zum abschluss der fuehrung gabs dann noch schokolierte rosinen und damit im schlepptau machten wir uns wieder auf den rueckweg nach adelaide. den rest des tages verbrachten wir natuerlich wieder an unserem adelaider lieblingsort, dem hiesigen mcdonalds auch wenn das mehr auf die klimaanlage und die bequemen sitzmoeglichkeiten als auf das essen zurueckzufuehren war.
unseren letzten tag in adelaide, nachdem es ja dann doch endlich mit der wwoofstelle geklappt hatte, verbrachten wir natuerlich mit der organisation des busses und zuges nach woodend und mit einem museumsbesuch. wir liessen uns ebenfalls kostenlos durch das museum suedaustraliens, das zweitgroesste in australien, fuehren und blieben natuerlich an der aegyptischen (jule) und aboriginen (jenni) abteilung haengen. unsere letzten stunden widmeten wir, einfach der tradition halber, wieder dem mcdonalds bevor wir uns unsere sachen schnappten und zum bus liefen. das war vielleicht ein ritt. mit unseren gefuehlten 50 kilo auf dem ruecken gings durch halb adelaide und da jule ihren schlafsack verloren hatte, gleich nochmal zurueck. gleucklicherweise fand jule den schlafsack aber im hostel. dann warteten wir auf unsere eincheckzeit und waren aufgrund unseres uebergepaecks (normalerweise achtet ja da mit unseren kleinen tricks kein busfahrer drauf) denn die dame am schalter schien ein bisschen pingelig zu sein. also checkten wir erstmal ohne gepaeck ein und schlichen und danach mit gepaeck an ihr vorbei ;) anscheinend schien sie das nicht gemerkt zu haben denn wir bekamen auch noch (nachdem wir ein maedel aus dem hostel in kuranda, wo ich gearbeitet habe, getroffen hatten) die besten plaetze im doppeldeckerbus oben mit panoramablick- hehe :) die meiste zeit schliefen wir allerdings oder widmeten unsere aufmerksamkeit paulchen panther 2. am morgen erreichte der bus melbourne und wir bekamen einen ersten, schoenen blick auf die stadt in der wir aufgrund der teuren hostelpreise wohl nicht lange verweilen werden. ersteinmal hiess es fuer uns aber aussteigen und in den zug nach woodend wechseln da dieser uns zu unserer farm bringen wuerde. mhh, wie findet man aber an einem eiskalten bahnhof seinen zug wenn man weder eine endstation noch eine zugnummer oder aehnliches auf dem ticket hat? wir gaben uns mit der zeit 8.35 auf dem ticket zufrieden und hofften einfach mal, dass um diese zeit kein anderer zug fahren wuerde. frierend und eingemummelt in unsere schlafsaecke (alles andere was ueberhaupt an waermenden klamotten vorhanden war, lag ganz unten im rucksack) sassen wir zweieinhalb stunden auf dem bahnhof, zu todmuede um den mitleidig laechelnden leuten ein laecheln zu schenken. dann endlich kam der zug, natuerlich auch erst fuenf minuten vor abfahrt und wir stiegen ein und beobachteten einen vater der sich weinend von seinen kindern verabschiedete und potenzielle, baertige terroristen. ich habe glaub ich noch nie so stark mit mir selbst kaempfen muessen um nicht einzuschlafen (vielleicht weil es mir sonst egal ist ob ich einschlafe oder nicht) aber schliesslich wollten wir die haltestelle ja nicht verpassen. dort angekommen, also an einem verlassenen bahnhof mit einem bahnangestellten der sich auch ein bisschen langweilte, setzten wir uns auf eine bank und warteten. wir wollten penny nicht gleich anrufen da wir ihr versichert hatten, dass es kein problem waere, ein wenig zu warten und das einfach als unhoeflich empfanden, sie nun zu draengen. wahrscheinlich wuerde sie sowieso gleich hier sein. das war um halb zehn. es wurde halb elf (doch anrufen?-nein.), halb zwoelf (nee, bissel warten wir noch), halb eins (Jule: "lass mal dein pumpernickel essen."), halb zwei (wir schrieben ihr zumindest eine sms dass wir nun da waren), halb drei. auf einmal ein ganz erschrockener anruf. penny hatte uns erst am mittwoch erwartet (von mittwoch war doch nie die rede gewesen?!) und wuerde ihren sohn losschicken um uns abzuholen. dieser kam zehn minuten spaeter in form eines ca. 55-60 jaehrigen mannes und stellte sich als hilary vor. wir mussten ein wenig in uns hineingrinsen denn eigentlich hatten wir bei "hilary und penny" schwestern erwartet. und eine weitere frage lag uns auf den lippen: "wenn das der sohn war, wie alt war dann die mutter?"