es waren einmal zwei kleine maedchen die sich aus dem schoenen aber an diesem tag sehr verregneten cairns auf den weg in ein fernes land machten...oder besser: Jule und ich setzten uns, gespannt auf das was kommen wuerde in den greyhoundbus und fieberten der zweitaegigen fahrt nach alice springs entgegen. alle hatten sie uns gewarnt: "fahrt nicht im dezember bis februar nach alice springs. es ist so warm da, das haelt keiner aus. und die ganzen fliegen erst!" doch wir meinten es besser zu wissen (oder zumindest hatten wir keine andere wahl als jetzt zu fahren) und sollten recht behalten. nach zwei tagen busfahrt mit unserem freund nervi und seiner freundin (ein paerchen die uns ueber die gesamte busfahrt verfolgt hatte und meinten, dass es besonders lustig sei wenn man im bus sowieso schon nicht schlafen kann, die vorderen sitze so weit runter zu stellen dass der hintermann kaum noch platz hat um einzuatmen), viermal umsteigen und vielen filmen ohne die wir die busfahrt wohl kaum ueberstanden haetten, kamen wir am 5.1. in alice springs an. es ist schon merkwuerdig, wenn man nach so einer langen fahrt vorbei an bueschen, raren roadhaeusern, erde, bueschen, erde und nochmal bueschen dann ploetzlich wieder so viele menschen auf einem haufen sieht und sogar wieder handyempfang hat. mit anderen worten gesagt: alice springs, die ganz normale stadt nur eben mitten in der wueste. wir wurden bis zum hostel gefahren und verbrachten den angebrochenen tag mit kira, einem maedel, dass wir auf der fahrt kennengelernt hatten. wir klapperten die stadt ab und stellten fest, dass ausser der einkaufsmeile in der sich wohl alle touristen sammelten und die aborigines ihre malereien, instrumente etc. verkauften und vielen boese dreinschauenden aborigines in alice nicht viel anzugucken war. also packten wir unsere sachen fuer die naechsten tage und jule (ja, das muss an dieser stelle mal festgehalten werden!!!) nahm all ihren mut zusammen und entsorgte all ihre dicken sachen um ein wenig platz in ihrem rucksack zu schaffen und vor allem um nicht immer zwei leute in anspruch zu nehmen um den rucksack aufzusetzen. leider fehlte mir, ja ich befinde mich in der gleichen situation, dieser mut bisher aber vielleicht kriege ich ja auch irgendwann diesen "rappel" (fuer alle die diese redewendung nicht kennen, jule sprang wild im zimmer rum weil sie unbedingt etwas wegschmeissen wollte ;)). am naechsten morgen mussten wir dann frueh raus und so fruehstueckten wir schnell und warteten im hostel auf unseren tourguide. dieser kam dann auch in form eines etwas ungepflegt wirkenden, muffligen, schwarzhaarigen Mannes. wir stiegen in den bus und freundeten uns gleich mit einer gleichgesinnten, tessy aus braunschweig, an. dann ging es auf langer fahrt in richtung kings canyon. dort angekommen fuellten wir unsere wasserflaschen auf, statteten uns mit proviant, sonnencreme (es waren ungefaehr 35 grad und leicht bewoelkt) und sonnenhut aus und machten uns auf die wanderung. unser guide jason, der warum auch immer auf einmal den spitznamen jesus hatte, stellte sich dabei nicht wirklich als ausgebildeter guide aus. er erklaerte weder etwas, noch ging er irgendwie auf leute ein oder interessierte sich fuer die gruppe. nur an der schweizerin pippi (name geaendert, sah aber so aus) die mit ihren 35 jahren wohl immernoch in der pubertaet steckte, schien er irgendwie interesse zu haben. jedenfalls waren wir uns mit tessy schnell einig, jemand hatte unseren guide entfuehrt und stattdessen den hausmeister af uns losgelassen.
1) nicht zu dicht am feuer aufgrund der hitze und eventuellem ascheflug
2) nicht zu weit weg vom feuer und damit von der gruppe aufgrund der fehlenden hilfe bei eventuell einsetzenden, nicht vorhersehbaren ereignissen
3) nicht zu dicht am auto aufgrund der gefahr uebersehen und eventuell getreten oder sogar angepullert zu werden
4) nicht zu dicht an baeumen aufgrund erhoehter kriechtiergefahr
5) nicht zu dicht an dem plumsklo aufgrund gestankes
6) nicht zu weit von der toilette aufgrund siehe 2)
nach einigen diskussionen und abwaegen fanden wir den perfekten platz und liessen uns dort nachdem wir mit dem wasser aus dem kanister im bus die zaehne geputzt und uns jeweils hinter einer decke welche die beiden anderen hielten, angezogen hatten, rollten wir unsere swags fachgerecht aus, plauderten ein wenig, beobachteten die spaerlich vorhandenen sterne und schliefen schliesslich ein. in der nacht weckten wir uns manchmal selbst indem wir uns vor unseren eigenen haaren erschreckten die uns kitzelten und hinter denen wir ein tier vermuteten. am morgen weckte ich dann wohl fast die halbe gruppe mit meinem wecker den ich vergessen hatte auszustellen aber das war immerhin angenehmer als die augen zu oeffnen und jesus vor sich zu haben der einen sanft weckt- also hab ich doch einen gefallen getan ;) nach einem netten fruestueck (toast, haferflocken, cornflakes) machten wir uns dann auf den weg zu den olgas, oder auch kata tjuta. wir fuhren eine weile und hielten fuer das mittagessen (wraps mit allem moeglichen gemuese) an dem zeltplatz der naechsten nacht, bevor wir unsere wanderung antreten konnten. jesus fuehrte uns, durch die berge hindurch, durchs valley of winds und diesmal schien er plauderwasser getrunken zu haben denn zumindest erklaerte er uns, wie die berge laut der legende der aborigines entstanden seien.
so froren wir nur ein wenig vor uns hin, assen pancakes und muesli und muemmelten uns bei der anschliessenden wanderung um den uluru in handtuecher und decken ein und setzen unsere weihnachtsmuetzen auf. keine angst, wir sind keine freaks geworden, wir wissen uns nur zu helfen ;) nach einer lustigen aber sehr langen wanderung (nach zehn kilometern hatten wir unseren freund auch langsam von allen seiten begutachtet, auch wenn er uns immernoch durch seine unregelmaessige oberflaeche- oder cellulitis, wie tessy es nannte- und seine groesse beeindruckte) fuhren wir dann mit einem kleinen zwischenstopp zurueck nach alice springs. den abend dort verbrachten wir erneut mit tessy und den lebensmitteln die jule dank ihres hungrigen blickes bei der tour abgestaubt hatte (toast, honig, marmelade, butter). am naechsten tag guckten wir uns alice springs noch ein wenig an, wobei wir wiederum feststellten, dass wir schon sehenswertere staedte gesehen hatten und genossen unseren letzten tag mit tessy die es nun in den norden ziehen wuerde.
heyyy, natürlich les ich das!!! ich guck schon seid tagen immer auf den blog und hoffe das was kommt!! ich vermisse euch auch voll, war sooo lustig mit euch und hier ist es jetzt ziemlich doof, ich schreib euch bald ne mail, wo ich dann mal mehr berichte. ihr habt jesus aber gut getroffen, bitte erwähnt noch seine duschgewohnheiten;)
AntwortenLöschenhab euch lieb, kussis