Dann fuehrte uns unsere reise in den feuchstesten ort australiens, das verregnete tully, das den autralischen rekord in der jaehrlichen niederschlagsmenge geknackt hatte und dies nun mit einem grossen gummistiefel am ortseingang praesentierte.

michael hatte uns hier hergelockt, es gaebe hier mehr als genug jobs und sobald wir da waeren, wuerde er uns einen vermitteln. nachdem er an den ersten tagen nachdem wir in unser ueberenges vierbettzimmer gezogen waren und schon alles was man in tully sehen konnte, gesehen hatten, nicht mal aufgetaucht war, hatte die putzfrau mitleid mit uns und bestellte ihn her. wie von uns schon vermutet, hatte er keinen job fuer uns und am naechsten tag, als wir frueh aufstanden um uns zu den arbeitssuchenden zu gesellen die jeden morgen an der post auf die farmer warteten (ein tipp von der putzfrau), sahen wir das ganze elend. ungefaehr hundert backpacker, die mit uns gewartet hatten, machten sich wie wir wieder auf den weg ins hostel weil sie keinen job hatten und "freuten" sich auf einen erneuten langweiligen tag. wir erledigten in dieser woche wohl alles, was an so erledigen konnte, lagen unser bett wund und liefen dreimal am tag in den supermarkt um ueberhaupt etwas zu tun. nach einer woche reichte es und und wir fuhren ins schoene mission beach. als wir aus dem bus stiegen, erwarteten uns sofort drei deutsche maedels vom hostel und bevor wir sie ueberhaut begruessen konnten, hatten sie unsere sachen (die standardfrage: "was habt ihr denn alles dabei?") in den kleinbus geladen und waren am woolworth angelangt. "wollt ihr noch was einkaufen, in mission direkt ist kein supermarkt. reicht euch ne viertelstunde?" ich glaube so schnell habe ich noch nie eingekauft. wie speedy gonzales schnappten wir uns nudeln, sauce, orangen, milch und kekse und rannten aus dem laden. am hostel angekommen, empfing uns die regenzeit im wahrsten sinne des wortes. wir waren gerade am strand, der genau am hostel lag, angekommen und kamen uns wie in im paradies vor- palmen am strand, weisser sand und ueberall geoeffnete kokosnuesse. da fing es an zu regnen. und wie es regnete. wir schluepften unter einen campingtisch und assen unsere aufgesammelte kokosnuss und kamen aus dem lachen nicht mehr raus ueber diese komische situation.

in unserem zimmer, das voller deutscher war, die sich allerdings am naechsten tage allesamt verabschiedeten, schliefen wir sofort ein, nicht allerdings ohne uns ueber das paerchen zu wundern, dass ihr bett in eine hoehle verwandelte indem es dieses mit lauter handtuechern abhing- leute gibts ;) am naechsten morgen empfing uns die regenzeit. und sie hatte sich irgendwie gegen uns verschworen. sobald einer von uns einen schritt ueber die tuerschwelle wagte, fing es in stroemen an zu regnen.

trotzdem wagten wir uns an den strand, ein stueckchen in den ort (der zwar kein grosses aufsehen erregte oder viel trubel beherbergte aber insgesamt etwas von einem gemuetlichen touristenstaedtchen hatte) und besuchten die netten damen an der touriinfo die uns mit prospekten beschenkten. ausserdem entdeckte jule einen mangobaum und deckte mit ihrer pflueckkunst meine ernaehrung fuer die naechste woche ab ;) am abend zogen dann zwei muenchner in unser zimmer ein, mit denen wir uns koestlich amuesierten (jaaahh, ich gebs ja zu, nicht alle muenchner sind doof, eingebildet und koennen keinen fussball spielen ;)). der freitag fuehrte uns dann zum schoenen dunk island. mit den water taxi ueberquerten wir das meer und blieben dabei nicht ganz trocken...auf dunk island erwartete uns dann ein kleiner marsch durch den dicht bewachsenen wald und dann ein wunderschoener strand fuer uns alleine. wir genossen die zeit in der sonne und zogen uns sogar einen kleinen ansatz von sonnenbrand (okay, zugegeben, wir sahen aus wie tomaten als wir wieder ins hostel kamen, aber gepellt hat sich nix ;)) zu.

abends kochten wir mit den jungs haehnchen suess-sauer (was fuer ein luxus!), gingen an den strand, machten ein feuerchen, lachten bis die baueche wehtaten und uebernachteten schliesslich unter freiem himmel mit moskitonetzen. wow, was fuer ein gefuehl unter diesem wunderschoenen sternenhimmel mit kleinem wagen und schubkarre (das waere jedenfalls meine interpretation gewesen waherend jule eine schippe sah und ueber die interpretation der jungs sprechen wir lieber nicht) einzuschlafen und dann von der sonne wachgekitzelt zu werden!

dann war unsere schoene zeit in mission beach auch schon leider wieder vorbei und so packten wir unsere sachen und machten uns nach der bekanntschaft mit dem deutschen hostelrezeptionist heiko, der deutschland gar nicht gerne mit australien vergleicht (was haben die sich denn immer alle so! die brauchen uns doch nicht erzaehlen, dass ALLE australier supernett sind. waren die denn noch nie bei tine?) und einer stunde verspaetung des pms-busses auf den weg ins schoene cairns...
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