- das fragten wir natuerlich nicht denn hilary kam uns ohnehin etwas brummig vor. wir fuhren ein paar kilometer und dann einen huegel hinauf. uns erwartete ein riesiges, fast im zirkel gebautes haus mit einem riesigen garten, genaugenommen mehreren riesigen gaerten. und penny. sofort als wir penny sahen, wussten wir, dass wir wohl etwas falsch verstanden hatten denn uns laechelte eine frau ungefaehr mitte fuenfzig mit kurzen strubbeligen haaren und brille an. ihr tat das missverstaendnis total leid denn sie hatte uns wohl auf die mailbox gesprochen (und das hatte anscheinend nicht funktioniert). aber wenn wir schon mal da seien, dann sei es doch auch gut. sie bat uns, ersteinmal etwas zu essen und nachdem sie uns das haus gezeigt hatte (schoene kueche, ein dvdzimmer; einen gemuetlichen ess- und wohnraum mit grossem holztisch; einige arbeitszimmer davon eines mit internetzugang fuer uns und unser wunderschoenes zimmer mit doppelbett, wunderschoenem ausblick auf das tal und eigenem badezimmer- ach ja, kein vergleich zu den vorherigen loechern) uns ein wenig von der reise auszuruhen. zum abendessen bereiteten wir pasta vor und so gab es einen lustigen nudelgemueseauflauf (der beiweis fuer uns dass vegetarier nicht nur durchgedrehte gemuesesuppe essen wie bei liz) in unserer gemuetlichen viererrunde. da lernten wir dann auch hilary besser kennen yund schaetzen. er hat einen total lustigen humor und wenn penny etwas sagt ist er immer am grinsen und man weiss eigentlich, dass gleich wieder eine lustige bemerkung kommt. wir erzaehlten ein wenig von uns und erfuhren ein wenig von ihnen u.a. dass sie drei erwachsene toechter haben, die das haus bereits verlassen haben; dass sie haus und garten vor ungefaehr fuenf jahren angefangen haben anzulegen; dass penny aerztin war und hilary irgendetwas in richtung wirtschaft macht und dass die beiden sehr engagiert in der hiesigen gemeinde sind (zusaetzliche infos von meinem papa, ich weiss auch nicht, wie er das rausgekriegt hat, penny ist wohl praesidentin in einem umweltverein gewesen und hilary schatzmeister ist ;)).
Tja, wie beschreibt man unsere zeit hier am besten? wahrscheinlich mit einem typischen tagesablauf. aalllssoo...wir stehen ueblicherweise um 7.00 uhr auf, das heisst, um fuenf vor sieben klingeln unsere wecker und werden beide auf den snoozezustand gestellt. sie klingeln dann immer wieder froehlich weiter bis wir uns um 7.15 aus dem bett quaelen. normalerweise ist es ziemlich kalt ausserhalb des schlafsacks was die sache erschwert. da wir abends duschen, brauchen wir morgens nicht wirklich lange zum fertig machen (wozu auch?) und gehen dann mit den anderen zusammen zusammen fruehstuecken (inzwischen sind wir ja vier deutsche maedels und ein amerikaner namens matt). dann gehts um 8.00 uhr an die arbeit und das kann viel bedeuten. in den ersten tagen haben wir uns eher der gartenarbeit gewidmet, unkraut gezupft, planzen gesaeht oder umgepflanzt, rosen beschnitten usw...inzwischen haben wir uns bis zum haus durchgearbeitet und schleifen holzbalken ab und streichen diese. um ca. 10.30 gibts dann den morningtea. wir sitzen also in gemuetlicher runde am tisch und jeder erzaehlt ein bisschen was von seiner arbeit oder hilary verkuendet uns, wie das wetter in den naechsten tagen wird. dazu gibts heisse getraenke zum aufwaermen und selbstgemachte kekse, kuchen..whatever...dann gehts nochmal ein paar stunden an die arbeit bis zum lunch. das bereitet entweder penny oder eben wir zu und meistens gibts die reste vom abendbrot die mit pennys selbstgebackenem brot gereicht werden. joah und dann ist entweder noch ein wenig arbeit oder eben freizeit angesagt, wobei die arbeit nach dem mittag dann auch eher aus "mal ein bisschen saubermachen", kuchen backen oder dessert oder abendbrot machen besteht. abends sitzen wir dann nach dem abendessen immer noch gemuetlich zusammen, spielen etwas, erzaehlen oder gucken dvd (wenn die maenner nicht gerade den tv mit tennis besetzen).
(to be continued)
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