aber von vorn...
nachdem wir uns am sonntag von benni verabschiedet und ca. 5 stunden bus gefahren sind,
warteten wir also am besucherinformationszentrum in forster auf eine unserer 'hostmums'. wir begutachten jedes auto penibel und seufzten enttaeuscht bzw stoehnten erleichtert auf, wenn es vorbeifuhr waehrend wir bennis letzte schokokekse (die wohl die letzten fuer lange zeit werden sollten) vernichteten. schliesslich hielt ein weisser pkw neben uns und eine laechelnde dame mittleren alters stieg aus. sie begruesste uns herzlich, stellte sich als zil (name geaendert) vor, erkundigte sich nach der fahrt und erklaerte, dass sie noch eine weile arbeiten muesse, unsere rucksaecke aber gerne mitnaehme. wir bedankten uns und machten uns auf den weg, forster (uebrigens foster gesprochen, bitte nicht zu verwechseln mit foerster- der war fuer dich sassi) zu erkundigen. wir liefen ein wenig die promenade entlang, durchstoeberten einige laeden und entschlosse uns schliesslich dazu, uns einfach zu den moewen und pelikanen auf unsere geklaute koreanairdecke zu legen und ein wenig zu relaxen. relaxen wohlgemerkt. allerdings wurde aus dem relaxen ein kleines schlaefchen und wir fuhren ziemlich erschrocken hoch als uns die sonne wachkitzelte. doch wir lagen noch gut im zeitlimit und so begaben wir uns auf den weg zum meetingpoint den auch Zil(name von der redaktion geaendert) einge minuten spaeter erreichte. unsere fahrt fuehrte uns weg von forster und eine halbe stunde nur durch den wald. schliesslich erreichten wir, nachdem einige kaengurus unsere strasse gekreuzt hatten, das grundstueck. eine kleine farm mit staellen und mehreren wohnhaeusern lag vor uns, umgeben von (mango-)huegeln auf denen drei pferde und viele kuehe und kaelber grasten, umrandet von wald. wow, war wohl unser erster gedanke.
froehliches hundegebell empfing uns und zil stellte uns den hund als 'bewacher der hueherkueken' vor (ab und zu besuchen echsen von ca. einem meter laenge- und das sind nur die kleinen- um die eier zu klauen). bungi hatte es sich zur aufgabe gemacht, die huehner und pfaue zu beschuetzen und die goanna falls noetig auf den baum zu jagen. wir bezogen unser zimmer, das aufgrund von bauarbeiten der zweiten schwester tine (name geaendert) ziemlich vollgestopft aber trotzdem gemuetlich war und richteten uns ein wenig ein. zil warnte uns vor, vor dem zubettgehen stets die betten zu kontrollieren, da sich die giftigste spinne australiens, die sie uns auch spaeter im getrockneten zustand zeigte (ich erspare euch einzelheiten), dort gerne einquartiere. spaeter lernten wir das restliche haus, das sehr gemuetlich eingerichtet und gut ausgestattet ist, und die zweite schwester kennen. da es schon spaet war, machten wir uns gleich mit zil zusammen an die zubereitung des abendessens (pumpkin cake und linseneintopf) und erwiesen uns als hilfreich und zuvorkommend. an dieser stelle koennte man uebrigens erwaehnen, dass unsere hostmums auf organischer basis leben. das heisst: fast alle produkte die wir essen, sind entweder selbst angebaut oder wurden mit anderen farmern getauscht (wo tauscht man bitte schokolade?), abgewaschen wird mit kaltem regenwasser (ich spuere foermlich wie sich den hausfrauen unter euch die haare aufstellen) und gespuelt wird nur alle drei male- nur ein kurzer auszug. aber ansonsten waren wir ganz zufrieden mit unserer auswahl.
am naechsten tag (mo) stand nun also die arbeit an. wir schluepften in unsere arbeitsklamotten und streiften unsere neu ergatterten sonnenhuete ueber. heute waren die baeume dran. in der strahlenden sonne duengten wir die obstbaeumen mit fluessigduenger aus kuhmist, fischsud und chicken poo (als ich gerade dabei war meinen eigenen mix zu kreieren wurde ich uebrigens von der redbellyblacksnake ueberrascht, von der ich damals zum glueck noch nicht wusste, dass sie toedlich giftig ist) ; mulchten die restlichen baueme und fuhren froehlich mit dem baggy durch die gegend. nach getaner arbeit machten wir uns erneut an die zubereitung des abendessens, diesmal leatherfish mit pellkartoffeln.
jedenfalls sind wir sehr gluecklich, hier zu sein, obwohl wir natuerlich viel an euch denken und ueber euch reden. aber trotzdem sind wir sehr dankbar dafuer, dass ihr uns alle diese erfahrung ermoeglicht habt und ermoeglicht und uns zeigt, dass ihr auch manchmal an uns denkt. :-*
toll !!!
AntwortenLöschenMitten im Zoo! Nur die Fensterscheiben zu den "bösen" Viechern fehlen :(
Wir haben euch lieb und wünschen weiterhin viele schöne Stunden!
Feistis