiten umgedreht hatten, werden wohl hier bleiben. Ja Mama du hast richtig gehoert...ich trenne mich von meiner schwarzen Hose!)
Schliesslich gab es Pizza, die handgemacht war und vielleicht die beste Pizza gewesen waer, die wir je gegessen haben, wenn nicht 2 kg Zwiebeln und eine ganze Dose getrocknete Tomaten drauf gewesen waeren...das ist uns (Jenni weniger gut, mir nicht ganz so schlecht- da ich sie raussortiert hatte=)) nicht besonders gut bekommen!=S
Egal, auf dem Sofa in eine Decke eingemummelt sahen wir noch Mamma Mia und genossen den Rest des Abends!